SoF2: Double Helix
Nach dem Release von Jedi Knight II: Jedi Outcast, steht schon ein weiter Nachfolger eines Kassenschlages von Raven Software in den Startlöchern. Die Jungs aus Wisconsin, die ihren ersten Hit mit Heretic (damals noch von ID vertrieben) hatten, sind mittlerweile eine feste Größe im PC-Spiele Bereich und stehen für erstklassige Action.
Auch bei Soldier of Fortune 2: Double Helix hat sich daran nichts geändert. Dank der Quake3 Engine, die mit Ravens GhoulII-Renderingsystem (zuständig für die Animation der Treffer) und dem TORR-Terrain-System, sowie ICARUS, der Scripting-Sprache, die bereits in StarTrek: Elite Force benutz wurde, erweitert worden ist, erwartet den Spieler auch diesmal ein wahres Feuerwerk an Animationen.
Wieder in der Rolle von John Mullins, einem Anti-Terror-Söldner, wird der Spieler in 10 Missionen, die gut 50-60 unterschiedliche Level umfassen, quer über den halben Globus geschickt. So läuft man einmal quer über die Strassen Hongkongs, um sich schon kurze Zeit später durch ein Schweizer Krankenhaus oder einen dichten Dschungel Kolumbiens zu schlagen. Außerdem wird Raven in das Spiel vier Level implementieren, die das TORR-System unterstützen (ihr erinnert Euch an den Zug-Level in SoF), und den Spieler zum Beispiel an das MG eines Hubschraubers versetzen.
Um realistisches Verhalten der Gegner sicherzustellen wurden extra Fachleute auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz eingestellt. Diese haben die Intelligenz der Tangos mittlerweile soweit vorangetrieben, dass sie, wie echte Soldaten jede Deckung im Gelände ausnutzen und sich gegenseitig Deckungsfeuer beim Vorrücken geben oder sich eine neue Waffen suche, sollten sie ihre eigene verloren haben. Das gilt aber auch für Eure Verbündeten, so gibt es einen Level, wo man mit anderen Marines unterwegs ist und sich per Handzeichen verständig.
Auch der Realismus des Spiels wurde drastisch erhöht. So stehen dem Spieler gut 14 unterschiedliche Waffen zur Verfügung, die auch in der US-Army benutzt werden, wie das M4A1, die Mk. 203 SOCOM oder die OICW.
Die Handgranaten sind der jeweiligen Region angepasst, in der ihr euch befindet, so lassen sich in Russland nur Handgranaten im russischen Stil finden. Kugeln verhalten sich nun so, wie man es von ihnen erwarten würde, will heißen, großkalibrige Waffen gehen auch durch Betonwände, während Metall Querschläger produziert. Weiterhin unterhalten sich Eure Gegner in der jeweiligen Landessprache, natürlich mit Untertiteln versehen, falls eurer russisch etwas eingerostet sein sollte.
Raven hat auch in dem Nachfolger, an dem umstritten Blutgehalt des ersten Teils festgehalten. So gibt es nun mehr als 35 der sogenannten gore-zones, die alle einzeln animiert worden sind. Schießt ihr jemanden in den Fuß, so wird er erst auf seinem heilem Fuß herumhüpfen und dann wesentlich langsamer laufen, schießt man in die Hand lässt der Gegner die Waffe fallen, trifft man den Kopf... nun ja... Ob das in der deutschen Version jedoch erhalten bleibt ist eher fraglich.
Die Grafik
Die Grafik ist einfach nur beeindruckend. So hinterlassen alle Waffen absolut realistische Einschusslöcher. Selbst Handgranaten durch ein Fenster geworfen zerstören dieses nicht, sondern hinterlassen nur ein Loch, als wenn man einen Stein hindurchwirft. Die Grafik ist so überragend, dass man manchmal vor lauter Staunen vergisst, dass man eigentlich etwas ganz anderes zu tun hat und beobachtet wie sich die großen Grassbüschel langsam im Wind bewegen. Vor allem die Dschungel-Regionen sind einfach atemberaubend.Erreicht wird all dieses durch eine unglaublich hohe Pixeldicht, was sich natürlich auf die Hardwareanforderungen des Spiels niederschlägt. Unter einem PII mit 450 MHz, 128 MB RAM und einer 16 MB GraKa wird wohl nichts laufen. Werden aber Auflösung und Detailgrad höher eingestellt, müssen allerdings schon ein P4/Athlon (XP), sowie mindestens 256 MB RAM her.
Zum Multiplayer
Obwohl es Anfangs Zweifel gab, ob Raven einen MP-Support zu SoF2 hinzufügt, ist die Final-Version nun voll Multiplayerfähig. Man hat die Wahl zwischen 5 unterschiedlichen Modi: CTF, Deathmatch, TeamDeatmatch, Infiltration und Elimination. Bei den beiden letzteren muss ein Team einen Gegenstand aus der Basis des Gegners besorgen, was dieser natürlich zu verhindern sucht. Die insgesamt 9 vorgefertigten Maps, welche sogar Ravens Büros umfassen. Neben diesen vorgefertigten kann der Spieler mittels eines mitgelieferten Level-Editors auch selbst welche erstellen. Im Gegensatz zu den üblichen Leveleditoren, wo man fast ein Informatik-Diplom benötigt um damit klarzukommen, ist es hier sehr leicht. Einfach nur den gewünschten Level-Typ (Schnee, Wüste, Dschungel oder Hügel), sowie die Tageszeit einstellen und das Programm generiert einen kompletten neuen Level, welche sich auch ziemlich gut spielen lassen.Ersteindruck
WOW... mehr fällt mir dazu nicht ein. Ein Spiel, dass sich in eine Reihe mit den grossen Shootern stellen kann. Die Grafik genial, das Gameplay überragend, alles in allem ein Spiel das sich lohnt gekauft zu werden.
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