Gesamtwertung28%/10 |
GrafikMangelhaft SoundUngenügend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Grafischer Totalschaden
Dass man von einem Titel, welcher die Spiel-CD-Rom gerade einmal mit knapp 160 MB füllt, in technischer Hinsicht nicht viel erwarten konnte, war sicherlich abzusehen; dass der Spieler jedoch eine Grafik auf dem Niveau eines Need For Speed 2 vorgesetzt bekommt, schockiert dennoch. So präsentieren sich die Straßen texturarm, öde und einseitig, die Fahrzeuge klobig und kantig und Passanten sowie Fahrzeughalter steif und unbeweglich. Insgesamt wirkt alles recht leblos und trist und auch die an den Straßenseiten befindlichen Bäume, Häuser oder Parkanlagen können dem Ganzen wenig Leben einhauchen, wodurch manche Ortschaften durchaus mit Silent Hill verwechselt werden könnten.
Mucksmäuschenstill!
Wer schon immer ohne plärrendes Kindergeschrei, nervige Pop-Songs im Radio und lärmendem Straßenlärm eine Strecke mit dem Auto zurücklegen wollte, ist hier genau richtig. Ebenso leblos wie die Grafik beschränkt sich nämlich auch die Soundkulisse auf das Notwendigste, bzw. Zweckmäßigste. Im Klartext bedeutet dies, dass es neben dem Motorengeräusch, der Hupe sowie einem mittelmäßigen Hintergrundmusik im Menübildschirm keinerlei soundtechnische Abwechslung gibt.
Immer schön den Blinker setzen!
Zugegeben, präsentiert sich die Bedienung der riesigen Lastwägen als durchaus realistisch. So verlängert sich der Bremsweg bei angelegtem Anhänger und auch die Lenkung wirkt schwerer als bei einem Sportwagen. Zusätzlich müssen Blinker beim Abbiegen sowie Verkehrsregeln beachtet werden, um nicht von der Polizei angehalten zu werden und eine saftige Geldstrafe kassieren zu müssen. Doch trotz allem Realismus müssen auch in diesem Bereich Abstriche gemacht werden. Realismus hin oder her: Ein Truck ohne Anhänger, der gerade mal umgerechnet 20 km/h fährt kann unmöglich einen Bremsweg von 300 Metern haben. Darüber hinaus wirkt die Lenkungen an manchen Stellen zu klobig und hakelig.
Der Traum eines jeden Fernfahrers
Stundenlang in der Einöde eine immer länger werdende Straße entlangzufahren, ganz ohne Radio oder anderer Gesellschaft. Eine schöne Vorstellung oder? Zugegeben, werden eingefleischte Fans die Trips über Mexikos Highways lieben und auch die frischen Wetterwechsel genießen, Einsteiger in das Genre und Rennspielfans werden jedoch vor Langeweile sterben. So beschränkt man sich im Spiel von einem Ort zum anderen zu fahren, Waren pünktlich abzuholen und abzugeben und auf dem Weg möglichst wenige Unfälle und Ordnungswidrigkeiten zu begehen. Selbstverständlich wird auch die Möglichkeit geboten seinen Truck zu tunen, zu verschönern oder die Garage um einige LKWs aufzustocken; mit 34 Trucks an der Zahl ist zumindest hierbei Abwechslung geboten.
Ohne Führerschein geht nichts
Da die Entwickler gänzlich auf ein Tutorial und ein Handbuch verzichtet haben, gilt es für den Spieler selbst hinter die Missionsstruktur zu kommen (sofern er nicht auf die versteckte driving.html im Installationsordner des Spiels gestoßen ist). In Sachen Bedienung wird auch ein Einsteiger schnell den Truck unter Kontrolle bringen können; ansonsten empfiehlt es sich die allgemeinen Verkehrsregeln zumindest ansatzweise zu beherrschen.
18 Wheels of Steel: American Long Haul im Test.
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