Alarm für Cobra 11: Crash Time

Review
Plattform
PC
Vertrieb
RTL Playtainment
Entwickler
Synetic
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
12
Alarm für Cobra 11: Crash Time [PC , looki.de]

Gesamtwertung

66%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Mangelhaft

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Gut

Alarm für Cobra 11: Crash Time

Frage: Was macht eine Lizenzumsetzung aus? Ein größtenteils grottiges Gameplay, eine bescheidene Optik oder eine verkorkste Steuerung? Gut, in 90% der bekannten Fälle stimmt das auch, aber eigentlich heißen Lizenzspiele ja nicht umsonst Lizenzspiele. Immerhin bieten solche Spiele vorrangig Filmsequenzen sowie Originalcharaktere und -stimmen zur entsprechenden Vorlage. Warum wir Euch das noch einmal so vor Augen führen? Ganz einfach: Alarm für Cobra 11: Crash Time bietet nichts von allem, könnte also locker auch einen anderen Namen tragen. Wie nicht anders zu erwarten und von den Vorgängern bekannt, ist auch Crash Time ein Rennspiel, dass Euch auf hiesigen Autobahnnetzen und Innenstädten durch die Gegend hetzen lässt. Mehr als die Originalnamen – Tom, Semir und Chris - und leidlich spannend vertonte Texteinblendungen, die wohl irgendetwas wie eine Story innerhalb der insgesamt acht zu lösenden Fälle sein sollen, gibt es jedoch nicht. Das Drehbuch der Fälle ist Trash in Reinkultur, passt dementsprechend aber recht gut zur nicht allzu anspruchsvollen TV-Serie.

Wo bin ich hier gelandet?

Die „Kampagne“ von Crash Time bietet, wie bereits, erwähnt acht von vorne bis hinten bescheuerte Fälle, die jeweils in Untermissionen gegliedert sind. Zusätzliche Bonusrennen und Fahrzeuge spielt Ihr durch Eure Erfolge in den Missionen frei.

Hierbei kommen wir jedoch schon zum großen Schwachpunkt des Spiels: Das Gros der Aufträge ist mit der Zeit derart monoton, dass man bereits nach einer knappen Stunde den größten Teil der Unterschiede zwischen den Missionen aus dem FF kennt. Entweder kutschieren wir von einem Punkt der Strecke bis zum anderen, fahren Checkpoints ab, verfolgen verdächtige Fahrzeuge und müssen dabei einen Mindest- und Maximalabstand beachten oder rempeln motorisierte Straftäter von der Strecke, um sie zum Stehen zu bringen. Viel mehr als diese Variation bekommt Ihr im Spiel nicht zu sehen. Mit welchem Fahrzeug Ihr dabei auf der Straße für Recht und Ordnung sorgt, ist in den Fällen von der jeweiligen Mission abhängig. So dürft Ihr im Spielverlauf unter anderem in einem stinknormalen Polizeiauto, aber auch in den Zivilautos der Ermittler Platz nehmen, macht es Euch später in einem Jeep bequem, bestreitet Undercover-Rennen mit einem getunten Fahrzeug oder brettert mit einem Spürpanzer über einen Übungsplatz.

Was das zuweilen mit den Aufgaben eines echten Autobahnpolizisten zu tun hat, steht jedoch in den Sternen. Überhaupt nimmt es Crash Time mit dem Realismus nie so genau: Das Fahrgefühl schreit förmlich nach einem reinen Arcade-Racer. Bei heftigen Zusammenstößen explodieren gar einige Autos – einen Funkspruch für einen Notarzt wird man in diesem Zusammenhang jedoch nie hören. Wird man von einem Zug erwischt – was keine Seltenheit sein muss – wirbeln die Boliden wie ein Brummkreisel durch die Szenerien, komplett zerlegt sind sie danach aber nicht immer. Während Ihr in manchen Missionen einen Totalausfall Eures Fahrzeuges verhindern müsst, kommt es in manchen Aufträgen ganz dicke und es wird beispielsweise ein maximales Schadenslimit von gerade einmal 40% vorgegeben, welches Ihr tunlichst nicht überschreiten solltet. Dass dies jedoch in Momenten, in denen Ihr einen affenschnellen Tuning-Racer über die Strecke scheucht, nur um ein Rennen zu gewinnen, äußerst nervig und frustrierend sein kann, ist wohl jedem klar. Manchmal macht Euch nicht unbedingt die relativ unpräzise Steuerung des fahrbaren Untersatzes einen Strich durch die Rechnung, sondern die toll simulierten, aber nicht immer logisch agierenden Autos der unbeteiligten Fahrer.

Die scheren trotz Sirene manchmal kurz vor Eurer Nase auf Eure Spur ein, machen selber kleinere Unfälle oder stellen sich durch irgendeinen dummen Fehler einfach quer. Gerade bei PKWs mit Anhänger endet das meistens in einem Zusammenstoß, der sich gewaschen hat. Erleidet Ihr einen mehr oder minder spektakulären Crash, zeigt Euch dies eine Live-Action-Cam mit RTL-Logo – das hat dann also doch noch reingepasst! - in der Wiederholung. Dass sich eben jene Kamera auch bei eher langweiligen „Zusammentreffen“ unseres Boliden mit der Umwelt einschaltet, lässt uns die Option, diese Funktion zu deaktivieren, äußerst sympathisch erscheinen.

Ein weiteres großes Manko: Durch viele kleine Fehler wird Alarm für Cobra 11: Crash Time zuweilen zur Geduldsprobe. Zum Beispiel müssen wir in einer Mission einen Flitzer verfolgen und zur Strecke bringen. Wir verursachen einen brutalen Rempler von der Seite und befördern das gute Stück damit unsinnigerweise über (!) die Leitplanke. Da wir selbst nicht über die Streckenabgrenzung kommen und unser Verdächtiger noch nicht total zerstört wurde, fährt uns dieser munter davon und wir dürfen die Mission neustarten – gnarf!

Andere Sache: In vielen Aufträgen lotst uns ein Richtungspfeil durch die Umgebungen – genauer gesagt, wir denken er soll uns führen. Denn eben jener Cursor zeigt lediglich den direkten Weg, quasi die Luftlinie bis zum Zielort. Wie wir allerdings von einer mit Leitplanken abgegrenzten Autobahn zu einer völlig anderen Stelle gelangen, verrät uns niemand.

Dabei könnte doch alles so schön sein: Der Kraftverkehr wird – Ausnahmen bestätigen die Regel – doch so schön simuliert, sowohl innerhalb der Stadt, als auch auf den zum Rasen förmlich einladenden Autobahnen. Brummis, Schleicher, Raser, Orientierungslose, Frauen – sie sind alle vertreten! Erstaunlich auch, mit welcher Liebe zum Detail die Entwickler zu Werke gegangen sind. Reale Verkehrsschilder, Fußgängerwege, Autobahnausfahrten und Schnellstraßen, um nur mal einen kleinen Überblick zu geben. Fußgänger und Motorräder haben wir allerdings nicht gesehen.

Der Splitscreen-Modus auf frei gespielten Kursen für zwei Spieler hinterließ einen vernünftigen Eindruck, dafür müssen aber natürlich auch zwei Steuerungsgeräte vorhanden sein. Mit dem Gamepad geht es also um Einiges einfacher als mit der Tastatur. Ein LAN- oder Onlinemodus wird aber nicht geboten. Die Optik von Cobra 11 ist überraschend gut und basiert auf einer weiterentwickelten Engine, die schon den Vorgänger Nitro vernünftig aussehen ließ. Schicke Reflexionen, größtenteils angenehm scharfe Texturen, ordentliche Designs der Boliden und ein tolles Schadensmodell stehen auf der Haben-Seite. Enttäuschend sind jedoch die hässlichen Fahrer und die matschigen Bodentexturen. Apropos enttäuschend: Die natürlich deutschen Synchronsprecher sind eine echte Zumutung. Der rockige Soundtrack und das ordentliche Gedröhne der Karren entschädigt jedoch die scheinbar sprachbehinderte Synchronisation.

Fazit

Im ersten Moment dachte ich mir: „Was bitteschön ist das für ein Mist?“ Eine grottig agierende Sippe aus Synchronsprechern vermiest den ersten Eindruck gehörig, dazu 08/15-Fälle nach dem Prinzip eines langweiligen Taschenbuchkrimis. Aber dann: Diese toll simulierte Verkehrslandschaft! Wären da nicht Clippingfehler und gelegentliche Pop-ups, könnte man sich direkt hineinversetzt fühlen. Aber bitte nicht zu sehr, schließlich werde ich im echten Leben wohl keinen Zusammenprall mit einem Güterzug überleben. Das Arcade-Fahrgefühl macht dies jedoch möglich. Alles in allem sind mir aber acht Fälle doch etwas wenig, auch wenn nach Abschluss jedes Auftrages neue Einzelrennen und Boliden winken. Der Splitscreen-Modus ist dabei vielleicht kein Highlight, aber ein nettes Extra. Unterm Strich bleibt Alarm für Cobra 11: Crash Time reine Geschmackssache, ausprobieren sollte es aber jeder Rennspiel-Fan einmal.

Alarm für Cobra 11: Crash Time [PC , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

PS3: Resident Evil 5 nicht exklusiv
PS3: Bourne: High Moon würde Sequel mach...
Guitar Hero: On Tour
X360: BF Bad Company: 360-Probleme bekan...
Need for Speed: Undercover
PC: World of WarCraft sollte kostenlos w...
PC: Age of Conan setzt Erfolgsgeschichte...
PC: Dragon Age und Saboteur im 1. Quarta...
PS3: FF Versus XIII: Square dementiert B...
PC: Diablo 3: Entwickler unschlüssig übe...
PS3: 2008 kein neues Assassin's Creed
Unreal Tournament 3
US-Verkaufscharts
Crytek
Valve

Weitere Spiele Reviews:

WII: Pro Evolution Soccer 2008
WII: Final Fantasy Crystal Chronicles: M...
PC: TrackMania United Forever
DS: The World Ends With You
Beijing 2008 [PC , looki.de]
Kung Fu Panda [PS3 , looki.de]
Guitar Hero On Tour [DS , Mag64]
Pro Evolution Soccer 2008 [PSP , looki.d...
Battalion Wars 2 [WII , Mag64]
Arctic Tale [DS , Mag64]
Bleach: The Blade of Fate [DS , looki.de...
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots...
WII: Wii VC: Impossible Mission
SEGA Superstars Tennis [X360 , looki.de]
PC: WorldShift

Vorschau auf neue Spiele:

Canis Canem Edit [PS2 , looki.de]
X360: Virtua Fighter 5
PC: The Witcher
Legend: Hand of God [PC , looki.de]
WII: Super Smash Bros. Brawl
X360: Die Chroniken von Narnia: Prinz Ka...
X360: Frontlines: Fuel of War
PC: Legendary: The Box
Die Siedler 6 [PC , looki.de]
PC: Team Fortress 2
GC 07 First Look: Halo Wars [X360 , look...
Prince of Persia: Rival Swords [WII , lo...
X360: Bully – Die Ehrenrunde
Shadowgrounds: Survivor [PC , looki.de]
Final Fantasy XII [PS2 , Justgamers]