Project Freedom
Im Outer Space ist das Leben kein Zuckerschlecken, es lauern immer Gefahren und Hinterhalte. Man muss ständig auf der Hut sein, um seine eigene Haut zu retten und seinen Auftrag erfüllen zu können. In Project Freedom taucht man sofort in diese Welt ein, denn schon das Intro führt einen auf den richtigen Weg, den Weg eines Kampfpiloten.
In der Preview-Version konnten wir unser Fliegertalent unter Beweis stellen.
Die einfach gehaltene Steuerung treibt den Spaßfaktor unverzüglich in die Höhe, denn außer den Geschwindigkeitsreglern muss man lediglich die Raketenarten für die verschiedenen Ziele, wie z. B. feindliche Raumschiffe oder Gebäude, wechseln. Als alternative Verteidigung kommt noch ein dauerhaftes Rollen in Frage, obwohl dabei die Übersicht komplett verloren geht. Die eigens von City Interactive entwickelte Grafikengine lässt nur wenige Wünsche offen, die Raketen sausen mit realistisch wirkenden Kondensstreifen durch die Lüfte und explodieren ebenfalls in sehr schönen, jedoch Rechnerleistung zerrenden, Effekten.
Das in der Virtual-Reality dargestellte Tutorial, in dem man in einem Raum ohne Texturen die Grundfähigkeiten beigebracht bekommt, wirkt dagegen wie eine billige Plastikfassade. Der Pixel-Shader 2.0 wurde allerdings bei einigen Explosionen viel zu stark in Anspruch genommen, sodass der Test-PC kurzeitig unter den flüssigen 25 fps (frames per second) lag.
Die ersten Missionen von Project Freedom verlaufen relativ gradlinig und monoton; Ihr Auftrag lautet: Beschützen Sie einen Frachter bis zum nächstgelegen Hypergate (Hochgeschwindigkeitsbahnen um schneller von Punkt A nach Punkt B zu gelangen). Nach den relativ kurz gehaltenen Missionen kannst Du deinen Spielstand speichern, eine Quicksave-Funktion ist nicht vorhanden.
Mit dem angeblichen Vorgänger Project Stars (europäischer Titel) bzw. Project Earth (US-Titel) hat Project Freedom gänzlich wenig zu tun. So war Project Stars noch im Weltraum-Strategie-Genre angesiedelt, fightet man jetzt als Kampfeinheit im Weltraum um Ehre Ansehen und Frags. Viele Freiheiten bekommt man trotz des Titels Projekt Freiheit nicht, die Möglichkeit erst ein anderes Gebäude zu zerstören, ist bei den gradlinigen Missionen nicht möglich, die einzige Variation liegt bei der Aufrüstoption für Raketen und Waffen.
Im Tutorial ein sehr schön beschriebenes Kampfspiel, sieht in der Realität anders aus. So gingen wir in die ersten Missionen und fragten uns, wozu sind die anderen Knöpfe da? Anscheinend haben sie in den ersten Missionen keine Bedeutung bzw. einige Teile (z.B. das Schild) sind noch nicht einsatzfähig. Ohne Schild im Weltraum unterwegs zu sein, schien uns recht schwierig und so kam es auch in der dritten Mission, wo Du einige wichtige Gebäude auf der Oberfläche eines Planeten zerstören musst, die für einen mittelmäßigen Spieler auf der einfachen Schwierigkeitsstufe, von insgesamt drei, schon happig erscheint. Immer wieder müssen die bereits zerstörten Flaktürme unter Beschuss genommen werden, da sich diese innerhalb kürzester Zeit wieder aufbauen.
Nach diversen Versuchen die Mission erfolgreich abzuschließen, freuten wir uns über die kurzen Ladezeiten. Schöne Effekte, eine einfache Steuerung und ein simples Spielprinzip runden Project Freedom zu einem gelungenen Spiel ab. Wenn in dieser Phase der Entwicklung keine groben Fehler entstehen, dann sollte sich Project Freedom zu einem Science-Fiction-Shooter der gehobenen Klasse entwickeln.
![Project Freedom [PC , Justgamers]](http://eur.i1.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20050506/05/2/1357347292.jpg)
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