Master of Orion III
Master of Orion 2 gilt nicht nur bei Fans als Meilenstein des Genres und wird auch heute noch von vielen Magazinen als Referenzprodukt zu Vergleichen mit anderen, neueren Spielen herangezogen. Leider erreichte bis heute kein Spiel Qualität, aber auch Quantität der Referenz, und so beschloss Quicksilver, selbst einen dritten Teil zu programmieren und den Spieler ein weiteres Mal in die Rolle des Imperator schlüpfen zu lassen, der ein riesiges, viele Galaxien umfassendes Reich verwalten, erweitern, aber auch verteidigen muss.
Weites Land
Bevor der angehende Imperator sich allerdings in seine Aufgabenfelder wie Diplomatie, Wirtschaft und Kolonisation einarbeiten kann, muss er sich erst entscheiden, welchem Volk er vorstehen will. Und schon da wird der Spieler von den vielen Möglichkeiten fast erschlagen. 16 Rassen stehen zur Auswahl, neben recht gewöhnlichen Humanoiden wie den Menschen auch Echsenartige, Wasserlebewesen und Gasförmige. Neben dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der einzelnen Zivilisationen, einer unterschiedlichen Lebensweise und verschiedenen Kulturen besitzen viele Rassen auch Spezialfähigkeiten. Die Humanoiden sind besonders einfallsreich, während sich Insektioden auf ihren ausgeprägten Gemeinschaftssinn verlassen. Ebenso vielfältig gestaltet sich auch die Art der Planeten. Vom erdähnlichen Planeten mit großen Sauerstoff- und Wasservorräten über trockene Wüstenplaneten, auf denen Sandstürme zur Tagesordnung gehören, zu reinen Gasplaneten, die vorwiegend den gasförmigen Lebewesen als Heimat dienen, erstreckt sich die Vielfalt der einzelnen Planeten. Die vielen Galaxien sind in Sektoren vertreut angeordnet. Diese Sektoren setzen sich nun ihrerseits aus bis zu 256 Systemen zusammen, die Planeten, Monde und Asterioidengürtel enthalten, die allesamt besiedelt werden können. Genug Platz also, um sein Imperium über die Anlage von ausgedehnten Kolonien zu vergrößern. Doch nicht nur die Größe des eigenen Reiches vergrößert sich dadurch, auch strömen aus allen Winkeln des Imperims Raumtransporter, beladen mit wertvollen Mineralien oder gefundenen ausserirdischen Artefakte, zum Heimatplaneten und sorgen somit dafür, dass eine Autarkie gegenüber den Kontrahenten angestrebt werden kann.Vorsprung durch Technik
Ohne eine stabile Wirtschaft kann selbst der militärisch stärkste Imperator nicht lange seinen Thron behaupten, und so wird es in Master of Orion 3 vier grundlegende Wirtschaftsbereiche geben, die da wären Bergbau, Landwirtschaft, Forschung und Industrie. Wie im Vorgänger wird man spezielle Planetenfelder mit verschiedensten Industrie-, Farm- oder militärischen Anlagen bestücken können. Bergbau sorgt dabei für die Grundlage an Rohstoffen für Industrie, die ihrerseits unter anderem Gebäude und Raumschiffe produziert. Die landwirtschaft dient der Ernährung der Bevölkerung, während die Forschung dafür verantwortlich ist, dass die eigene Armee nicht mit einfachen Fregatten ankommt, während der Gegner schon den Todesstern in die Waagschale werfen kann. Wie alles andere In Master of Orion 3 wird auch die Forschung ein sehr komplexes Feld. Beginnend mit einem speziellen Themenbereich wird man diesen im Laufe der Zeit immer weiter vertiefen können, um so an immer stärkere technologische Erungenschaften zu gelangen. Die Wissenschaften sind dabei in sechs Bereiche eingeteilt, Biologisches, Mathematisches und Computerwissenschaften, Makrowissenschaften, Mirkrowissenschaften, soziale Künste und Wirtschaft.Mit aller Gewalt
Über kurz oder lang wird der Spieler auf andere Zivilisationen treffen, und es liegt in seiner Hand und an seinem diplomatischen Geschick, dieses erste Zusammentreffen nicht in einem Blutbad enden zu lassen. Je mehr Kulturen und Imperien entdeckt werden, desto vielfältiger werden die diplomatischen Möglichkeiten. Von einfachen Nichtangriffspakten über handelsverträge bis hin zu Allianzen und einem gemeinsamen Vorgehen gegen einen gemeinsamen Gegner ist alles möglich. Der Computer legt hierbei eine erstaunliche Intelligenz an den Tag, wird sich so zum Beispiel ergeben, wenn er fast geschlagen ist und eine Gegenwehr sinnlos wäre. Bevor jeoch zu Photonentorpedos und Ionenkanone gegriffen wird, wäre es taktisch klüger, den Gegner auszuspioniern, seine wahre Truppensärke zu erfahren und ihm eventuell die ein oder andere Technologie abzuknöpfen. Entsprechende Spezialisten werden in entsprechenden Einrichtungen ausgebildet, allerdings sollte man keine größere Bindung zu den Männern und Frauen Agenten eingehen, denn ein solches Leben ist hart, und wer einmal erwischt wird, kehrt nur selten zu seinem Heimatplaneten zurück. Ein enttarnter Spion gilt übrigens unter manchen Völkern als Kriegsgrund, und so sollte man bei dem Einsatz eines Spiones auch immer im Hinterkopf behalten, eventuell einen größeren Konflikt loszutreten. Natürlich ist auch eine Art Kalter Krieg möglich, wenn beide Kontrahenten in etwa gleich stark sind und sich ein offener Krieg für keinen der Beiden rentieren würde.Kommt es dann zu einem offenen Konflikt zwischen beiden Imperien, wird der Kampf in zwei Ebenen ausgetragen. Während im Weltall riesige Flottenverbände das Bild bestimmen, sind es auf festem Boden Panzer- und Roboterverbände. Im Weltall wird die Sicht auf das Schlachtfeld in 3D erfolgen. Vor dem Kampf werden an die Admiräle der Flotten Kampfpläne ausgegeben, die dann im eigentlichenGefecht auch eingehalten werden und durch spontan erstellte Taktiken ergänzt werden können. Während der Raumkampf noch in Echtzeit ablaufen wird, ist der Bodenkampf rundenbasiert. Auf einem Schlachtfeld, dass die für den Planeten typische Vegetation wiederspiegelt, wird in mehr oder minder großen Schlachten um die Vorherrschaft auf dem Himmelskörper gekämpft. Alle Einheiten, sowohl Weltraum- als auch Bodenkampfeinheiten werden im Laufe des Spieles mit jeder geschlagenen Schlacht erfahrener und können so die Situationen in einem Kampf besser meistern.
Neben dem Einzelspielermodus scheint auch der Mehrspielermodu ein besondere Schmankerl zu werden, wird er doch mit verschiedenen Zielsetzungen wie das Erreichen von bestimmten Rohstoffmengen oder die Vernichtung aller Gegner für genügend Abwechslung sorgen. Allianzen sind jederzeit untereinander möglich, doch müssen diese keineswegs eingehalten werden. Die Herrschaft in der Galaxis ist also noch lange nicht entschieden ...
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