Gesamtwertung84%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Nach dem ersten Addon War Chiefs schicken die Age of Empires 3 Entwickler von Big Huge Games die Spieler nun in den fernen Osten. Dort warten in Form des zweiten Erweiterungspacks The Asian Dynasties neue Herausforderungen auf engagierte AoE-Spieler. Wir haben uns das mit Spannung erwartete Addon genauer angeschaut und sagen euch, ob und für wen sich der Kauf lohnt.
Tour de Asien
Neben der Entdeckung und Erschließung der Neuen Welt durch die großen europäischen Königreiche im 17. Jahrhundert war auch in einem anderen, weit entfernten Teil der Welt viel los. Auf dem asiatischen Kontinent lieferten sich die drei einflussreichsten fernöstlichen Länder einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft in ihren Gefilden. Und gerade die Geschicke dieser drei Nationen, der Chinesen, Inder und Japaner gilt es im Addon The Asian Dynasties zum Echtzeitstrategiesequel Age of Empires 3 zu leiten. The Asian Dynasties verfügt über eine große Kampagne, die in drei Teile mit je fünf Missionen für jede neue Ost-Zivilisation gegliedert ist.
Die Reinfolge der Abschließung dieser Kampagne ist dem Spieler überlassen will er anstatt der Inder lieber zuerst die japanischen Missionsanreihungen in Angriff nehmen, so kann er dies problemlos machen. Historisch basieren einige der 15 enthaltenen Szenarios auf realen Begebenheiten, andere wurden von den Entwicklern frei erfunden.
Jede asiatische Nation hat darüber hinaus ihre eigenen Helden und Bösewichte, die vor allem in den Ingame-Zwischensequenzen eine tragende Rolle spielen und die Story vorantreiben.
Mini-Neuerungen
Das Spielprinzip des Addons unterscheidet sich von dem des Hauptspiels in keinster Weise. Noch immer gilt es, sofern man sich nicht gerade in einer speziell designten Kampagnenmission befindet, seinen Gegner auf der Spielkarte im klassichen Echtzeitstrategiestil zu besiegen Rohstoffe sammeln, Gebäude bauen, Soldaten rekrutieren, Gegner angreifen und vernichten.
Der größte und zugleich markanteste Unterschied ist das asiatische Setting. Die Entwickler haben sich mit dem fernöstlichen Design der drei Kulturen, Hauptstädte sowie der Spielumgebungen viel Mühe gegeben und erzeugen somit ein mehr als überzeugendes und anziehendes Asien-Flair.
Jede neue Nation hat ihre ganz persönlichen Eigenheiten, die sie sowohl von den anderen zwei verwandten als auch von den fremden europäischen Völkern unterscheidet. So errichten Chinesen beispielsweise wegen ihres typischen Bevölkerungsreichtums keine einfachen Hütten, sondern ganze Mini-Dörfer als Behausungen für ihre Einwohner. Inder wiederum beginnen eine Partie immer mit zwei berittenen Elefanten anstatt des für Age of Empires 3 typischen Entdeckers und japanische Schreine versorgen ihr Dorf mit einer begrenzten Anzahl an Ressourcen.
Um seine drei Zivilisationen Schritt für Schritt zu entwickeln, ist es nötig, in neue Zeitalter vorzudringen. Das ist Age of Empires 3-Spielern sicherlich nicht unbekannt neu ist, dass jedes neue Zeitalter zivilisationsspezifische Weltwunder voraussetzt. Erst nach deren Erbauung darf man das neue Zeitalter erforschen.
Außer dieser grundlegenden Bedeutung haben die liebevoll designten Weltwunder auch noch weitere Eigenschaften. Ein Weltwunder erhöht die Stärke der Kampftruppen, ein anderes sendet in regelmäßigen Abständen Einheiten ins Dorf und ein weiteres ermöglicht wiederum die Erstellung von speziellen und extra schlagkräftigen Truppen. Viele der Weltwunder sind darüber hinaus an bekannte Bauten aus der fernöstlichen Kultur angeleht.
Neues Futter für Multigefechte
Die auch im Hinblick auf den Multiplayermodus womöglich wichtigste Neuerung von The Asian Dynasties, sind die neu dazugekommenen Spielmodi, die man entweder im Skirmish gegen KI-Gegner oder über Internet und LAN mit menschlichen Kontrahenten bestreiten kann. Dort wo das Hauptspiel lediglich zwei Modi bot, gleicht The Asian Dynasties das von den Fans kritisierte Defizit nun mit den neuen Modi Regicide, King of the Hill und Treaty aus. Regicide bezeichnet einen Spielmodus, in dem es die Aufgabe des Spielers ist, seinen Regenten zu beschützen einen besonders starken Charakter, ähnlich wie den Burgherren in Stronghold. In King of the Hill gilt es für alle am Spiel teilnehmende Parteien ein Fort irgendwo auf der Spielkare einzunehmen und für eine bestimmte Zeit zu halten.
Bei Treaty herrscht am Anfang der Partie eine vom Host bestimmte Friedenszeit, während der sich die Spieler nicht angreifen können jedoch darf man die Häfen und damit den Hauptstadt-Nachschub seiner Rivalen blockieren. Mit Treaty - No Blockade gibt noch einen Submodus des Treaty-Spieltyps, der es den Spielern anders als bei einer normalen Treaty-Partie nicht ermöglicht, Schiffsladungen aus der Heimatstadt des Feindes zu blockieren.
Fest steht mit The Asian Dynasties bekommt man für einen vernünftigen Preis ein unverzichtbares Erweiterungspack, dass auch viele Spieler, die das Hauptprogramm bereits auf nimmer Wiedersehen im Regal verstaut haben, wieder vor den Bildschirm locken wird.