Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Die Käfer sind gesattelt, die Fahrer startklar und los gehts. Mit einer Höllengeschwindigkeit von fast 1km/h über Bäume, Fahrräder und durch Spinnenhöhlen. Das hört sich sicherlich nicht nach einer klassischen Rennsimulation an und das ist es auch nicht. Antz Extreme Racing fällt unter die Sparte der Fun-Racer. Wie spaßig Supersonic Software dieser Titel tatsächlich gelungen ist, erfahrt ihr im folgendem Review.
Auf die Plätze, fertig
Vier lange Jahre schon regiert die Ameisenkönigin über ihr Reich. Natürlich muss so ein Anlass ganz besonders gefeiert werden. Zu Ehren ihrer Majestät wird daher ein Rennturnier veranstaltet. Viele bekannte Gesichter aus dem Antz-Universum haben sich diese Gelegenheit nicht nehmen lassen und stellen sich den Herausforderungen. Insgesamt sechs Charaktere kämpfen um die Gunst der Königin. Mit dabei der Arbeiter Z, Prinzessin Bala, Soldat Weaver, Azteca, Colonel Cutter und General Mandible.
Doch zu Beginn der Spiele stehen nur zwei dieser Fahrer zur Verfügung, Z und Prinzessin Bala. Jeder Fahrer bekommt bis zu zehn Aufgaben gestellt, welche er zu lösen hat. Dabei werden nicht nur die Fahrkünste getestet. Ebenfalls dringend erforderlich sind ein Flugschein, schnelle Beine, ein haltbares Board und natürlich ein gutes Gefühl für den richtigen Einsatz der zahlreich vorhandenen Power-Ups. Diese bieten erfahrenen Fun-Racern das gewöhnliche Arsenal an hinterlistigen Fallen und gefährlichen Waffen. Zielsuchende Käfer, ein verdeckender Rauchvorhang, der Turboantrieb und die Blattlaus als Hindernis sind nur ein paar wenige Beispiele der nützlichen Helferlein.
Ohne an einem Rennen teilgenommen zu haben, finden wir uns auf Platz 10.000.000 der Rangliste wieder und müssen feststellen, dass nur ein Bruchteil der Aufgaben bereits verfügbar ist. Mit jeder erfolgreich absolvierten Prüfung steigt jedoch der Rang und es werden weitere Rennen freigeschaltet. Werden alle Rennen als Sieger beendet, geht es zur Schlussprüfung, ein Laufrennen gegen einen starken Konkurrenten und erst wenn dieser geschlagen ist, darf man sich als Meister der Rennkunst feiern lassen.
Doch neben dieser seelischen Befriedigung hat ein kompletter Sieg auch greifbare Vorteile. Zum einen wird ein weiterer Charakter freigeschaltet und zum anderen schenkt die Königin dem Sieger einen interessanten Bonus. Diese Boni reichen von einer neuen Kameraführung, über einen unendlichen Raketenvorrat bis hin zu einem Speed-Spiel.
Die Steuerung
Bei der Steuerung genügen im Wesentlichen drei Tasten. Die Bremse ist bei diesem Spiel fast arbeitslos. Das führt zu einer angenehm einfachen Arcade Steuerung, welche schon nach wenigen Minuten perfekt beherrscht werden kann und das obwohl jede der vier Rennarten eine geringfügig andere Grundsteuerung besitzt. Lediglich die Flugrennen bereiten in den ersten Phasen ein paar wenige Probleme, da neben der einfachen Beschleunigung auch ständig auf die richtige Höhe geachtet werden muss.
Die Mischung machts
Der größte Vorteil von Antz Extrem Racing gegenüber anderen Fun-Racern ist sicherlich die Mischung. Nicht nur die Abwechslung zwischen den verschiedenen Rennarten ist gelungen, sondern auch die Wahl der jeweiligen Rennumgebungen. Bei allen 56 Rennen überrascht der Titel immer wieder mit völlig neuartigen Ideen und Locations. Ein Rennen über ein Fahrrad, vorbei an einem wütenden Kind oder quer durch einen Froschteich lassen ein Gefühl der Monotonie erst gar nicht entstehen.
Das Äußere
Grafisch erfüllt dieses Spiel alle Ansprüche die an ein Rennspiel dieser Art gestellt werden können. Ganz im Stile des Kinofilms wird die Trickfilmgrafik absolut überzeugend an den PC gebracht. Auch die dazu passenden Klänge tragen noch nach einigen Spielstunden positiv zur Stimmung bei.
Leider hat dieses Spiel auch ein paar gravierende Mängel. Ein verregnetes Wochenende reicht durchaus aus, um alle sechs Charaktere erfolgreichen auf den ersten Platz zu lotsen. Dies liegt weniger an der Anzahl der Rennen, welche immerhin 56 an der Zahl sind, als vielmehr an dem leichten Schwierigkeitsgrad. Viele der Prüfungen sind mit Leichtigkeit im ersten Anlauf zu bewältigen und erst bei den letzten beiden Fahrern ist eine erhöhte Anzahl an Neustarts nötig. Supersonic Software hätte gut daran getan, diesem Titel eine weitere Spielstufe zu spendieren.
Ebenfalls unverständlich warum jegliche Mehrspieler Unterstützung über LAN oder das Internet fehlt. Lediglich per Splitscreen dürfen bis zu vier Spieler an einem Rennen teilnehmen. Sonderlich viel Spaß mit der Maus auf einer viertel Bildschirmgröße die Ameise durch eine Spinnenhöhle zu bewegen, macht es sicherlich nicht.
Antz Extreme Racing im Test.
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