Frontline: Fields of Thunder

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Deep Silver
Entwickler
Nival Interactive
Erscheinungsdatum
März 2007
Genre
Strategie
Frontline: Fields of Thunder [PC , Justgamers]

Frontline: Fields of Thunder

Das Echtzeit-Strategiespiel Blitzkrieg 2, welches von der Spieleschmiede Nival Interactive entwickelt wurde, war für viele Spieler ein zweischneidiges Schwert. Die Missionen waren allesamt spannend inszeniert und auch die Grafik, welche vor allem durch scharfe Texturen und glänzende Lichteffekte herausstach, war im Jahre 2005 mehr als nur Durchschnitt. Dennoch waren vor allem die Fans des ersten Teils enttäuscht, da das Spiel im Vergleich zum ersten Titel selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad relativ einfache Aufgaben an den Spieler stellt und viele Liebhaber der ersten Blitzkrieg-Fassung eine fordernde Herausforderung vermissten.

Nun – rund zwei Jahre später – wird im März dieses Jahres ein neues Echtzeit-Strategiespiel unter dem Namen Frontline – Fields of Thunder erscheinen, welches ebenfalls von Nival entwickelt wird. Im Vergleich zu Blitzkrieg 2 sollen nun vor allem die enttäuschten Fans des ersten Blitzkrieg-Teils auf ihre Kosten kommen. Wir haben eine Preview-Version des Titels erhalten und uns das Spiel genauer angesehen.

Der geschichtliche Hintergrund

Frontline – Fields of Thunder spielt zeitlich gesehen – ähnlich wie zum Beispiel Company of Heroes – in der Ära des zweiten Weltkrieges. Dabei versucht der Titel die Schlachten rund um den Kursker Bogen so real wie möglich zu simulieren. Damals wurden bei diesen Kämpfen rund zwei Millionen Soldaten auf beiden Seiten zum Einsatz gerufen und die Sowjetunion konnte sich nach langen Stellungskämpfen gegen das nationalsozialistische Deutschland durchsetzen. Glücklicherweise hat man in Frontline – Fields of Thunder selber die Wahl, ob man die Geschichte auf der Seite der UDSSR nachspielen möchte oder doch lieber in die Haut der Deutschen schlüpft.

In der Kampagne des fertigen Spieles warten zirka 20 Missionen in jeder Fraktion, um von eifrigen Strategen gelöst zu werden.

Leider konnten wir in der vorliegenden Preview-Version nur zwei Missionen des Hauptspiels antesten. In beiden Missionen spielt man die Sowjetunion und muss die angreifenden Deutschen zerstören. Daher konnten wir nur einen kurzen Einblick in die Kampagne bekommen und waren daher nicht der Lage uns einen kompletten Überblick über die Missionsqualität zu verschaffen.

Die Missionen sind aber ganz schön schwer…

Die zwei Einzelspielermissionen verlaufen beide nach einem relativ ähnlichen Schema. Am Anfang der Mission bekommt der Spieler eine bestimmte Anzahl von Soldaten, Panzern und anderen Fahrzeugen und muss anschließend bestimmte Gebiete, welche von den deutschen Truppen angegriffen werden, versuchen zu verteidigen.

Da man im gesamten Spielverlauf keine eigenen Gebäude, wie beispielsweise Kasernen oder Flughäfen, bauen darf und sich der Spieler voll auf das Mikromanagement konzentrieren muss, kann man neue Kriegseinheiten nur von der Basis anfordern. Dies kann man ziemlich komfortabel durch ein paar Mausklicks erledigen und auch die Einheitentypen sind allesamt ordentlich strukturiert, sodass der Spieler relativ schnell die individuellen Fähigkeiten der Truppen erschließen kann.

Auch wenn man eine begrenzte Anzahl an neuen Kampfeinheiten im Spielverlauf anfordern darf, besitzt der Computerspieler selbst auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe stets mehr Einheiten.

Daher erfordert das Spiel vom kühnen Strategen, dass man die einzelnen Stärken der Truppen exakt analysiert und im Kampfgeschehen genau diese Vorteile gegenüber dem Gegner ausspielt. Daher ist es kein Wunder, dass einfache Rush-Taktiken im Spiel schnell verpuffen und die eigenen Panzer schneller dem Bildschirm gewichen sind, als man hinschauen kann. Daher ist die Einzelspielerkampagne sicherlich nichts für blutige Anfänger, welche wahrscheinlich aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades schnell frustriert das Handtuch werfen. Erfahrene Strategen freuen sich dennoch über die gelungene Herausforderung und werden mit der Einzelspielerkampagne viel Spaß haben.

Die Steuerung von Frontline – Fields of Thunder hält sich insgesamt an bekannte Standards. Die verschiedenen Truppen kann man zum Beispiel durch einen Linksklick auswählen, durch Rechtsklicke in der Gegend herumkommandieren und natürlich gibt es auch verschiedene Menüs, in welchen man erweiterte Befehle ausführen kann. So ist es beispielsweise möglich, verschiedene Formationen der Fußsoldaten anzuordnen oder die einzelnen Panzer einzugraben, wodurch diese einen zusätzlichen Defensiv-Bonus erhalten.

Erfreulicherweise sind die Menüs nicht allzu verschachtelt, sodass man relativ schnell die gewünschten Spielfunktionen findet.

Wenn das Gras grünt, und die Vögel zwitschern

Wenn man die Grafik von Frontline – Fields of Thunder mit aktuellen Gerne-Größen – wie zum Beispiel Command & Conquer 3 – Tiberium Wars oder Company of Heroes – vergleicht, fallen viele kleine Mängel auf. Vor allem die Texturen und die Effekte von Frontline – Fields of Thunder haben ihre Schwächen und können den Vergleich mit den Grafik-Krachern nicht bestehen. Dennoch erfüllt die Optik des Spieles ihren Sinn und stellt durch die relativ geringen Hardwareanforderungen auch die Massenkompatibilität sicher. Vielleicht können die Entwickler bis zum Release noch einige Feinheiten optimieren, denn dann würde der Titel auch grafisch mehr Spieler ansprechen.

Glücklicherweise konnte die soundtechnische Untermalung des Titels wesentlich besser abschneiden. Die Soldaten der einzelnen Fraktionen stoßen alle bei einem beherzten Angriff aggressives Kriegsgeschrei aus und auch alle Panzer besitzen eine ansprechende Akustik, wodurch wiederrum die Atmosphäre im Titel gestärkt wird. Zudem besitzt Frontline – Fields of Thunder auch einen orchestralen Soundtrack, welcher sich perfekt ins Spielgeschehen einfügt. Somit ist der Sound sicherlich ein Highlight des kommenden Strategiespieles.

Ersteindruck

Da alle spieltechnischen Aspekte von Frontline – Fields of Thunder glasklar für die erfahrenen Echtzeit-Strategen, welche die Komplexität des ersten Teiles der Serie mochten, entwickelt wurden, kann der Titel für diese Zielgruppe sicherlich eine erstklassige Alternative zu bestehenden Größen wie Supreme Commander oder Company of Heroes werden.

Auch Gelegenheitsspieler können durchaus Gefallen an dem Titel finden, da die Atmosphäre auf dem Kriegsfeld erstaunlich dicht ist. Dies liegt sicherlich an der wirklich exzellenten Vertonung des Spieles, welche im Vergleich zu der eher durchschnittlichen Grafik den Spieler mitten ins Schlachtfeld stürzt. Somit kann der Titel bereits in der Preview-Version überzeugen und Frontline – Fields of Thunder wird sicherlich seine Fans finden.

Frontline: Fields of Thunder [PC , Justgamers]

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