Gesamtwertung31%/10 |
GrafikMangelhaft SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Spieler, die den Namen Autobahn Raser hören, denken im ersten Augenblick an den akzeptablen Anfang der Spielreihe und im zweiten Augenblick an die grauenhaften Sequels, die kein Ende zu nehmen schienen. Lange haben wir Spieler gehofft, dass diese Serie ein Ende nehmen würde, aber es kommt wie es kommen musste: Davilex entwickelte erneut einen Ableger der Serie, der die Spieler all die Wut über die Prequels vergessen lassen sollte. Lest, wie Autobahn Raser: World Challenge in unserem Test abschneidet.
Alles Autobahn oder was ?
Ne nix Autobahn ! Zwar lässt der Titel vermuten, dass es vorrangig auf Autobahnen zur Sache gehen soll, dem ist aber nicht so. Sämtliche Rennen spielen sich in den Innenstädten von Paris, London, Berlin, usw. ab. Logik bleibt da außen vor. Das Spiel bietet Euch insgesamt 16 unterschiedliche Strecken, die in 70 Rennen auch gespiegelt ligaweise auf euer fahrerisches Können warten. Das mag sich nach viel anhören, jedoch dauert ein Rennen im Idealfall fünf Minuten und so habt Ihr das Spiel auch nach sehr kurzer Zeit durch. Auch wurden die meisten Strecken 1:1 aus den Vorgängern übernommen...nicht gerade sehr kreativ!
Während sich eure Gegner in den ersten Minuten wegen des anfänglich fehlenden Verkehrs noch einigermaßen geschickt um die Kurven schlängeln, schlägt dies sofort um, sobald Ihr so weit gespielt habt, bis der Gegenverkehr aktiviert wurde. Dann kommen eure Kontrahenten um keine Ecke, ohne dabei vorher in mindestens zwei Autos hinein gebrettert zu sein. Auf den Strecken sind Power-Ups platziert, mit denen Ihr entweder euer Fahrzeug reparieren könnt oder Nitro sammelt, mit dessen Hilfe ihr einen sogenannten Nitro-Boost einleitet, der Euch einen gehörigen Geschwindigkeitsschub verpasst. Die Boliden, mit denen Ihr rumheizen dürft, sind übrigens keine lizenzierten Wagen, ähneln selbigen aber sehr stark. Bezeichnungen der Wagen wurden sogar ganz weggelassen. Die Steuerung könnte simpler nicht sein: mit den Richtungstasten dirigert Ihr dieses undefinierbare Etwas, das wohl an ein Auto erinnern soll, durch die Innenstädte. Dabei dürft Ihr, sofern Ihr genug Nitro gesammelt habt, den Nitro-Boost einleiten. Die Boliden reagieren ziemlich schwammig auf eure Bewegungen. Es fällt schwer, die Karren mit vollem Boost um eine Kurve zu bekommen.
Die Grafik von Autobahn Raser: World Challenge gleicht einer Frechheit: Die Autos sind ärmlich designt, die Fahrer sehen aus wie verkloppte Crash-Test-Dummies und die Strecken sind viel zu farblos und leer. Wenn man nicht mal gerade an Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor vorbeifahren würde, könnte man denken, dass man durch irgendwelche mexikanischen Dörfer wie Eggenfelde (Grüße an Daniel Küblböck!) durchfährt. Der Sound allerdings weiß gewissermaßen zu gefallen, und damit ist nur das durchaus unterhaltsame Radioprogramm gemeint, dass während der quälend langweiligen Rennen im Hintergrund vor sich hin dudelt. Wenn DJ Schlag-mich-tot gerade mit einer nervenden Anrufen in eine lustige Unterredung führt oder die tolle Musik euch vor dem Einschlafen rettet, ist World Challenge mal ausnahmsweise zu genießen. Wenn da allerdings nicht die Fahrgeräusche der hässlichen Boliden wären, die im Grunde gar keine sind, sondern sich wie der kaputte Staubsauger von Oma Erna aus dem Altenheim anhören. Einfach nur grausam !
Autobahn Raser: World Challenge im Test.
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