Fussball Manager 10 - First Facts
Die Welt beweist nur zu oft, dass man sich nicht zu sehr auf sie verlassen sollte. Auf eine Sache ist jedoch immer Verlass: Samstag, 15:30 - Fussball Bundesliga! Am 7. August geht die Liga wieder los und mit ihr steht der neue Fussball Manager 10 wenige Wochen später in den Startlöchern - darauf ist seit vielen Jahren ebenfalls Verlass. Wie auch die neue Bundesliga-Spielzeit wird der FM10 einige Überraschungen parat haben. Wir verraten euch in den First Facts, welche dies sind.
Bis zu acht Freunde sollt ihr sein
Neben den üblichen größeren und kleineren Änderungen, trumpft der neue Fussball Manager mit einem Multiplayer-Modus fernab von Hot-Seat auf, nämlich im Internet und Netzwerk. Schluss also mit der oft endlos langen Wartezeit, weil der Mitspieler seinen Trainingsplan bis in kleinste Detail optimiert. Denn das im Hot-Seat-Modus optionale Zeitlimit wird in der neuen Variante zwischen 30 Sekunden und 5 Minuten festgelegt. Dadurch soll Langeweile vermieden und das Spiel kurzweilig gehalten werden. Eine Saison dauert - laut Ankündigung - etwa zwei bis drei Stunden. Das dürfte besonders den leidenschaftlichen Solospielern sauer aufstoßen, benötigt man in der Offline-Variante je nach Spielweise doch mindestens drei Mal so lange.
Selbstverständlich, dass bei verringerter Spielzeit auch die Komplexität und Inhalt des Managers reduziert werden müssen. Eure Arbeit erledigt ihr aus lediglich vier Menüs (Managerbüro, Trainingsplatz, Stadion und Finanzzentrum) heraus. Vereine werden zwar noch aus 40 verschiedenen Ländern gewählt, jedoch nur jeweils aus der ersten Liga. Die Spieltage erlebt Ihr ausschließlich im Textmodus und auch die Stärke, die die Spieler höchstens erreichen können, sinkt von 99 auf 20 Punkte. Allerdings streicht bzw. fasst Entwickler Bright Future nicht nur zusammen, sondern fügt auch neue Features hinzu. So dürfte der Transfermarkt im Stile eines Auktionshauses für kurzweilige Gebot-Duelle der Spieler führen. Von denen gibt es höchstens acht, die verbleibenden Vereine werden von der KI übernommen.
Oder eben alleine
Falls Ihr doch lieber alleine spielen und die Extra-Portion Komplexität bekommen wollt, könnt Ihr Euch auf 400 Neuerungen freuen, die erstens Vorgänge erleichtern können, zweitens Bekanntes noch weiter ausbauen und drittens die Identifikation mit dem Verein verstärken.
Der "Stadion Editor light", der anstelle des Bisherigen für den unkomplizierten und schnellen Ausbau verwendet werden kann, zählt zum ersten Punkt. Auch die Hilfefenster, die die Funktionen des gerade aktivierten Menüs erklären, gehören dazu. Dass der vom Prinzip unveränderte Textmodus den Spieler nun mit über 5000 Ereignissen (zuvor waren es etwa 3000) konfrontieren soll, ist dem Zweiten zuzuordnen, ebenso wie das erweiterte Stadionumfeld und die erweiterte Webseite.
Im Bezug auf den dritten Punkt ist besonders die Möglichkeit zu erwähnen, dass man seinen Manager-Avatar nun nicht nur durch ein Bild, sondern durch eine eigens erstellte Figur ins Spiel bringen kann. Allem Anschein nach auf der Basis der FIFA 09 Engine, die auch wieder in der 3D-Präsentation der Spieltage verwendet wird und unter anderem durch drei neue Kameraeinstellungen ergänzt wird. In dieser steht nun der Manager an der Seitenlinie und bringt seine Emotionen in mehr als 70 Animationen zum Ausdruck.
Außerdem könnt Ihr ihn Kommandos auf das Spielfeld rufen lassen, müsst aber darauf achten, dass der Schiedsrichter Euch nicht auf die Tribüne verweist. Wenn Ihr einen 24-Zoll-Bildschirm Euer Eigen nennt, wird es Euch freuen, dass das Spiel Auflösungen bis zu 1920x1200 unterstützt. Euer Menüinterface, in Form eines Schreibtischs, werdet Ihr mit 30 Widgets, einem Notizblock und freischaltbaren Dekorationsgegenständen gestalten können.
Der Notizblock wird sich wohl als sehr nützlich, die Dekorationsgegenständen jedoch eher als schmückendes Beiwerk erweisen, mitunter unterhaltsam. Eine handgeknüllte Papierkugel macht sich auf dem Schreibtisch eines Werder-Managers zum Beispiel richtig gut. Eine kleine Erinnerung an eine große Überraschung. Ob in diesem Fall Böse oder Gute muss jeder selbst entscheiden.
Ersteindruck
Über das Konzept des Online-Modus könnte ich mich als langjähriger FM-Spieler eigentlich aufregen. Mir gefällt die Komplexität des Programms und die viele Arbeit, die man in es stecken kann. Aber ich bin Realist. Wenn acht Leuten ein Saison beginnen, die erst nach über 10 Stunden dauern würde, wären am Ende mit etwas Glück noch zwei übrig. Daher halte ich es für eine gute Idee, die Partien kurzweilig und unterhaltsam zu halten. Über den Rest des Managers mache ich mir keine große Sorgen, auch der Vorgänger war ein tolles Spiel. Das dürfte sich durch die 400 Änderungen nicht verschlechtern. Ganz im Gegenteil, die vielen Detailverbesserungen und Ergänzungen wie der Manager-Avatar werden die ohnehin gute Atmosphäre weiter aufheizen. Nur der Textmodus stößt bei mir auf Ernüchterung. Mit dem Live-Ticker-Stil bin ich schon im letzten Jahr nicht warm geworden. Das wird sich wohl auch trotz der 2000 zusätzlichen Ereignisse nicht ändern.




