The Chronicles of Spellborn
Wenn die RPC eines war, dann das Mekka der Onlinerollenspiele. Neben Age of Conan, Warhammer Online, World of Warcraft und vielen anderen, eher unbekannten MMORPGs erregte dabei vor allem The Chronicles of Spellborn Aufmerksamkeit. Wir ließen uns die neuesten Enwticklerstreiche erklären und uns einen Gesamtüberlick über die derzeitige Closed Beta geben.
Dem Trend folgend, wird auch The Chronicles of Spellborn seinen Spielern eine ausgereifte Geschichte an die Hand geben. Dabei ist momentan noch unklar, wofür die einzelnen Rassen letztlich wirklich kämpfen. Offensichtlich ist aber schon, dass die Welt, wie wir sie kennen nicht mehr existiert. Einst meinten nämlich acht Dämonen Unheil und Zerstörung in das Spellborn-Universum bringen zu müssen. Dadurch wurde unter anderem auch die Erde in ihre Einzelteile zerlegt, wodurch das meiste Leben ausgelöscht wurde. Die bemitleidenswerten Kreaturen, die die Apokalypse überlebt hatten, fristen nun ihr Dasein auf sogenannten Splintern, die unweigerlich auf den riesigen Strudel zusteuern, der bei den Ereignissen der Vorzeit entstand und sie letztlich verschlingen wird. Deshalb gibt es in der Welt von The Chronicles of Spellborn auch keinen Himmel, alles findet in gigantischen Höhlenkonstruktionen statt.
Dabei erinnert die Vegetation trotzdem noch stark an die der Erde. Auch der architektonische Stil scheint den Menschen nicht abhanden gekommen zu sein. Die Gebäude erinnern in ihrem Stil stark an jene, die wir auch aus World of WarCraft kennen. Das wirkt zunächst erst einmal nicht besonders originell, nichtsdestotrotz kann man den Entwicklern nicht abschlagen, dass das, was wir bisher sehen durften, durchaus Extravaganz hat und zum Spielen einlädt. Die aufgepeppte Unreal Engine 2.5 macht einiges her.
Im Spellborn-Universum gibt es übrigens nur zwei unterschiedliche Rassen. Die einen sind die Menschen, die anderen bezeichnen sich selbst als Deavi und sind eine Mischung aus Dämonen und Menschen. Bei der Erstellung eines neuen Charakters unterscheiden sie sich aber zunächst erst einmal nur äußerlich. Jeder Rasse stehen die drei Klassen Krieger, Schurke und Magier offen. Diese können dann während des Spiels weiter spezialisiert werden. Dabei legt The Chronicles of Spellborn jedoch weniger Wert auf eine grundverschiedene Entwicklung.
Viel mehr soll jede Klasse die Möglichkeit haben in einer Gruppe jede x-beliebige Position einzunehmen. So wird man später wohl auch als Magier auf Tank skillen können. Da es keinen Heiler gibt, haben auch alle Klassen die Möglichkeit diese Fähigkeit zu erlernen. Da wird aus dem Krieger schnell mal ein magiebegabter Paladin. Wir groß ist die Auswahl natürlich nicht. Wie uns die Entwickler aber versicherten wäre dies die beste Lösung, um ein ausbalanciertes PvP-Spiel auf den Markt zu werfen und vor allem auch für Gelegenheitsspieler interessanter. Tatsächlich legt The Chronicles of Spellborn das Augenmerk stark auf Spieler gegen Spieler-Gefechte, weswegen auch Ausrüstungsgegenstände keinen statistischen Wert besitzen werden. So kann man sich bereits bei der Charaktererstellung mit den coolsten Rüstungen und Waffen ausrüsten. Letzere können durch so genannte Runen aufgerüstet werden. Diese werden dann wohl bestimmte Zauber oder Statuswerte verbessern und müssen in den Questreihen gefunden werden. Eine mutige Idee, das muss man den Verantwortlichen auf jeden Fall lassen.
Auch das Kampfsystem hebt sich stark von anderen Online-Rollenspielen ab und hat im Prinzip das Potenzial das Genre zu revolutionieren. Dieses bietet dem Spieler nämlich nicht mehr die Möglichkeit einfach ein Ziel anzuvisieren und sich dann zurückzulehnen. Viel mehr muss man selbst gegnerischen Angriffen ausweichen, eine geeignete Position finden und dann gut zielen, um den Hieb oder den Zauber perfekt zu platzieren. Aus diesem Grund wird The Chronicles of Spellborn, ähnlich wie Online-Ego-Shooter vor allem ein skillbasiertes Spiel werden, wodurch es dich nicht nur einer neuen Klientel, sondern wahrscheinlich auch einer regen Community erfreuen darf. Im Kampf benutzt man sogenannte Skilldecks. Diese befinden sich im unteren Bildschirmbereich und können mit unterschiedlichen Angriffstypen belegt werden. Jedes Deck ähnelt einer Rolle mit sechs Seiten, welche jeweils fünf Fähigkeiten aufnehmen können. Löst man nun etwa einen Standardangriff auf Seite 1 aus, so benötigt dieser eine gewisse Cooldown-Zeit. Das Deck wechselt automatisch zu Seite 2, wo man auf neue Fertigkeiten zugreifen und diese ausführen kann. Dadurch lassen sich mächtige Combos herbeiführen. Das Ganze dürfte zwar anfangs gewöhnungsbedürftig sein, später im Spiel aber die PvP-Schlachten stark vereinfachen und den Langzeitspaß optimieren.
Bei 50 ist vorerst Schicht!
Der Titel wird übrigens erst einmal eine Levelgrenze von 50 beinhalten. Damit den Spielern danach nicht langweilig wird, gibt es genug Arenen, die auf Solospieler und Gilden warten. Dort werden dann Turniere, Ausscheidungskämpfe und so weiter stattfinden. Das Gleiche gilt für die Höhlen, die es in Spellborn gibt. Diese sind ein Haupttreffpunkt verfeindeter Clans.
Ersteindruck
The Chronicles of Spellborn geht im MMORPG-Genre komplett neue Wege. Diese Innovationslust dürfte sich letztlich auszahlen, denn viele Spieler sind durch World of Warcraft gesättigt und verlangen nach Neuem. Das skillbasierte Kampfsystem, die statistiklosen Items, die mutige und interessante Geschichte und das auf PvP-Kämpfe ausgelegte Gameplay könnten dabei genau die Elemente sein, die The Chronicles of Spellborn vom Rest des Genres abheben und es alle anderen derzeitigen Konkurrenten, wie Age of Conan und Warhammer Online abhängen lassen. Grafisch bietet es für ein Online-Rollenspiel ebenfalls ansprechende Kost, wenngleich die architektonische Ähnlichkeit zu WoW nicht übersehen werden kann. Wir sind gespannt, ob die Gilden letztlich auch genug Support vom Spiel selbst erhalten, um einfach eine große Gemeinschaft aufzubauen. Was wir jedoch bisher gesehen haben, war klasse.
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