Virtua Tennis

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Sega
Entwickler
Sega
Erscheinungsdatum
März 2002
Genre
Kampf
Virtua Tennis [PC , Justgamers]

Virtua Tennis

Auf der „praktisch gestorbenen“ Konsole Dreamcast von Sega gibt es richtig gute Spieleperlen. Dazu gehört auch Virtua Tennis, eine wirklich gute Tennissimmulation. Letztes Jahr gab Empire bekannt, dass sie nun dieses Spiel auf den heimischen PC bringen wollen. Konnte es sich doch auf der DC recht gut verkaufen, hofft man nun also auch auf einen Verkaufsschlager. Dafür sind die Chancen nicht schlecht; für den PC gibt es bisher nicht viele wirklich gute Tennissimulationen.

Über einen längeren Zeitraum hat man nun nichts mehr von der Konvertierung gehört, vor ein paar Tagen wurde nun die Demo released und auch diesen Monat soll das Spiel veröffentlicht werden.

Das zelebrierte Spielgefühl spiegelt sich sofort auch in der PC-Version wieder: Erstklassiger Sound, geschmeidige Animationen und einfache Steuerung!

Steuerung

Letztere besteht aus gerade mal 2 (!!!) Knöpfen neben den Bewegungstasten: Normaler Schlag und Lob. Bemerkenswert ist wirklich die Umsetzung: Der Tennisspieler handelt genauso, wie man es sich gewünscht hat; selten kommt es jedoch zu Aussetzern.

Schon in den ersten Sekunden merkt man, dass das Tempo eher in Richtung Arcade als Simulation tendiert: Ziemlich schnell und reaktionsstark rennen die Akteure übers Spielfeld und legen eine Hechtrolle nach der anderen hin; Schürfwunden gibt es nicht...

Grafik

Nicht schlecht. Vor allem die Animationen sind gelungen, ob die Spieler nun den Filzbällen hinterherrennen oder sich zwischen den Ballwechseln über verlorene Punkte ärgern, alles wirkt realistisch und geschmeidig. Auch die Akteure selbst sind schön texturiert und sehen ihren Vorbildern verblüffend ähnlich. Da wären wir aber schon bei einem Kritikpunkt der Demo, denn in der Spielerauswahl sind gerade einmal 7 Länder mit jeweils einem Vertreter integriert, es gibt noch 8 Bonus-Charaktere, die man erst freispielen muss. Insgesamt wirkt das Spielfeld sehr realitätgetreu; Balljungen warten auf ihren Einsatz und Zuschauer quittieren jedes längere Spiel mit Klatschen.

Es gibt in der Demo zwei Perspektiven, einmal die fernseh-übliche Draufsicht und die „Schulterkamera“, die zwar grafisch schick aussieht, aber kaum spielerischen Sinn macht.

Sound

Auch der Sound ist wirklich gelungen, vom Quietschen der Schuhe auf Hallenboden bis hin zu den Ansagen des Schiedsrichters ist alles enthalten. Stimmige Hintergrundmusik motiviert zum Weiterspielen.

Gameplay

Auf der DC zelebriert, hinterbleibt auch auf dem PC ein guter Eindruck; 4 verschiedene Schwierigkeitsgrade (von einfach bis sehr schwer) geben Einsteigern die ersten Erfolgserlebnisse und fordern Profis. Die KI agiert wirklich angemessen:

Während der Gegner in den ersten Schwierigkeitsgraden noch (fast) jeden Ball an sich passieren lässt, wird es spätestens bei sehr hart schwierig, auch nur an Einen zu gelangen. Die KI steht dann immer richtig und schmettert den Filzball mit extremer Härte zurück.

Etwas mager sieht jedoch das Hautmenü aus:

Gerade 4 Spielmodi (Arcade, Exhibition, Network und World Circuit) warten auf den Spieler, hoffentlich ist letzterer so gut, dass er dieses Defizit ausgleichen kann.

Virtua Tennis [PC , Justgamers]

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