Agon -The Mysterious Codex

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Kalypso Media GmbH
Entwickler
Moonbyte
Erscheinungsdatum
-
Genre
Abenteuer
USK
0
Agon -The Mysterious Codex [PC , looki.de]

Gesamtwertung

70%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Befriedigend

Agon -The Mysterious Codex

Mittlerweile ist es in der Branche landläufige Meinung, dass zu jedem einigermaßen erfolgreichen Spiel mindestens ein Nachfolger erscheinen muss. Wenn dieser dann ebenso erfolgreich ist, wie der erste Teil, wird schnell noch ein Prequel gestrickt, frei nach dem Motto: Was die Spieler schon immer über die Hauptcharaktere hätten wissen müssen, wenn wir die Story noch früher angesetzt hätten. Ein gutes Beispiel für Film und Spiel wäre die legendäre Star Wars Sage. Seltener hingegen ist es, ein Spiel von vornherein auf mehrere Episoden aufzuteilen. Den absoluten Spitzenplatz in Sachen Episoden-Folgen streben nun die Entwickler des jüngst erschienenen Titels AGON: The Mysterious Codex an. Dieser soll auf nicht weniger als insgesamt 14 Episoden ausgelegt werden. Dass das Unterfangen nicht immer so einfach ist, zeigt allein die Tatsache, dass die beiden ersten Teile im Original bereits vor vier Jahren erschienen sind, der Ditte 2004 und der vierte, geplant für 2006, noch immer nicht im Handel steht. Wir haben nun die ersten drei Teile, die vorher ausschließlich via Download erhältlich waren, und jetzt auf DVD in kompakter Version erhältlich sind, ausgiebig angespielt und verraten, ob sich das Warten auf die kommenden Teile lohnen wird.

Sehr mysteriös

Im Spiel schlüpft ihr in die Haut eines Professors für Altertumsforschung mit Namen Samuel Hunt. Hunt arbeitet am berühmten Britischen Museum. Die Story spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eines schönen Tages kommt Hunt mit einem ominösen Brief in Kontakt. Was der Inhalt des Briefes ist, und wieso euch ein Artefakt über den ganzen Globus jagen lässt, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

Bevor es jedoch hinaus in die weite Welt geht, müssen zuerst noch zahlreiche Rätsel innerhalb der altehrwürdigen Mauern des Britischen Museums gelöst werden. Denn es gibt Spuren und Informationen, die das Gemäuer und die Ausstellungsstücke für Hunt bereit halten.

Der sich den Wolf rätselt

Bereits vor einiger Zeit berichteten wir euch vom Rätsel-Adventure Nostradamus: The last Prophecy. In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch AGON: The Mysterious Codex. Im Klartext heißt das: Wer Myst mochte, wird AGON lieben. Die Rätsel sind allesamt fordernd und zum Teil nicht nur Kopfnüsse, sondern wirklich schwierig zu lösen. Zeit und Ausdauer stehen an vorderster Front. Einige Rätsel sind mechanischer Art, während Andere sich nur durch das aufmerksame Lesen von Büchern hinterher lösen lassen.

Da wären wir jedoch bereits bei einem Manko, denn die Texte werden nicht –wie beispielsweise bei Quest-Logbüchern- automatisch übertragen. Wer dann einen Text innerhalb eines Rätsels wiedergeben muss, steht dumm da. Somit sollte sich der Detektiv von heute mit einem Stift bewaffnen und diverse Hinweise notieren.

An anderen Stellen geht es eher um Glück und Können. Wenn ihr diverse Spiele spielen müsst, um Hinweise zu bekommen, wird der Eine oder Andere schon eine längere Zeit auf das Spiel im Spiel verbringen. Wie gesagt: AGON ist kein „Das spiel ich mal eben so durch“-Spiel.

Nett gemacht

AGON lebt ganz klar von der Story und der Präsentation. Beides ist verhältnismäßig gut gelungen. Wenngleich die Story ab und an Längen aufweist, die durch das Entschlüsseln diverser Rätsel entstehen, so kann die Grafik durchaus überzeugen. Leider wirken die Figuren, wie auch in Nostradamus, recht steif. Gefallen können vor allem die diversen Locations, in denen ihr euch während eurer Reise wiederfinden werdet. Egal ob das kühle Lappland, oder das insulanisch-tropische Madagaskar. Jedes Setting wird authentisch und kaum aufgesetzt. Riven-Kenner werden Gefallen finden. Gelungen ist auch der Sound und die Sprachausgabe.

Fazit

Egal, ob AGON nun wirklich die geplanten 14 Episoden-Marke knacken wird, oder bereits nach fünf Teilen Schluss ist – eines steht fest: Im Gegensatz zu einigen anderen Genre-Vertretern machen die Rätseleien rund um den Erdball Spaß. Auch wenn sich die Story erst am Anfang befindet, bleibt der Spieler gespannt, wie es weiter gehen wird. Die Steuerung mit der Maus ist ab und an ein wenig nervig. Die Präsentation hingegen entschädigt und weiß zu überzeugen, sodass manchmal sogar richtiges Urlaubsfeeling aufkommt. Solltet ihr über ausreichend Zeit für das Spiel und Geduld bis zur nächsten Episode aufbringen, könnt ihr einen Blick in die Welt von AGON: The Mysterious Codex wagen. Hektiker und Schnellspieler sind gewiss woanders besser aufgehoben.

Agon -The Mysterious Codex [PC , looki.de]

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