GC 07 First Look: Hellgate London

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Flagship Studios
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
RPG
GC 07 First Look: Hellgate London [PC , looki.de]

GC 07 First Look: Hellgate London

Auch die Flagship Studios, vom Blizzard-Abtrünnigen Bill Roper gegründet, sind dieses Jahr mit ihrem Erstlingswerk Hellgate: London auf der Games Convention in Leipzig vertreten. Wir hatten die Möglichkeit, den ambitionierten Action-Rollenspielmix direkt vor Ort anzuspielen und schildern euch nun unsere Eindrücke vom Spiel.

Wir befinden uns in der britischen Hauptstadt London und schreiben das Jahr 2038. Nein, eigentlich haben wir 2007 und sind in Leipzig - und zwar vor einer Alphaversion von Hellgate: London. Die erste Zeitangabe ist zwar richtig, gilt aber lediglich für die Storyline des Spiels. Denn genau dann wird die Welt, wenn es nach den Entwicklern von Flagship geht, durch ein Höllentor von fiesen Dämonen heimgesucht. Und wir müssen deren Treiben natürlich ein Ende bereiten. Dafür basteln wir uns erst rollenspieltypisch einen Charakter zusammen. Dessen Erstellung läuft standardmäßig ab, uns stehen mehrere Gesichter und Frisuren sowie ein Zufallsnamengenerator zur Verfügung.

Weiter wollen erste Attributspunkte vergeben werden, die in vier Hauptkategorien verteilt werden: Präzision, Stärke, Ausdauer und Willenskraft. Jede Waffe benötigt dabei eine bestimmte Menge an Attributspunkten, um von unserem Charakter getragen werden zu können. Haben wir beispielsweise acht Stärkepunkte, unser Schwert aber fünf und ein kürzlich aufgesammeltes Schild vier benötigen, so können wir beide gleichzeitig nicht benutzen.

Erst wenn wir im Level aufsteigen, bekommen wir weitere Punkte, die wir frei und nach eigenem Willen verteilen können - eine Erfahrungspunkteleiste am unteren Bildschirmrand zeigt wie bei World of Warcraft den aktuellen EXP-Fortschritt an. Jede Charakterklasse besitzt einen Skilltree, der sich bei unserem Schwermeister in Allgemeine-, Schwert- und Aurenskills unterteilt. Mit steigendem Level kann man im Skilltree neue Fertigkeiten freischalten, da man genauso wie Erfahrungspunkte auch sogenannte Fertigkeitspunkte erhält.

Unsere Karriere als Dämonenbekämpfer fängt am Londoner Russel Square an. Gleich nach Ankunft in der Spielwelt erhalten wir eine Nachricht vom freundlich gesinnten NPC Murmur, der eine Straßenecke weiter auf uns wartet. Auf dem Weg zu ihm rennen uns erste Dämonen vor die Schwertklinge, die jedoch nach einigen kurzen Hieben auch promt am Boden liegen. Bei Murmur angekommen, erhalten wir gleich unseren ersten Auftrag - wir sollen ihm helfen, den gefallenen Seraph zu finden.

Nichts leichter als das, denken wir uns, uns machen uns auf die Suche, als wir eine Ecke den Ritter Althair kennenlernen, der uns vom grausamen Tod vieler Freunde berichtet und uns gleichzeitig ein Communiqué mit ins Gepäck gibt, das wir bei Gelegenheit bei Dr. Fawkes in der nahegelegenen Convent Garden Station abgeben sollen.

Dorthin und auch zu anderen Orten in der Hellgate: London Spielwelt kommt man aber nur über U-Bahn-Stationen. Die nahegelegenste ist in unserem Fall die Holborn-Station. Bis wir jedoch unseren Weg zur Convent Station, sprich in den nächsten Spielabschnitt antreten können, müssen wir erst genügend Quests an dem Ort absolvieren, wo wir uns gerade befinden.

Aber auch vor dem questen nehmen wir uns noch die Zeit um einige weitere Dinge in der Holborn-Statio zu erfahren. So erzählt uns unser Kollege Mig in der Nanoschmiedstation, dass sich Waffen und Rüstungen in verschiedene Einzelteile zerlegen lassen, mit Hilfe derer wir in der Nanoschmiedstation wiederum neue Ausrüstungsgegenstände konstruieren können. Werden wir während eines Kampfes verwundet, so können wir auf sogenannte Heilungsinjektionen zurückgreifen, die unsere Gesundheit auffrischen. Ebenfalls können wir bei verschiedenen Kontaktpersonen diverse Informationen über unsere Klasse und ihre Fähigkeiten erhalten. Ab Level 10, insgesamt kann ein Charakter bis Level 50 aufsteigen, kann unser Schwertmeister beispielsweise zwei Schwerter gleichzeitig benutzen, sofern es seine Attributspunkte denn erlauben. Bis dahin kann er entweder mit einem Schild oder einer Art Greifhaken durch die Level laufen, mit Hilfe dessen er Feinde an sich heranziehen kann - vor allem bei gegnerischen Fernkämpfern sehr brauchbar.

In Hellgate: London wird es insgesamt fünf zu spielende Akte geben und mit jedem Durchspielen des Spiels werden sich neue Schwierigkeitsgrade freischalten lassen - ähnlich wie in Diablo 2. Ebenfalls an das erste Diablo-Sequel erinnert das Inventar des Spiels, in dem Items je nach ihrem Seltenheits-Status angeordnet sind, die Questlog ist wiederum an World of Warcraft angeleht - man sieht dem auf den ersten Blick an, dass hier Ex-Blizzardler am Werk waren.

Weitere Parallelen zum erfolgreichen MMORPG finden sich im Wiederbelebungs-Feature von Hellgate: London. Nach seinem Ableben kann sich der Spieler entweder dafür entscheiden, direkt an seinem Todespunkt zu respawnen (gegen eine entsprechende Menge Palladium, dem goldartigen Zahlungsmittel im Spiel) oder als Geist am Levelanfang, bzw. der letzten U-Bahn-Station wiederaufzuerstehen und zu seinem leblosen Körper zu rennen.

Die meisten Waffen im Spiel lassen sich durch Relikte upgraden, was optisch sofort am Schießprügel sichtbar wird. Je nach Waffe können mal mehr, mal weniger Relikte verbaut werden. Wir haben z.B. mit einem Charatkter in einer anderen Klasse eine Wespenschwarm-Waffe gesehen, bei der Wespen aus dem Lauf abgefeuert worden sind und den Gegner sofort attackiert haben. Im fertigen Spiel planen die Entwickler neben dem Einzelspielermodus auch einen Coop-Modus einzubauen, in den man stets überall ein- und aussteigen können wird, außerdem befinden sich weitere Multiplayer-Modi noch in der Planung. Die Steuerung ist Shooter-typisch gehalten, bei Charakterklassen mit Schusswaffen kann man per Mausrad von der 3rd-Person bis in die 1st-Person-Perspektive reinzoomen. Auf Communtiy-Wunsch werden die Mannen von Flagship diese Zoom-Möglichkeit hoffentlich noch für alle Klassen umsetzen.

Das Interface von Hellgate: London lässt sich am besten wie eine Mischung aus World of Warcraft und Diablo 2 beschreiben. Grafisch sah das Spiel mehr als ordentlich aus, die Umgebung war sehr liebevoll designt, allerdings traten beim Laufen eine Menge Popups auf, sprich Gegenstände oder Vegetation poppte wie aus dem Nichts vor unserem Charakter auf. Die meiste Arbeit haben sich die Entwickler jedoch mit den Charakteren gegeben. Diese sind detailliert, stilvoll und vor allem perfekt an das Setting des Spiels angepasst.

Ersteindruck

Viel gibt es an Card Player Poker nicht auszusetzen. Es ist Poker, mehr nicht. Etwas schade sind die sehr schwachen Soundeffekten, die irgendwie das Prädikat „zusammengebastelt“ verdienen und eher stören als unterhalten. Gefreut habe ich mich über den flotten Spielstil. Nichts ist schlimmer, als ständig auf den nächsten Zug warten zu müssen. Leider sind die Karten arg klein geraten. Sie sind zwar in der Regel gut zu erkennen, aber spätestens im wackeligen Bus oder bei ungünstigeren Lichtverhältnissen wird das Ganze zum Erlebnis.

GC 07 First Look: Hellgate London [PC , looki.de]

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