Wakeboarding Unleashed Feat. Shaun Murray
Bretter, die die Welt
Nach dem famos inszenierten Intro, welches perfekt auf das Folgende einstimmt, gelangt man ins Hauptmenü. Zur Wahl stehen dort neben einem Einzelspielermodus auch ein Zweispielermodus, wobei aber nur an einem PC zu zweit gespielt werden kann. Ein Online- bzw. ein Netzwerkteil fehlen leider gänzlich. Im Singleplayer stehen neben einem Freedrive- und einem Freeride-Modus auch ein Karrieremodus zur Verfügung. Im Freeride kann der Spieler die bereits freigespielten Strecken besser kennen lernen und seine Tricks perfektionieren. Im Freedrive hingegen wird das ganze Geschehen kurz in ein Rennspiel verwandelt, denn dann fahrt Ihr mit Motorbooten gegen die Zeit. Tricks können hier aber nicht vollführt werden.
Aber das Herzstück des Spiels bleibt dennoch der Karrieremodus. Hier fängt man als Anfänger ganz unten an und muss sich im Laufe der Zeit an immer neuen Aufgaben und Highscores messen. Dadurch werden auch Strecken freigespielt, die dann im Freeride-Modus angewählt werden können.
Natürlich hat der Spieler in WBU auch die freie Qual der Wahl, wenn es darum geht, mit wem man auf die Bretter geht. Zur Wahl stehen neben dem namensgebenden Shaun Murray, auch noch Wakeboard-Größen wie Dallas Friday, Collin Wright oder Tara Hamilton, sowie einige andere. Die unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Sprunghöhe, Geschwindigkeit und Trickvermögen.
Apropos Tricks: Die Boarder haben ein großes Repertoire an unterschiedlichen Invert-, Grab- und Railtricks parat. Hier wird dann aber nicht mehr auf physikalische Genauigkeiten geachtet, denn mit einer Simulation hat WBU so viel am Hut, wie der Teufel mit der Kirche.
Wenn Ihr mit einem Affenzahn meterhoch über Hügel springt und nebenbei noch an ein Paar Schiffswänden grindet, dann wisst Ihr was damit gemeint ist. Leider artet das Performen der Tricks bei Laien am Anfang allzu oft in Hektik aus, was dann mit einem beherzten Sturz auf die Fresse endet.
Optisch ist WBU zweifelsohne sehr schick. Das liegt nicht zuletzt an den wahnsinnig schönen Wasser- und Welleneffekten. Selten sah man das kühle Nass so realistisch schäumen und sich bewegen wie hier.
Auch die Animationen der Wakeboarder sind geschmeidig und wirken nur in den seltensten Fällen abgehackt. Die Umgebungen könnten aber detailreicher sein, so wirkt das ganze Drumherum manchmal etwas leer. Den Fahrern hätten ein paar Polygone mehr auch nicht geschadet.
Akustisch hält sich das Spiel, was die Soundeffekte angeht, leider etwas zurück. Die gelungenen Musikeinlagen des wirklich coolen Soundtracks während der Sessions übertönen einfach alles. Ein bisschen mehr Wellenbrausen oder Sounds von jubelnden Zuschauern etc. wären hier nicht fehl am Platze gewesen.
Ersteindruck
Ein Exot unter den PC-Spielen ist Wakeboarding Unleashed wirklich, aber ein sehr guter dazu. Die Runden die man während der Sessions dreht, könnten spaßiger nicht sein. Dafür sorgt das arcadelastige Prinzip des Spiels. Wenn bis zum Release noch die Sounds und Figuren verfeinert werden, dann steht mit WBU ein echter Tony Hawk-Konkurrent in den Läden. Man darf gespannt sein.
VIDEO
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