Gesamtwertung65%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Ansehnliches, kühles Nass...
Aquadelic GT kann mit gelungenen Wassereffekten und recht detaillierten Booten auftrumpfen. Der Eindruck wird jedoch durch aufpoppende Objekte vor allem im Flugmodus und einigen Clippingfehlern geschmälert, auch die etwas abwechslungsarmen Umgebungen gewinnen keinen wirklichen Schönheitspreis auch wenn sie immerhin solide aussehen.
Hin- und hergerissen...
Das Prachtstück im akustischen Bereich ist der abwechslungsreiche Soundtrack auch wenn ein Großteil der Spieler Künstler wie 3Brothers, Decent Groove oder Dollar Baby nicht kennen wird. Gewechselt wird hier gelungen zwischen poppigem Beat und ruhigen Gitarrenstücken, wie man sie vielleicht vom Griechen um die Ecke kennt. Ob das allerdings jedemanns Geschmack ist, ist eher unwahrscheinlich. Die Sounds der Boote sind unspektakulär, eine Sprachausgabe gibt es sogar überhaupt nicht.
Do NOT configure your controls!
Glücklicherweise steuert sich Aquadelic GT im Vergleich zu simulationslastigen Spielen wie Virtual Skipper erfreulich unkompliziert. So reichen die Richtungstasten, eine Taste für den Nitroboost sowie ein Button für Waffen aus. Eine Minimap im Reisen-Modus ist auf Knopfdruck verfügbar. Auch wenn sich alles im Spiel um Arcade dreht, sind die Boote und die Flugzeuge allerdings etwas zäh zu handlen. Dumm: Die Steuerung ist nicht konfigurierbar und werksseitig wurde der Waffenauslöser auf die Leertaste gelegt, obwohl man mit den Richtungstasten steuert.
Stille Wasser sind tief...
Hier bekommt man mehr, als man vielleicht für einen unbekannten 15 Euro-Titel erwarten könnte: Im Wesentlichen verbindet Aquadelic GT typische Boot-Wettrennen mit GTA-Elementen. Ja, richtig gehört! Im Reisen-Modus steuert Ihr per Minimap bestimmte Hotspots wie Euer Zuhause, verschiedene Events, Sponsoren oder Upgrade-Schuppen an. Ist das Tuning Eures fahrbaren Untersatzes am Limit angelangt, bleibt nur der Weg über einen Boots-Neukauf. Geld und Respekt verdienen könnt Ihr übrigens nicht nur mit Rennen, sondern auch noch mit Taxi-Missionen im Stile eines Crazy Taxi oder Humanitär-Aufträgen, in denen Ihr hinter einem Wasserflugzeug-Knüppel sitzt und Care-Pakete (?) an markierten Stellen abwerft. Nettes Detail: Jederzeit dürft Ihr Screenshots machen, die nicht nur im Ladescreen sondern auch wahlweise in Eurem Profil auf der Seite des Spiels angezeigt werden. Auf lange Sicht stören jedoch die etwas monotonen Missionen. Das Geschwindigkeitsgefühl kommt zudem auch in Speedboat-Rennen nicht wirklich herüber, für einen betont auf Arcade getrimmten Racer ist das Ganze etwas zu lahm. Während der Rennen dürft Ihr Konkurrenten nicht nur mit Nitro-Boosts, sondern auch mit Waffen wie explodierenden Fröschen (!), Torpedos oder Fake-Powerups ausstechen. Oft ist es jedoch unfair, wenn man kurz vor der Ziellinie noch vom Siegerplätzchen geschubst wird.
Nicht zu verachten...
Aquadelic GT macht es dem Spieler zu keiner Zeit schwer, sich an das Gameplay zu gewöhnen, dass so kompliziert gar nicht ist. Einzig der Schwierigkeitsgrad in den Rennen ist angesichts der zuweilen hinterlistigen Konkurrenten kein echtes Zuckerschlecken. Ansonsten sollten aber auch Neueinsteiger keine Probleme haben.
Die Mahlzeit für zwischendurch!
Das Spiel bietet keinen Online-Modus, aber immerhin eine LAN-Option in diesem Preissegment keine Selbstverständlichkeit. Hierbei stehen für insgesamt neun Spieler Rennmöglichkeiten zur Verfügung. Wer bestimmte Untersätze in der Einzelspielerkarriere noch nicht freigespielt hat, kann sich hier schon einmal einen Eindruck machen dennoch ist der Multiplayermodus nichts von Dauer.