Penumbra: Black Plague

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Paradox Entertaiment
Entwickler
Frictional Games
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Abenteuer
Penumbra: Black Plague [PC , looki.de]

Penumbra: Black Plague

Erst im März letzten Jahres überraschte das Entwicklerteam aus dem Hause Frictional Games die Liebhaber des Adventure-Genres mit dem Horrortitel Penumbra – Im Halbschatten, welcher gleichzeitig den Auftakt einer Trilogie darstellte; zum Erfolg trug dabei, neben einer subtilen Horroratmosphäre, vor allen Dingen eine innovative Steuerung bei. Nicht verwunderlich also, dass die Spieleschmiede bei dem im Februar erscheinenden Sequel auch auf gleiche Qualitäten setzen und lediglich in Sachen Technik und Rätsel die Messlatte höher hängen will. Wir hatten jedoch schon vorab die Möglichkeit einige Spielminuten zu genießen.

Hinein in den Horrorsumpf

Wie auch der erste Teil der Trilogie steht auch das Sequel ganz im Zeichen des Horrors und führt gleichzeitig die Geschichte des Vorgängers nahtlos fort. So schlüpft man auch in Black Plague in die Rolle des Physikers Philipp, der die Geheimnisse eines mysteriösen Briefes lüften möchte.

Vorerst gilt es jedoch aus einem unterirdischen Kellergewölbe zu entkommen und dabei möglichst viele Fallen unbeschadet zu umgehen oder auszuschalten. Anhaltspunkte, warum sich der Spieler jedoch in diesem gefängnisähnlichen Untergrundkonstrukt befindet, wer den Protagonisten hierher verschleppt hat, und was es mit den zahlreichen Operationstischen, die sich in fast jedem Raum wiederfinden, auf sich hat, wurde nicht geklärt. Zum Verständnis fehlten dabei Zwischensequenzen und vorantreibende Dialoge; lediglich kleine Briefe und Zettel mit wirren Nachrichten blieben, um einige Storyeckpunkte auszumachen.

Inwieweit sich dies in der finalen Version noch ändert, oder ob der Spieler storytechnisch wirklich ins kalte Wasser geworfen wird, war nicht abzusehen.

Einfache Rätsel und karge Wände

Beim ersten Anspielen lag somit der Fokus klar auf Rätsel und Atmosphäre. Letztere stand dabei dem Vorgänger in nichts nach und wirkte von Beginn an düster und bedrückend. Nicht verwunderlich also die Vergleiche mit Horrorfilmen wie Saw oder Hostel, die sich in der Vergangenheit einer ähnlichen Umgebung bedienten. Unterstützt wird die Gruselatmosphäre durch eine verbesserte Grafik und weichere Texturen, die in der Previewversion ebenso wie die Effekte jedoch noch nicht ganz ausgereift wirkten. Abgesehen davon schienen einzelne Räume noch etwas karg und einfallslos. Größte Enttäuschung waren indes jedoch die Rätseleinlagen, die sich viel zu linear, wenig abwechslungsreich und trotz innovativer Steuerungsmöglichkeiten nur bedingt innovativ präsentierten.

So galt es beispielsweise eine Laserbarriere zu überwinden, was anhand einer nahestehenden Tonne keinerlei Probleme machte; diese wurde kurzerhand zur Sprunghilfe missbraucht. Auch die Überquerung eines Wasserbeckens war nach kurzen Sprungeinlagen über im Becken schwimmenden Kisten nicht wirklich schwer.

So ziehen sich die verschiedenen einfachen Rätsel durch die ersten zwanzig Minuten des Spiels und vergebens wartet der Profi auf eine Steigerung des Schwierigkeitsgrades, denn mehr als Kistenschieben erwartet ihn zu Beginn zumindest nicht. Der Einsatz der Steuerungsmöglichkeiten beschränkt sich ebenfalls auf kleinere Dreh-, Sprung- und Schiebeinlagen.

Ersteindruck

Auch wenn die letzten Zeilen des Previews etwas negativ ausfallen, bin ich vom Potential in Penumbra – Black Plague, welches in einigen Momenten aufblitzte, durchaus überzeugt. So habe ich selten einen Titel gesehen, der die Spannungskurve auf eine solch subtile Art ansetzt, nur um den Spieler im richtigen Moment zu schocken; getrübt wird der Spielspaß dann jedoch durch die Rätseleinlagen, die aufgrund von linearem Leveldesign und begrenzten Erkundungsmöglichkeiten, viel zu leicht ausfallen. Hier vertraue ich jedoch auf das Entwicklerteam und hoffe, dass der Schwierigkeitsgrad im weitern Verlauf stärker ansteigt. In grafischer und soundtechnischer Hinsicht kann aufgrund der noch nicht ausgereiften Präsentation kein Urteil gefällt werden.

Penumbra: Black Plague [PC , looki.de]

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