F.E.A.R.

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Vivendi
Entwickler
Monolith Productions
Erscheinungsdatum
Oktober 2005
Genre
Shooter
F.E.A.R. [PC , Justgamers]

F.E.A.R.

Wir haben ein Problem...

Die Story von F.E.A.R. ist in der Zukunft angesiedelt: Euer virtueller Ego ist Mitglied in der F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon) Spezialeinheit, als plötzlich ein heikler Auftrag ansteht.In einen Hightech Gebäudekomplex sind unbekannte Täter eingedrungen. Des Weiteren ist jede Funkverbindung zu dem Gebäude abgebrochen, da ein unerklärliches Signal die Verbindung stört. Doch niemand hat eine Ahnung, woher dieses Signal kommt, geschweige denn wer, (oder was?) es verursacht.Zwar wurde gleich nach dem Angriff eine Delta Force Einheit losgeschickt, um die Sache zu klären, jedoch hat diese Spezialeinheit nicht lange überlebt. Die Einheit wurde grässlich entstellt, Arme und andere Körperteile liegen verstreut auf den Gängen, die Korridore sind über und über mit Blut verschmiert.Daher liegt es nun an der F.E.A.R. Einheit, diesen Einsatz zu übernehmen.

Vom Hauptquartier der ATC (Armacham Technology Corporation) aus begebt ihr euch per Black Hawk auf den Weg. Da ihr nichts Genaues wisst, gibt euer Team-Leader Rowdy Betters eine kurze Übersicht der Mission:

'Eine nicht identifizierte Gruppe ist in das Gebäude eingedrungen und hat mehrere Geiseln genommen. Der Grund für diese Aktion ist nicht bekannt.'

Kurz darauf setzt der Black Hawk euer Team auf dem Dach der Einrichtung ab und schon werdet ihr von allen Seiten beschossen. Der Black Hawk gibt euch kurz Feuerschutz bis ihr euch in Deckung gebracht habt, lässt euch dann aber alleine zurück. Noch ahnt niemand, was im Inneren des Gebäudes auf euch lauert... Überall im Gebäude werdet ihr von merkwürdigen Gegnern angegriffen, Leichen liegen verstümmelt herum, und als ihr einen Aufzug betretet, erkennt ihr vor euch kurz den Umriss eines kleinen Mädchens in einem roten Kleid, doch sie verschwindet sofort wieder. Wer ist sie? Was tut sie hier? Und spätestens als ihr eine Lobby betretet, in der alle Böden und Wände mit Blut überströmt sind, wird euch klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn trotz dieses Blutbads sind nirgendwo Kugelhülsen oder Einschusslöcher zu finden, wie auch unser Kollege Douglas Holiday bemerkt.

Kurz darauf geht’s richtig rund: Denn, als ihr alleine in einer weiteren Lobby unterwegs seid, greifen plötzlich grau getarnte und für kurze Zeit fast unsichtbare Gegner an und es startet ein wildes Feuergefecht. Gerade als ihr die Lage unter Kontrolle zu haben scheint, verschwinden einige Gegner fast blitzartig durch die Decke... und alle stellen sich die Frage:What the f*ck is going on here?!

Ciao LithTech, hallo F.E.A.R-Engine!

Die oben genannte Situation stellt die erste Mission von F.E.A.R. dar und dürfte den Fans aus den Videos bekannt sein. Doch schon in den Videos erkennt man das ungeheure Potenzial das in F.E.A.R. steckt. Angefangen von packender Action und wilden Feuergefechten über lange, dunkle Korridore bis hin zu mysteriösen, blutigen Lobbys deckt F.E.A.R. alles ab.Auffällig sind vor allem die schicken Partikeleffekte. So zersplittern Glasscheiben in ihre Einzelteile und fallen danach realistisch zu Boden, großkalibrige Waffen reißen ganze Stücke aus der Wand, Staub wird aufgewirbelt, durch Explosionen entstehen Druckwellen, welche die Umgebung verzerren, fast alles ist interaktiv, geht kaputt und lässt sich manipulieren.Möglich macht das die eigens entwickelte F.E.A.R.-Engine, welche die alte LithTech Engine ablöst.

Die neue, für DirectX9 optimierte Engine hat noch viel mehr zu bieten, wie z.B. riesige Explosionen, realistisches Feuer, High-Detail Models, extrem hochaufgelöste Texturen mit Bumpmapping und ein cooles Slow-Motion Feature, welche die Zeit, ähnlich wie in Max Payne, langsamer ablaufen lässt. Das coole dabei: Das Feature ist auch im Multiplayer verfügbar! Des Weiteren beinhaltet die Engine die neuste Ragdoll Physik Engine. Cutscenes werden in Ingame Grafik gezeigt.

Action? Aber immer her damit!

F.E.A.R. bietet besonders stimmungsvolle Stealth-Horror-Action die durch mystisch angehauchte und eher im Hintergrund ablaufende Skriptsequenzen und Sounds verstärkt wird. Getreu dem Motto: 'Geister sind angsteinflößender als normale Gegner.', wird so die optimale Atmosphäre geschaffen, um euch reihenweise Schocksekunden durchleben zu lassen. Des Weiteren wechselt sich filmreife Action, beispielsweise bei heftigen Schussgefechten, ständig mit spannenden Schleicheinlagen ab, die euch die Schweißperlen auf die Stirn treiben sollten.

K.I.? Wo hängen meine Kollegen denn diesmal?!

Die künstliche Intelligenz ist bei Shootern immer so eine Sache. Selten wird sie gut programmiert, was allzu häufig zu Frustmomenten und Langeweile beim Spieler führt, wenn beispielsweise wieder die Kollegen an Wänden hängen bleiben oder Gegner alles andere als intelligent das Zeitliche segnen. Doch bei F.E.A.R. scheint es damit kein Problem zu geben: Teamkollegen agieren selbstständig, effizient und helfen in brenzligen Situationen. Gegner suchen Deckung und schießen in taktisch günstigen Momenten. All dies zeigt das Potenzial der F.E.A.R - KI, die sogar HL² Konkurrenz bieten könnte.

The Matrix vs. F.E.A.R

In F.E.A.R. gibt es einen 'Zeitlupenmodus', ähnlich dem in Max Payne 1 oder 2. Einmal aktiviert bewegen sich Gegner langsamer und abgefeuerte Projektile ziehen einen Schweif von Luftverwirbelungen hinter sich her - besonders schön bei Raketenwerfergeschossen anzusehen. Dieses geniale Feature ist auch im Multiplayer vorhanden.

Dort könnt ihr ein Zeitlupen-Artefakt aufsammeln, welches nach 20 Sekunden nutzbar und anschließend für ungefähr die gleiche Zeit aktiv ist.Dies wirkt sich insofern aus, dass ihr euch 20% schneller bewegt und 40% schneller schießen könnt, im Gegensatz zu den anderen Spielern.

Wo sind wir nur gelandet? Die Schauplätze!

Natürlich werden Innenlevels einen Großteil des Spiels ausmachen, dennoch: Es wird möglich sein, in Außenlevels sein Können als Mitglied einer Spezialeinheit unter Beweis zu stellen. Unter anderem soll es auch Fahrzeuge geben, bei welchen die Kollegen als Fahrer dienen und ihr die Fahrzeugwummen bedient.

'What frightenes you more: The evil that you know, or the evil that you don't know?'

Um euch bei dieser Frage behilflich zu sein, konfrontiert euch Monolith in F.E.A.R. mit den verschiedensten Gegnern, die euch das Leben schwer machen sollen.Von einfachen Soldaten, über schwer bewaffnete Elitekämpfer bis hin zu Splinter Cell-ähnlichen Gegnern, die in grauen Tarnanzügen stecken, und die sich fast unsichtbar machen können.Das Hauptaugenmerk aber liegt auf zwei anderen Charakteren. Zum einen das Mädchen, die, ähnlich wie die Kleine aus 'The Ring', über scheinbar übernatürliche Kräfte verfügt, und auch ohne Probleme an der Decke laufen und ihre Gegner ohne mit der Wimper zu zucken zerlegen kann. Außerdem taucht sie auf wann und wo sie will.

Dies wird angekündigt durch plötzliche Stromschwankungen, einer gestörten Funkverbindung zu eurem Team und blutigen Fußspuren am Boden. Die Frage aber stellt sich: Warum töten das Mädchen den virtuellen Ego nicht im Fahrstuhl, als sie die Gelegenheit dazu hatte? Ist sie euch vielleicht gut gesonnen? Oder spielt sie nur mit euch?

Der andere Charakter ist ein bisher unbekannter Mann. Dieser ist in einem anderen Video kurz in einer Gefängniszelle zu erkennen, bis das Mädchen zu ihm kommt und er daraufhin wie ein Besessener anfängt zu schreien, in der Gegend herumrennt, die Security tötet und über diese wie ein Zombie herfällt. Welche Rolle er genau spielt ist allerdings noch unbekannt.

Um euch dieser Gegner erwehren zu können, steht euch in F.E.A.R. ein beachtliches Waffenarsenal zur Verfügung. So findet man neben den extrem coolen Dual Pistols auch verschiedene MGs, wie die SMG, die SemiAutomatic Rifle, die Assault Rifle oder die Nail Gun, mit der ihr eure Gegner sprichwörtlich an die Wand nageln könnt. Des Weiteren gibt es auch noch eine Schrotflinte, die altbekannte Spas 12. Um aber auch gegen die dicken Brocken eine Chance zu haben, stehen euch auch richtig schwere Waffen zur Verfügung, wie die Plasma Gun, die Battle Cannon oder ein Rocket-Launcher. Zudem gibt es viele verschiedene Granaten und Minen.

Fürchten im Multiplayer

Der Schwerpunkt des Multiplayerparts liegt vor allem auf teambasierter Action.Es gibt viele verschiedene Spielmodi, unter anderem bekanntes wie Deathmatch und Team-Deathmatch. Zwei weitere Modi sind Elimination und Team-Elimination sowie, und damit kommen wir zu den interessanten Modi, Slow-Motion Deathmatch und Slow-Motion Team-Deathmatch. In diesen Modi ist das bereits erwähnte Slow-Motion Artefakt enthalten.

Natürlich hat dieses Artefakt auch einen Nachteil. Zuersteinmal muss es, wie bereits erwähnt, 20 Sekunden aufgeladen werden, ehe man es benutzen kann. Wird es dann von euch aktiviert, erscheint über euch ein Symbol das für alle (Freunde und Feinde) sichtbar ist - sogar durch Wände hindurch. Ihr behaltet das Slow-Mo Item so lange bis ihr getötet werdet. Folglich steht man auf der Abschussliste prompt ganz oben. Deshalb ist das richtige Timing gefragt: Wer das Powerup besitzt, kann selbst entscheiden wann er es einsetzen will. Man sollte also den richtigen Zeitpunkt abwarten. Ein guter Zeitpunkt wäre zum Beispiel, wenn ihr in eine Falle geraten seid, oder ihr eure Gegner in eine gelockt habt. Dann könnt ihr den Überraschungsmoment nutzen und eure völlig verwirrten Gegner in aller Ruhe aufs Korn nehmen.Ob weitere Modi dazu kommen, ist momentan unklar, jedoch munkelt man über Capture the Flag und einen Objective Modus, wobei es für einen Capture the Flag Modus in der aktuellen Multiplayer-Beta schon Beweise gibt.

Am Anfang jeder Runde könnt frei eure Waffen bestimmen, mit Ausnahme der Battle Cannon, dem Rocketlauncher und der Plasma Gun.

Es können maximal drei Waffen getragen werden; nur eine davon als Primary Weapon. Am Anfang besitzt man nur eine Waffe und eine Granate. Zwei weitere Waffen kann man im Level oder von Toten aufsammeln. Auf den Karten gibt es zusätzlich die drei oben genannten Extrawaffen: den Rocketlauncher, die Plasma Gun und die Battle Cannon - eine Art überdimensionierte Shotgun, die auch auf größere Entfernungen maximalen Schaden macht.Explosionsgranaten, Näherungsminen und Haftminen runden das Arsenal ab. Fast alle Waffen verfügen über eine so genannte 'Melee-Attack' (schlagen mit Gewehr- oder Pistolenkolben). Des Weiteren gibt es drei andere Melee-Attack Arten: den 'Leaping Kick' (Springen + Melee-Taste drücken), die 'Melee Jump-Attack' (Laufen + Springen + Melee-Taste drücken) und den 'Sliding Scissor Kick' (Ducken + Melee-Taste drücken).

Trefft ihr einen Gegner mit einer solchen Melee-Attacke am Kopf, ist er sofort tot. Dadurch hat Monolith die Steuerung einfach, aber dennoch effektiv programmiert.Getötete Gegner hinterlassen außerdem immer ein kleines Healthpack. Zudem gibt es in jedem Level Punkte zum Heilen, sowie Schutzwesten.

F.E.A.R. (10 Bilder)

Die Levels sind recht unterschiedlich gestaltet, ob in engen Gängen von 'Office', oder in den bedrohlich großen hallen von 'Factory'. Oftmals kommt es zu minutenlangen Kämpfen zwischen den Teams, die beide ihre Stellung in Gängen halten wollen. Durch die Partikeleffekte werden diese Gefechte noch spannender, Staub und abfallender Putz von Wänden nebeln meist die Gänge zu und verhindern ein Feuergefecht, da keiner etwas sieht.In solchen Situationen hilft nur eins: Granate durch den Qualm, mit Sperrfeuer durchstürmen und auf Glück hoffen, dass man etwas trifft.

Der Multiplayer zeichnet sich durch ein eher nervöses Gameplay aus. So kann man sich keine Sekunde ausruhen, sondern muss immer damit rechnen, dass gleich ein Gegner um die Ecke gestürmt kommt. Reaktion und Genauigkeit sind gefragt, denn es gilt: Wer als erster genau schießt, erzielt ein Frag.Öfters passiert es aber auch, dass man seine Teamkameraden anschießt, obwohl diese ein kleines Symbol über ihren Köpfen trägen. Dies ist manchmal in dem Sinne nervig, da die Kameraden keinen Schaden bekommen, sondern dieser auf euch übertragen wird. So kann es passieren, dass man gerade einen Killingspree hat und daraufhin aus Versehen einen Teamkameraden anschießt und sich somit selber tötet.

Ersteindruck

Da es momentan keine spielbare Singleplayer Demo oder ähnliches gibt, kann man leider nur nach den bisherigen Details und Videos urteilen. Doch aus denen sieht man, dass F.E.A.R. auf jedenfall grafisch und spielerisch neue Maßstäbe setzen dürfte. Auch die Story verspricht viel Mystery und Spannung. Was letztendlich daraus gemacht wird, bleibt abzuwarten. Der Multiplayer-Part ist aber auf jeden Fall schon jetzt in der aktuellen Beta sehr gut gelungen. Die Maps sind gut gestaltet und durchdacht, durch das Partikelsystem entstehen spektakulär aussehende Schusswechsel und das nervös-schnelle Gameplay lässt kaum Zeit für Camper, sondern verspricht packende Non-Stop Action. Und das coole Slow-Motion Feature lässt keine Wünsche mehr offen. Bleibt zu hoffen, dass noch einige taktische Modi mit ins Spiel kommen, wie z.B. ein Capture the Flag oder Objective Modus.

Weitere Informationen findet ihr auf unserer Netzwerkseite JustFear .

F.E.A.R. [PC , Justgamers]

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