Ghost Recon: Advanced Warfighter

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Red Storm Entertainment
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Shooter
Ghost Recon: Advanced Warfighter [PC , looki.de]

Ghost Recon: Advanced Warfighter

Genialer Einstieg

Als Anführer eines Teams von Elitesoldaten, den so genannten 'Ghosts', sorgen wir in Ghost Recon: Advanded Warfighter im Mexiko City des Jahres 2013 für Ruhe und Ordnung, als es zu Aufständen kommt. Und genau da setzt auch das Spiel an: Nach einer Videobesprechung geht es auch schon ab in den Flieger, der uns über dem Einsatzgebiet per Fallschirmsprung landen lässt. Schon diese Sequenz sorgte für herunterfallende Kinnladen: ohne eine erkennbare Ladezeit oder irgendwelche andere Entwicklertricks erleben wir das Abspringen in seiner vollen Güte. Und dann diese Aussicht: Eine riesige Stadt offenbart sich vor unseren Augen, alle Gebäude sind bereits Hunderte Meter entfernt von ihrer dreidimensionalen Schokoladenseite zu sehen und die Sonne sticht Euch extrem in den Augen.

Wir landen auf einer Brücke und schon hier sieht alles ziemlich ausweglos aus: Zerstörte Autos, menschenleere Straßen und die Tatsache, dass unsere Einheit genau da gelandet ist, wo sie nicht landen sollte, verheißen nichts wirklich Gutes. Von hier an wurde uns empfohlen, ziemlich vorsichtig zu sein. Gesagt, getan. Wir verlassen die Brücke mittels einer Treppe und hechten uns von Deckung zu Deckung. Immer noch herrscht eine beunruhigende Stille in den Straßen, die uns mit zunehmender Zeit wirklich die Kehle zuschnürt.

Doch dann: Die erste nicht wirklich nach einem Zivilisten aussehende Person unterhält sich mit einem anderen Soldaten der Aufständischen. Wir warten ab, bis dieser unseren Weg kreuzt und schalten ihn dann mittels gezieltem Kopfschuss aus. Doch wer weiß, wie viele von denen hinter der nächsten Ecke lauern? Duckend begeben wir uns weiter ins Terrain und ein kleiner Fehler unsererseits beschert uns einen ersten heftigen Feuerwechsel mit gleich drei Gegnern. Auf den letzten Metern waren wir nämlich einen Tick zu leichtsinnig und haben schon fast einen Schwung Salven abbekommen. Also nix wie hinter das nächste Auto und aus der Deckung heraus auf die unfreundlichen Gastgeber feuern.

Überzeugende Taktik-Action

Das klappt dank umfangreicher, aber dennoch intuitiver Steuerung sehr gut und so führen wir unseren Weg fort, bis wir endlich unseren ersten Teamkameraden treffen. Dieser ist zum Glück unverletzt und ebnet uns nun den Weg zum so genannten CrossCom-System. Soll heißen, sobald unser Teammitglied einen Charakter - ganz egal ob freundlich gesonnen oder nicht - erkennt, bevor wir es tun, wird uns das im Spiel signalisiert. Dies geschieht über ein vereinfachtes Ego-Display am oberen linken Bildschirmrand sowie über Markierungen im Sichtfeld. Grüne Markierungen deuten auf ungefährliche Menschen hin und was rote Markierungen bedeuten, muss hier wohl nicht näher erläutert werden.

Da wir der Anführer des Teams sind, sind die gut ausgebildeten Soldaten uns folglich also untergeordnet. Und auch der erste Folge-Befehl klappt sehr gut: Unsere KI-Kameraden bleiben bei diesem Befehl wie auch im echten Leben etwas auf Distanz, um so in der Gruppe effektiver zu fungieren und nicht gleich das ganze Team auf dem silbernen Tablett zu servieren, falls einer mal entdeckt werden sollte. Nun fehlen uns noch zwei Soldaten aus unserer Einheit, die, wir haben es nicht anders erwartet, irgendwo im Nirgendwo gelandet sind.

Wir begeben uns also nun zu zweit auf die gefährliche Suche. Dabei fällt vor allem auf, dass die künstliche Intelligenz nicht immer ganz fehlerfrei arbeitet. So bleiben unsere Kollegen doch schon gerne einmal an der einen oder anderen Ecke hängen, was angesichts der Hülle und Fülle von Objekten sicherlich ein verschmerzbarer Fauxpas der Entwickler ist, dennoch nach dem Erscheinen des Spiels eines Updates bedarf. Auch bei den Schusswechseln hätten wir uns manchmal gewünscht, dass die anderen 'Ghosts' nicht in unser Fadenkreuz laufen und sich ein wenig mehr am Geschehen beteiligen. Die Aktivität der Soldaten gerade in brenzligen Situationen bedarf derzeit noch eines gewissen Feintunings.

Und jetzt noch der Letzte!

Nachdem wir bereits einige Laufarbeit und Dutzende von gefährlichen Aufständischen hinter uns haben, treffen wir schließlich auf unser drittes Mitglied, als uns kurz darauf ein Funkspruch über die Unauffindbarkeit unseres vierten 'Ghosts' aufmerksam macht. Zum Glück hat man uns eine Sucherdrohne hinterlassen. Ja, Ghost Recon: Advanced Warfighter spielt zweifellos in der nahen Zukunft. Mit der erwähnten Drohne lassen wir das Gebiet, in welchem unser letztes Mitglied zuletzt gesehen wurde, gründlich sondieren et voilá: Wir haben ihn! Er ist verletzt und sitzt zudem noch in der tiefsten Scheiße, die sich ein echter Soldat nur vorstellen kann: umzingelt von Feinden, die selbst vor einem exzessiven Raketenwerfereinsatz nicht zurückschrecken.

Wir brauchen nun also eine echte Taktik. Gut, die brauchten wir schon vorher die ganze Zeit über, aber jetzt ist die Kacke wirklich am Dampfen! Wir lassen also zuerst die Sucherdrohne über dem Angriffsziel kreisen, um alle potentiellen Gefahren von vornherein lokalisieren zu können, beziehen dann Stellung und schicken unsere beiden Teamkollegen vor, die die Stimmung schon mal richtig anheizen sollen. Derweilen schalten wir quasi im Alleingang Raketenwerfer- und Scharfschützen aus, müssen uns dann aber doch ziemlich schnell zurückziehen, da uns ein MG-Schütze aufs Korn genommen hat. Leider mussten wir dabei auch ein wenig Blut lassen, denn mit einem einfachen Hechtsprung allein hatte sich die Situation nicht geklärt. Wir zücken also eine Granate und schicken die Typen somit über den Jordan. Nun ist die Luft endlich rein und wir können endlich zu unserem verletzten Mitglied vorrücken.

Da die ganze Lage immer aussichtsloser wird - die gegnerische Verstärkung lässt nicht lange auf sich warten - bekommen wir einen Evakuierungshelikopter zugeschickt, den wir natürlich fieberhaft erwartet haben. Noch im Helikopter sitzend, bekommen wir einen neuen Auftrag: Der amerikanische Präsident wird vermisst und wir sollen ihn aus dieser misslichen Situation befreien.

So spielt sich die erste Mission von Ghost Recon: Advanced Warfighter einfach nur atemberaubend und atmosphärisch aus exzellentem Holz geschnitzt. Dafür sorgt vor allem das ausgezeichnete Technik-Gerüst des Spiels. Es ist erstaunlich zu sehen und zu hören, was sich da auf dem Bildschirm abspielt. Die trügerische Stille, die von ruhigen Klängen getragen wird, sorgt dafür, dass man des öfteren einen Kloß im Hals hat, denn man weiß genau, dass es gleich wieder lauter wird. Nur wann und von wo lauern Gefahren? Das weiß man so gut wie nie und das ist es, was die Spannung und den Spielspaß von Advanced Warfighter in ungeahnte Höhen schießen lässt.

Auch grafisch macht das Spiel einen hervorragenden Eindruck: Schon der erwähnte Fallschirmabsprung und der Blick aus dem Helikopter auf die riesige und komplett dreidimensionale Stadt ist mehr als ein Eye-Candy. Die realistischen Animationen, der hohe Detailgrad der Texturen und allgemein die spürbare Liebe, mit der die Entwickler hier zu Werk gegangen sind, ist ein Garant dafür, dass Ghost Recon: Advanced Warfighter das kommende 'State of the Art' der Taktik-Shooter sein wird. Den kooperativen Mehrspielermodus konnten wir in der uns zur Verfügung stehenden Preview-Version leider noch nicht anspielen. Wenn dieser aber nur so halb so gut wird, wie die Spielstunden, die wir im Singleplayermodus verbracht haben, dann steht uns auch in dieser Hinsicht ein Hit ins Haus.

Ersteindruck

Wow, so intensiv können Shooter also sein! Ghost Recon: Advanced Warfighter verstand es, mich von der ersten Minute an zu fesseln. Das lag nicht nur am erdrückenden Szenario der mexikanischen Hauptstadt im Jahre 2013, sondern auch an den exzellent eingesetzten Soundeffekten und der realistisch wirkenden Optik.

Zu arbeiten haben die Entwickler noch an der künstlichen Intelligenz der eigenen Soldaten. Die hat nämlich manchmal die eine oder andere Macke. Den Spielspaß stört dieser Faktor allerdings nicht im Geringsten und da Advanced Warfighter bereits den Goldstatus erreicht hat, steht dem potentiellen Hitkandidaten wohl nichts mehr im Wege. Ich persönlich freue mich auf die fertige Version wie ein Kleinkind auf seine Zuckertüte.

Ghost Recon: Advanced Warfighter [PC , looki.de]

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