Infernal

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Eidos
Entwickler
Metropolis
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Andere
Infernal [PC , looki.de]

Infernal

Ihr werdet Euch auch wohl schon irgendwann einmal gefragt haben, warum Hauptcharaktere in Spielen meistens auf der guten Seite stehen. Ganz ehrlich: Wir wissen es selbst nicht! Seit Infernal macht uns aber die böse Seite irgendwie mehr Spaß. Warum das so ist, erfahrt Ihr in unserer Preview.

Du hast gesündigt, Lennox...

Das hat man(n) nun von der Frauenwelt: Ryan Lennox steckt tief in der Jauche. Er war ein ehemaliger Elitekämpfer der hellen Seite, genauer gesagt der göttlichen Etherlight-Agentur und schickte den Großteil der höllischen Ausgeburten ins endgültige Nirvana. Sein Motiv: Endlich wieder wie ein normaler Mensch leben und sündigen zu dürfen und ja, da hatten auch die Frauen ihren wesentlichen Anteil daran.

Nur zu schlecht, dass seine Ex-Kollegen ihn nun einen Kopf kürzer sehen wollen. Das stinkt nach göttlichem Verrat. Grund genug für Ryan, mit dem Teufel himself einen Pakt einzugehen und fortan als höllischer Krieger gegen die verräterischen Mistkerle von Etherlight vorzugehen. Ein echter Held lässt sich sowas halt nicht gefallen.

Kein großes Geheimnis also, dass wir in Ryans Haut schlüpfen und uns durch die unterschiedlichsten Level ballern dürfen. Die uns vorliegende Preview-Version war bereits weit fortgeschritten und gab einen guten Einblick in das, was uns in der fertigen Version von Infernal erwartet.

Höllisch geil!

Unser teuflisches Abenteuer beginnt mit dem Verrat an Ryan und dem versuchten Attentat. Klar, dass wir da ein Wörtchen mitzureden haben und es dauert nicht lange, da haben wir in bester 3rd-Person-Shootermanier schon den ersten Himmelskrieger aus den göttlichen Latschen gehauen. Irdischen Waffen wie einer 9mm und einer Maschinenpistole sei Dank.

Besonders cool ist die Möglichkeit, sich mit dem Rücken an alle möglichen Wände zu stellen und um die Ecke zu schielen. Taucht dann etwa ein Gegner auf, gehen wir kurz aus unserer Deckung heraus, ballern was das Zeug hält und gehen wieder in unsere Ausgangslage zurück. Dies dauert uns indes aber noch etwas zu lange, da man durchaus hier selbst noch den ein oder anderen Schuss abbekommen kann.

Erledigte Gegner darf man anfangs nur nach Waffen und benötigten Sicherheitskarten durchsuchen. Im späteren Spielverlauf bekommt Ryan dann die infernale Macht, echte Leichenfledderung zu betreiben. Soll heißen, sowohl Ausrüstung, als auch den allerletzten Lebenssaft sowie Mana dürft ihr getöteten Feinden aussaugen. Klar, dass dies nicht an „Brot für die Welt “ gespendet wird, sondern Ryan erhaltene Kräfte für den Eigenzweck nutzt.

Aber es wäre ja langweilig, wenn dies Ryans einzige höllische Kraft wäre. Nein, je weiter ihr im Spiel kommt, desto mehr Spezialfähigkeiten entdeckt unser Protagonist an sich selbst. Kämpft ihr zum Beispiel gegen gepanzerte Himmelskrieger mit aktiviertem Schutzschild, so benutzt einfach den sogenannten „Höllenangriff “. Hierbei fängt Ryans rechter Arm förmlich an zu brennen und egal mit was ihr gerade schießt: Es wird einen verheerenden Schaden anrichten. Selbst wenn ihr gerade keine Waffe habt, gibt es dann Faustschläge und Fußtritte from Hell.

Da geht doch noch was...

Eine weitere besondere Fähigkeit ist die „Höllensicht “. Benutzt ihr diese, verschwimmt die Umgebung zu einem grau-schwarzen Brei und ihr erkennt – gerade an dunklen Orten – noch nicht ausgesaugte Gegner wesentlich leichter. Des Weiteren spürt ihr mit der Höllensicht auch noch geheime Codes an Wänden auf und entdeckt ansonsten unsichtbare Lebens- und Manaquellen.

Und als wäre das alles noch nicht genug, dürft ihr nach bester Star Trek-Manier auch noch teleportieren. Getreu der Floskel „Beam me up, Scotty! “ wandelt euer Geist für eine gewisse Zeit an den gewünschten Ort.

In dieser Zeit gilt es beispielweise, Sicherheitsanlagen zu deaktivieren oder Kameras zu zerstören. Ist das Zeitlimit erreicht, wandelt euer Geist wieder zurück in euren Körper. So ballert, springt und teleportiert Ihr Euch also in den zahlreichen Levels, die mit kleinen Ausnahmen sehr atmosphärisch gestaltet wurden, bis zum wirklichen Finale, das wir leider in unserer Preview-Version noch nicht sehen konnten.

Etwas negativ fiel bisher auf, dass es zwar unterschiedliche Gegnertypen gibt, diese sich aber recht selten abwechseln und deshalb oft für eine gewisse Zeit sich ähnelnde Gegnerscharen auf Euch zustürmen.

Zeit, dies auszubessern, wird Entwickler Playlogic wohl nicht mehr haben, da Infernal bereits den Goldstatus erreicht hat und somit offiziell fertiggestellt ist.

Technisch eine Bombe!

Grafisch ist Infernal eine echte Wucht: Das Design der Charaktere ist gelungen, die Texturen sind gestochen scharf und die bombastischen Explosionen können sich mehr als sehen lassen.

Hier steckt zum Glück der sprichwörtliche „Teufel im Detail “, denn selbst umherfliegende Staubpartikel und ausgedehnte Lichtspielereien bietet die leistungsfähige Grafik-Engine von Infernal. Die überzeugende Physik-Engine rundet den großartigen Eindruck ab.

Auch akustisch macht die höllische Action eine Menge Spaß. Die deutsche Synchronisation passt fast immer perfekt zu den Charakteren, vor allem Ryan klopft ständig coole Sprüche. Die Effekte können ebenfalls begeistern, da es in den Gefechten vor bleihaltigen Argumenten nur so strotzt und auch die ein oder andere knackige Explosion den Spieler zusammenzucken lassen könnte. Die fetzige Musikuntermalung harmoniert mit dem durchgestylten Flair, dass Infernal zu jeder Zeit erweckt.

Ersteindruck

Infernal macht wortwörtlich höllischen Spaß: Der Hauptcharakter ist eine coole Sau sondergleichen, die Gefechte langweilen dank unterschiedlicher Spezialfähigkeiten zu keiner Zeit und auch technisch steckt im Spiel das Gelbe vom Ei.

Ich bin sehr gespannt auf die demnächst erscheinende fertige Version und denke schon jetzt, dass Infernal die kalten Spielmonate kräftig aufheizen dürfte. „Wolle “ Petry kann nun von mir aus gerne mit seinem Song „Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle“ abtreten, seit Infernal habe ich nichts mehr gegen die Hölle einzuwenden.

Infernal [PC , looki.de]

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