Pearl Harbor 2: The Navy strikes back
Ein wenig skeptisch war ich schon, als ich die Preview Version von Pearl Harbor 2: The Navy strikes back installierte. Erinnerte ich mich doch an den ersten Teil Pearl Harbor: Strike at Dawn, der ja alles andere als gut war. Damals waren die Missionen nicht spannend und die Grafik altbacken, ganz abgesehen von etlichen Gameplay-Schwächen.
Im Nachfolger Pearl Harbor 2: The Navy strikes back erlebt man die Story aus der Sicht eines jungen amerikanischen Piloten und bekommt seine Briefings in Form von Tagebucheinträgen. Eigentlich ganz nett! Starten wir doch die erste Mission und fliegen los!
Auffallend ist gleich zu Beginn die recht altbackene Grafik. Verwaschene Texturen, starre, detailarme Models und eine Landschaft, die leblos wirkt.
Auch Flugzeuge, Häuser und Schiffe wirken sehr kantig . Nach dem ersten Schreck schwingen wir den Joystick!
Das Pearl Harbor 2: The Navy strikes back kein richtiger Flugsimulator ist, sondern ein actionbetontes Spiel mit einfacher Physik, war von Beginn an klar. Dass es aber überhaupt keine Physik in dem Spiel zu geben scheint, verwundert dagegen sehr. Man kann keine Loopings fliegen weil der Himmel einfach aufhört und man einfach mitten in der Luft, ab einer gewissen Höhe, stehen bleibt. Wenn man auf den Boden auftrifft, klatscht man einfach wie ein Flummi von der Oberfläche ab und verliert ein paar Punkte der Rumpfpanzerung.
Auch das Flug-Feeling kommt zu keiner Zeit auf, da die Maschinen einfach nur starr in der Luft hängen; wirkt wie Sex mit einem Stein! Da man keinerlei Toleranzen ausgleichen muss und das Flugzeug auch auf keine äußeren Einflüsse wie Wind oder Wasser reagiert (abgesehen vom Boden von dem der Flieger einfach hochklatscht) sinkt der Spaßfaktor, wenn er denn vorhanden war, ins Bodenlose.
Das einzige was wirklich positiv auffällt, ist der gute Sound. Die Waffen klingen recht annehmbar, die Motoren brummen auch recht fein daher und beim Sturzflug hört man das obligatorische Pfeifen. Der Sound ist aber auch wirklich das einzige was positiv auffällt, alles andere wirkt in der Preview Version doch recht undurchdacht, schäbig und lieblos.
Gut das ich auf meinem Amiga 500 noch das alte Wings of Fury habe, das macht wenigstens Spaß und ist umsonst...
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