Gesamtwertung91%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Das Spielprinzip bleibt das gleiche: zwei Parteien bekämpfen sich auf einer riesengroßen Karte um die Vorherrschaft diverser Spawnpunkte, die als Repräsentation der Macht gelten. Schafft es ein Team, alle Kontrollpunkte des gegnerischen Teams zu übernehmen, ist die Schlacht gewonnen, zumindest für diese Runde. Damit man nicht ewig laufen muss, sind auf der Map unzählige Fahr- und Flugzeuge verteilt, die einem das Vorankommen wesentlich erleichtern. Beibehalten wurde das Klassensystem, nur leicht verändert wurde es diesmal: statt fünf gibts in Vietnam nur vier Klassen, der Sanitäter fiel aus Interessemangel dem Rotstift zum Opfer. Außerdem besitzt jetzt jede Klasse zwei Waffen, zwischen denen gewählt werden kann. Ein normaler Soldaten hat zum Beispiel die Qual der Wahl zwischen einer M16 und einer Mossberg Schrotflinte.
14 neue Karten bringt das Spiel insgesamt mit sich. Zwar ist die Verteilung der Fahrzeuge und Spawnpoints nicht immer historisch korrekt, aber dennoch wohl ausbalanciert, was ja wesentlich wichtiger sein dürfte. Wer schon immer mal einen Ausflug zum berühmten Ho-Chi-Minh-Pfad unternehmen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu, zumindest virtuell. Weiter gehts dann noch zu Einsätzen wie Operation Irving oder Operation Flammenpfeil, Häuserkämpfen bei Quang Tri und Hue oder atmosphärisch dichten Missionen wie im la-Drang-Tal. Das Repertoire ist enorm, die Karten sind aber diesmal kleiner gestaltet als bei BF1942, was für wesentlich actiongeladenere Gefechte sorgt. Schade nur, dass die Entwickler es bei der Verkaufsversion versäumt haben, eine richtige Einzelspielerkampagne mitzuliefern.
Diese wird aber per Patch nachgeschoben. So bleiben dem Käufer bisher nur Multiplayermatches, bei denen es für die Solisten immerhin computergesteuerte Gegner, kurz Bots, gibt. Deren Intelligenz setzt zwar ab und zu mal aus, aber im Großen und Ganzen stellen diese eine würdige Abhilfe bei Offline-Spielern dar. Gesteuert wird Vietnam genau wie sein Vorgänger: zu Fuß ist das Spiel wie ein handelsüblicher Ego-Shooter.
Habt ihr in einem Vehikel Platz genommen, bewegt ihr es auf der Fahrerposition mit den Pfeiltasten, zu anderen Positionen, sofern diese existieren, gelangt Ihr, sobald man die dazu gehörende Nummer drückt. Also zum Beispiel: Fahrer = 1, Schütze = 2, usw. Bei den Flugzeugen hat sich auch nichts geändert: Schub geben und nehmen mit Pfeiltasten Oben und Unten, Wenden und Pirouetten vollführt Ihr mithilfe der Maus. Die einzige steuerungstechnische Neuerung gibt es bei den Helikoptern, die es in der 1942er-Variante ja logischerweise noch nicht gab. Mit Pfeiltaste Oben steigt der Heli an. Um den Helikopter nach vorne fliegen zu lassen, bewegt Ihr die Maus auch nach vorne, um rückwärts zu fliegen, logischerweise nach hinten. Hört sich alles sehr kompliziert an, nicht wahr? Aber keine Angst, mit der Zeit geht die Steuerung in Fleisch und Blut über. Battlefield-Veteranen finden sich sowieso gleich zurecht.
Alle Fahrzeuge im Überblick:
##u|In der Luft##
##u|Huey Kampfversion (USA)##
Den Huey holt, dank seiner guten Panzerung, so schnell nichts aus der Luft. Bewaffnet mit zwei Raketenwerfern und einem an der Nase montierten Granatwerfer stellt er die ultimative Waffe gegen feindliche Einheiten dar.
##u|Huey Transportversion (USA)##
Diese Version des Huey-Helikopters dient den Amis vor allem dazu, Verstärkungstruppen in gefährliche Gebiete zu schicken. An jeder Seite gibt es ein MG, von dem ausreichend Gebrauch gemacht werden sollte, da es außer diesen beiden Waffen keine anderen an Bord gibt.
##u|Helikopter Kobra (USA)##
Dieser zweisitzige Helikopter besitzt neben einem Raketenwerfer auch ein durchschlagskräftiges MG, was in den Händen eines erfahrenen Piloten eine ernstzunehmende Gefahr darstellt. Primär ist die Kobra für Panzer bestimmt.
##u|Mi8 (NVA)##
Der Mi8 stellt das Gegenstück zum amerikanischen Huey dar. Mit insgesamt vier Raketenwerfern macht er den Amis ganz schön Feuer unterm Hintern. Außerdem lässt er sich dank seines relativ großen Innenraumes auch gut als Truppentransporter verwenden.
##u|ACH-47 Chinook##
Einerseits Lastentier, andererseits Truppentransporter: Der ACH-47 Chinook ist ein sehr nützlicher Transporthelikopter, der auf Wunsch eine Abschleppleine ausfährt, die ein Fahrzeug oder einen beweglichen Spawnpoint von Punkt A nach Punkt B bringt.
##u|F4-Phantom (USA)##
Vietcong sollten bei Sichtung dieses Jets das Weite suchen, denn der F4-Phantom ist stattlich bestückt, sowohl mit normalen Raketen, als auch mit den gefürchteten Napalmbomben, die den betroffenen Teil der Karte in ein Flammenmeer verwandeln.
##u|A7-Corsair (USA)##
Sehr langsam, dafür aber umso mehr Power beim Waffenarsenal: durch die Trägheit werden erfolgreiche Angriffe mit Bomben gegen Bodenziele nicht mehr zum Glücksfall. Für den Luftkampf ist die Corsair nur mit einer Bordkanone gerüstet.
##u|MiG17 (NVA)##
Bei der MiG17 handelt es sich um einen sehr schnellen und wendigen Jagdjet, die im Luftkampf mit ihren Maschinengewehren zu überzeugen weiß. Zusätzlich kann sie noch Bomben abwerfen.
##u|MiG21 (NVA)##
Wie ihre ältere Schwester ist auch die MiG21 ein sehr zügiger Jagdjet, der ebenfalls MG´s besitzt, was sie im Luftraum zu einer ernsten Bedrohung macht. Im Gegensatz zur MiG17 wirft die MiG21 jedoch keine Bomben ab, nein, sie verschießt stattdessen ungelenkte Raketen.
##u|Auf dem Land##
##u|M113 (USA)##
Ein ideales Transportmittel stellt das amerikanische Kettenfahrzeug M113 dar. Bis zu sechs Passagiere finden im Innenraum Platz, außerdem wird das Gefährt durch einen MG-Schützen auf dem Dach zumindest vor Antipanzereinheiten geschützt. Auch das Fahrzeug an sich ist ordentlich gepanzert und hält einiges aus.
##u|Roller Vespa (NVA)##
Ein Hauch von nichts. Dieses vorsichtig ausgedrückt Gefährt ist lediglich sinnvoll, wenn es darum geht, schnell von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. Der Beifahrer darf übrigens zum Schutz mit seiner jeweiligen Waffe schießen. Naja, wenigstens was...
##u|BM-21 (NVA)##
Battlefield-Veteranen dürfte das Aussehen des BM21 bekannt vorkommen, so sieht er doch aus wie die Stalinorgel des Originals. Er ist bewaffnet mit einem Raketenwerfer der bei mehrfacher Betätigung ein wahres Meer an Raketengeschossen losfeuert. Nachteil ist die relativ lange Nachladezeit.
##u|Sheridan (USA)##
Trotz der nur durchschnittlichen Panzerung ist der amerikanische Sheridan ein starker Panzer, dessen Hauptgeschütz beachtliche Schäden anrichtet. Der, wie der Hauptgeschützturm, voll drehbare MG-Turm kümmert sich um die Infanterie.
##u|Patton (USA)##
Der Patton ist ohne Zweifel der stärkste Panzer im ganzen Spiel. Mit einer starken Panzerung, einer unheilvollen Kanone und einem MG-Turm richtet dieses Gefährt an, was keiner wegmachen möchte.
##u|M110 (USA)##
Die M110 ist ein Zweisitzer, dessen einzige Kanone eine 8inch-Haubitze ist, die aber alles wegbläst, was sich auch nur annährend in Reichweite befindet. Die große Schwäche des M110 ist, dass Fahrer und Schütze komplett ungedeckt sind.
##u|Jeep MUTT (USA)##
Beim MUTT handelt es sich um einen einfachen Transportjeep, dessen großer Unterschied zu anderen Jeeps in seinem auf der Rückseite angebrachten Raketenwerfer steckt. Dieser ist jedoch relativ langsam, aber dennoch nicht zu unterschätzen.
##u|ZSU-57-Flakpanzer (NVA)##
Gegen Flugzeuge und Helikopter ist der ZSU die perfekte Verteidigung: das Gefährt besitzt zwei gen Himmel gerichtete Flaks, die vor allem zu einem führen, nämlich mächtig vielen Einzelteilen im Luftraum.
##u|Jeep UAZ-469 (NVA)##
Dieser Dreisitzer ist das vietnamesische Pendant zum amerikanischen MUTT. Mit einem auf der Rückseite montierten Maschinengewehr ist es zumindest gegen gegnerische Infanterie wirksam.
##u|BTR 60 (NVA)##
Der BTR-60 ist ein gepanzerter Truppentransporter der NVA, der bis zu sechs Personen Fahrer und MG-Schützen eingenommen über Land und auch über Wasser transportieren kann. Zusätzlich hat es zwei Luken pro Seite, die den Insassen erlauben, ihre Waffen einzusetzen.
##u|PT-76 (NVA)##
Der PT-76 ist ein langsames, nicht sehr gut gepanzertes Panzerfahrzeug, welches dank seiner Kanone und seiner MG-Kuppel sowie seinen amphibischen Fähigkeiten seine Schwächen aber wieder ausgleicht.
##u|T-54 (NVA)##
Der russische T-54 ist ein eher mittelgroßer Panzer, der mit seinen zwei Maschinengewehren und seiner heftigen 100mm-Kanone eine nicht unerhebliche Bedrohung für jeden Feind darstellt.
##u|M46 (NVA)##
Diese unbewegliche Flakstellung der Nordvietnamesen ist in jeder Map fest an seinem Platz installiert. Die M46 ist frei schwenkbar und vor allem gegen gepanzerte Gefährte geeignet, die nach ein bis zwei Treffern Geschichte sind.
##u|Auf dem Wasser##
##u|ATC-Landungsboot (USA)##
Das Landungsboot bietet vielerlei Vorzüge. Zum einen besitzt es eine Art Garage, mit der Ihr ein Landfahrzeug transportieren dürft. Darüber hinaus kann auch ein Helikopter über einen Landeplatz transportiert und auch repariert werden. Das Boot ist außerdem ein Spawnpunkt, der auch nach Ableben erlaubt, wieder im Boot ins Spiel zurückzukehren.
##u|PBR-Patrouillenboot (USA)##
Das für die Flussfahrt ausgelegte Patrouillenboot der Amerikaner bietet insgesamt vier Personen Platz. Zudem befinden sich am Heck sowie an den Seiten Maschinengewehre, die vor allem bei Angriffen aus der Luft nützlich sind.
##u|Sampan (NVA)##
Unbewaffnet, ungepanzert, ungefährlich: das vietnamesische Boot Sampan dient einzig und allein zu Transportzwecken. Auf feindlichem Terrain hat man mit diesem Gefährt aber schnell ausgedient.
Grafisch ist Battlefield Vietnam allen anderen Multiplayer-Shootern voraus. Dafür sorgen die unglaublich schönen und abwechslungsreichen Maps, die für den Vietnamkrieg typische dichte Vegetation sowie die exzellenten Waffeneffekte, insbesondere die Explosionen.
Auch die hübsch anzusehende Leuchtschussmunition sieht toll aus. Das optische Highlight sind zweifelsohne die grandiosen Napalmbombardements, die ganze Teile der Karten in eine Flammenhölle verwandeln. Im Gegensatz zum Vorgänger, wurden auch noch einmal die Figuren überarbeitet, die dank vieler Polygone nun wesentlich realistischer und detaillierter rüberkommen als bei Battlefield 1942.
Wuchtig, atmosphärisch, unheimlich gut: akustisch präsentiert sich Battlefield Vietnam längst nicht mehr so zurückhaltend wie sein Vorgänger. Schon im Hauptmenü und während der Ladezeiten gibts einen tollen Soundtrack zu hören. Songs wie War oder Need Somebody To Love dürfte wohl jeder kennen. Ist man erstmal im Spiel, geht es aber erst richtig los: Flugzeugrotoren lärmen, Maschinengewehre rattern und Panzer explodieren in einer so dermaßen guten Qualität, dass es Euch aus dem Sessel haut. Dazu noch erstklassigen 7.1.-Surroundsound und EAX 4.0, und das virtuelle Schlachtfeld lässt Euch nicht mehr los. Krönung des Ganzen ist, dass man eigene MP3´s ins Spiel integrieren und während der Fahrten mit Jeep, Huey und Co. anhören kann. Besser gehts echt nicht!
Battlefield Vietnam im Test.
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