Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Nach einer 74%-Wertung, fast zwei vollen Monaten und 300.000 Verkäufen wagen wir uns erneut in die Welt von Anno 1503, um zu erfahren, ob der am Nikolaustag veröffentliche Patch wirklich Verbesserungen bietet. Welche entgültige Wertung Anno 1503 von uns daher bekommt, erfahrt ihr im folgenden Test ...
Anno Knäckebrot?
Anno hat uns alle überrascht. Als damals Anno 1603 erschien, wunderten wir uns alle über die gigantischen Verkaufszahlen. Mit der Ankündigung eines Nachfolgers grübelten wir uns alle über die allmonatlichen Hypes in den Print- und Online-Medien. Und als Anno 1503 endlich erschien, staunten wir uns ob des ungeheuren, teilweise unbalanzierten Schwierigkeitsgrades, der Bugs und teilweise auch über die eine oder andere Wertung. Doch nun wundern wir uns wieder über bekanntes: Die unglaublichen Verkaufszahlen von Anno 1503.
Die Herren und Damen von MaxDesign haben ein Gespür für gewisse Feiertage, denn am Nikolaustag fand so mancher nicht nur geschmolzene Schokolade in seinen Schuhen, sondern auch einen 12 MB grossen Patch zu Anno 1503. Und da dieser Patch als 'Erster Final' deklariert wurde, haben wir uns nochmal hingesetzt und uns Anno, basierend auf unseren Test, ein zweites Mal angeschaut.
Logischerweise fixt ein Patch vornehmlich unangenehme Bugs, die entweder zu unschönen Abstürzen oder zu noch unschöneren, weil ungewollten, Schwierigkeitsgradsteigerungen führen. Der Patch bietet dankenswerterweise von beidem etwas. Viel wichtiger allerdings ist zu vermelden, dass Dank des Patches der Schwierigkeitsgrad von Anno 1503 zwar nicht unbedingt gesenkt, aber ehemalige spieltechnische Stolpersteine entscheidend entschärft wurden, so dass Anno war noch immer recht anspruchsvoll, aber eben nicht mehr wirklich frusttrierend ist.
Nun übernehmen nämlich die Gebäude ihre wahren Aufgaben (Kathedralen wirken nun als gigantische Kirchen und stehen nicht mehr nutzlos in der Gegend rum), die Künstliche Intelligenz der eigenen Kontore wurde überarbeitet, so dass eifrige Händler nicht erschütternd mit ansehen müssen, wie trotz leerer Kassen die Kontore weiterhin Einkäufe tätigen. Endlich entsprechen die Preise den tatsächlichen Gegebenheiten von Angebot und Nachfrage und die dusseligen Venezianer kaufen unsere Ware denn nun auch ohne flehendliches (und leider ungehörtes) Betteln und Wimmern. Der Rechenknecht agiert jetzt insgesamt stimmiger. Auf der einen Seite der bereits erwähnte, verbesserte Ein- und Verkaufspart, auf der anderen Seite cheatet der Gegner nicht mehr allzu offensichtlich und entspricht nun, speziell im Endlosspiel, dem zivilisationstechnischem Stand des Spielers.
Nicht wirklich geändert (nämlich gar nicht) wurde die militärtaktische Komponente im Spiel. Noch immer wuseln die eigenen Truppen bei Kampfhandlungen kreuz und quer über das Spielfeld, ohne eine wirkliche Front aufbauen zu können, was unvermeidlich zu Verlusten an Soldaten und Gerätschaften führen kann. Soldaten und Kanonen sind zwar ersetzbar, allerdings nur unter schweren finanziellen Einbußen. Und Mitglieder der Multiplayer-Fraktion müssen leider weiterhin in die Röhre schauen, denn dieser Patch bietet immer noch keine volle Implementierung des MP-Parts an.
Anno 1503 - Nachtest im Test.
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