Rainbow Six: Lockdown

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Ubi Soft
Entwickler
Ubi Soft
Erscheinungsdatum
Februar 2006
Genre
Shooter
Rainbow Six: Lockdown [PC , Justgamers]

Rainbow Six: Lockdown

Im Jahr 1998 kam das erste Rainbow Six auf den Markt und begründete so urplötzlich ein neues Genre. Als Mutter der Taktik-Shooter blieb das Spiel zu Tom Clancys-Romanvolagen lange Zeit die Referenz in dem Bereich und konnte mit sinnvollen Nachfolgern wie Rogue Spear und Raven Shield zwar keine weitere Revolution in Gang setzen, das bewehrte Spielprinzip jedoch immer weiter ausbauen. Nach dem großen Patzer mit den Konsolenfassungen kehrt Ubisoft zurück zu den Wurzeln und versucht den guten Ruf der Reihe mit der komplett überarbeiteten PC-Version wiederherzustellen.

Und? Ist’s nu besser?

Schwer zu sagen - die Fassung, die uns zur Verfügung gestellt wurde, war noch sehr unausgereift und wohl eher zur Demonstration der Features und der Grafikleistung gedacht. Das größte Manko der Konsolenvertreter war die schlechte künstliche Intelligenz, die sowohl Gegner als auch Mitstreiter an den Tag legten, dies verspricht Ubisoft komplett zu beheben – wovon wir in unserer Fassung allerdings recht wenig bemerkten. Doch darf gehofft werden. Entwickler Red Storm Entertainment ist Einsichtig und verspricht ein runderneuertes Spiel erster Klasse. Grafik im High End-Bereich, taktisch anspruchsvollere Einsätze und bessere Levelarchitektur, viel versprechende Goodies, wie das Waffentuning und der erstmalig in den Vordergrund gesetzte Story-Aspekt lassen Vorfreude aufkommen.

Die Insgesamt 16 Einsatzorte reichen vom französischen Marseille über Amsterdam bis auf eine sehr atmosphärisch in Szene gesetzte mittelalterliche Burg und fallen im Gegensatz zu den Konsoleneinsätzen deutlich größer und detailreicher aus. Details wie Einrichtungsgegenstände, Pflanzen und schwirrender Staub fügen sich fast schon genauso gut in das Gesamtbild ein, wie die grandiosen Licht- und Schatteneffekte. Wie in den Vorgängern schlüpfen wir in die Haut eines Anti-Terrorkämpfers der hochgeheimen Spezialeinheit Rainbow Six – doch ist nicht alles beim Alten geblieben.

Der bekannte Planungsbildschirm der Vorgänger wurde wegrationalisiert, Wegpunkte und Startbefehle fallen also komplett weg. Der Ausrüstungsbildschirm ist somit die einzige Chance vor dem eigentlichen Spielbeginn Einfluss auf die Mission zu nehmen um sich so eventuell einen Vorteil zu verschaffen.

Pimp my Benelli

Eine der wichtigsten Neuerungen ist der oben erwähnte Ausrüstungsbildschirm – auf dem ersten Blick recht unspektakulär, entfaltet sich das Management während des Spiels zu ungeahnter Wichtigkeit. Jedoch bemerken wir hier die zweite große Änderung – wie unser Team zusammengestellt wird, entscheidet das Spiel. Warum? Red Storm legt in Rainbow Six Lockdown deutlich mehr Wert auf die Geschichte und die Charaktere und benötigt so festgelegte Teams in den Missionen, die untereinander agieren. Natürlich dürfen altbekannte Mitstreiter wie Ding Chavez, Raymond, Price und Loiselle in einem Rainbow Six nicht fehlen und so freut sich der eingefleischte Fan über jeden Schnipsel Story den er über die schwer bewaffneten Recken erhaschen kann.

Vor jeder Mission kann der Spieler nun nur noch die Waffen verteilen und diese mit allerlei Goodies aufpeppen. Hier finden wir die größte Auswahl an Waffen und Gadgets die jemals in einem Rainbow Six zur Auswahl stand. Die Waffen können jetzt mit Zielfernrohren, Laserdots, Schalldämpfern und vergrößerten Magazinen ausgerüstet werden und bestimmen so entscheidend das Vorgehen des Teams und den Verlauf der Missionen.

Ersteindruck

Von heißen Kämpfen, Taktik und KI bei Gegnern und Mitstreitern ist in unserer Fassung noch nicht viel zu sehen gewesen. Um noch einen guten Titel aus Rainbow Six: Lockdown machen zu können muss sich Red Storm Entertainment vor allem an die Optimierung der künstlichen Intelligenz setzen, denn die sorgt sowohl auf den Konsolen als auch auf dem Heimcomputer für ein wenig spaßiges Rumgeballer, was einem Rainbow Six-Nachfolger einfach unwürdig ist. Man kann als Ding Chavez-Jünger ein wenig enttäuscht von der Ausbeute sein, die uns der Entwickler da vorgelegt hat – die uns zugeschickte Version war allerdings noch sehr früh, was eine genaue Einschätzung nicht möglich macht.

Das fertige Spiel soll 16 Level enthalten, die in guter alter RS-Manier auch im Multiplayer spielbar sein werden. Ob der Weg zu mehr Story und weniger Planung bei einem Rainbow Six-Spiel Sinn macht, werden wir spätestens sehen, wenn wir die Vollversion in den Händen halten dürfen - bis dahin darf noch gehofft werden.

Rainbow Six: Lockdown [PC , Justgamers]

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