Gesamtwertung84%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Spiele mit dem Thema Zweiter Weltkrieg sind für den PC mehr als reichlich vorhanden. Ob Call of Duty, Medal of Honour, Battlefield oder andere Vertreter, nahezu alle namhaften Entwickler haben sich bereits der Thematik angenommen. Was also soll Battlestations: Midway von anderen Genre-Vertretern unterscheiden? Dies wird euch unser Review verraten. Wir haben uns hinter die Cockpits geschwungen und zahlreiche waghalsige Manöver für euch riskiert, um euch einen Eindruck von Eidos neustem Titel mit auf den Weg zum Händler zu geben, wo das Spiel auf euch wartet.
Ein Mann und sein Weg
Doch bevor wir uns nun in die Action stürzen, sollen zunächst einmal einige Worte über die Hintergrundstory von Battlestations: Midway gesagt werden. Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle des Navy Commanders Henry Walker. Walker befehligt ein Schlachtschiff in Pearl Harbour und steigt in kürzester Zeit zu einem hochdekorierten Offizier auf. Die Geschichte wird durch zahlreiche Cutscenes getragen, die leider allesamt optisch nicht up to date sind. Doch obgleich die Zwischensequenzen nicht besonders ansehnlich sind, kommt bereits ab der ersten Minute eine glaubwürdige Atmosphäre auf, die durch zahlreiche Befehle, Kommentare und Auseinandersetzungen eures Alter Egos mit den zahlreichen anderen Charakteren geprägt ist. Die Identifikation mit Henry Walker ist jederzeit möglich, da er glaubhaft in Szene gesetzt wird und mit Stärken und Schwächen gleichermaßen ausgestattet wurde eben ein Mensch wie du und ich also kein Kriegsheld und kein Übermensch. Ehe ihr euch in den Kampf begebt, solltet ihr zunächst einmal einige Testflüge im umfangreichen und gut gestalteten Tutorial wagen, sowie euch mit der Steuerung vertraut machen.
Auch wenn erfahrene Kampfpiloten und Joypad-Akrobaten unter euch vielleicht denken, dass ein Tutorial ebenso sinnlos sei, wie eine Aufbauanleitung bei IKEA-Möbeln, solltet ihr dennoch die Übungen absolvieren, da es ansonsten während der späteren Daueraction zu Komplikationen kommen könnte. Also übt lieber, eure Flieger in den Griff zu bekommen, dann müsst ihr nicht andauernd überlegen, welcher Button für welche Aktion vorgesehen ist. Denn nicht nur die Grundlagen des Fliegens, sondern auch das bei Bedarf sofortige Reparieren eurer Maschinen, wird euch im Tutorial beigebracht. Ein wenig schmerzhaft vermissten wir allerdings die Option, innerhalb des Tutorials einige Sequenzen zu überspringen.
Habt ihr den Übungsmodus erfolgreich absolviert, könnt ihr euch in insgesamt elf umfangreichen Schlachten beweisen. Den historischen Rahmen für die Einsätze bilden die Schlachten im Pazifik, beginnend mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, bis hin zum ultimativen Showdown bei den titelgebenden Midway Inseln. Doch nicht nur einzelne Flugzeuge hören auf euer Kommando. Im Verlaufe des Spiels, übernehmt ihr den Oberbefehl über eine ganze Armada an Schiffen, Flugzeugen und sogar U-Booten. Ruhepausen gibt es nur in den bereits erwähnten Zwischensequenzen. Ansonsten switcht ihr zwischen den einzelnen Einheiten hin und her, um möglichst effektiv eure Feinde auszuschalten.
Das klappt wirklich gut, und sorgt, dank der Abwechslung, auch für jede Menge Spielspaß. Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass sich sämtliche Maschinen unterschiedlich steuern, sodass ihr zunächst ein Gefühl dafür bekommen müsst, was ihr tut und wie ihr es tut.
Kriegsschach
Doch nicht nur die direkte Action ist in Battlestations: Midway ein wesentlicher Aspekt. Auch die strategische Karte, auf der ihr eure Einheiten bewegen könnt, ist für das Spiel ebenso unverzichtbar. Nachdem ihr der Einheit euren Befehl erteilt habt, dürft ihr wahlweise zusehen, wie die Kommandos durch die KI ausgeführt werden, oder selbst die Kontrolle übernehmen. Neben den Schlachtschiffen, U-Booten und Flugzeugen könnt ihr aber auch noch deren Geschütze übernehmen, sodass auch hier für Abwechslung gesorgt ist.
Kämpfe im Online-Himmel
Wer die Singleplayer-Kampagne erfolgreich abgeschlossen hat oder lieber Dogfights im Mehrspieler-Modus mit Spielern aus aller Welt austragen will, hat dazu jederzeit die Möglichkeit. Mit bis zu acht Spielern könnt ihr euch als Amerikaner oder wahlweise als deren japanische Gegner hinter die Tastatur klemmen. Je mehr Spieler dabei an einer Partie teilnehmen, desto mehr ist Teamwork gefragt. Während ihr in 1on1-Partien jeweils eine Flotte kommandiert, werden die Aufgaben in Teams bei mehreren Mitspielern aufgeteilt. Dieser Aspekt des effektiven Teamworks ist ein in dieser Form noch nicht da gewesener und äußerst interessanter Ansatz des Multiplayers. Leider wird es keine Gefechte zwischen PC- und Xbox 360 Besitzern geben. Dieses Feature wäre wohl das Nonplusultra gewesen.
Alternativ zum Online-Modus gibt es natürlich die Möglichkeit, über Netzwerk gegen Freunde anzutreten.
Wer nun immer noch nicht genug bekommen hat, kann sich neben dem Solo- und Mehrspielermodus auch dem sogenannten Challenge Mode widmen. Hier könnt ihr wahlweise die U.S. oder die japanischen Streitkräfte wählen, um den gegnerischen Angriff zurückzuschlagen. Insgesamt stehen euch zwölf Herausforderungen zur Verfügung. Leider sind die vom Programm gestellten Aufgaben teilweise recht schwer, was wohl beim Einen oder Anderen zu regelrechten Frustausbrüchen führen dürfte.
Der Zahn der Zeit
Aus der Ferne betrachtet, macht Battlestations: Midway einen recht passablen Eindruck. Vor allem die Weitsicht und das beeindruckend aussehende Wasser können überzeugen. Hingegen erkennt man gerade beim Anflug auf die Inseln, wie niedrig manche Texturen aufgelöst sind. Ein Mix aus Grün und Braun, durchsetzt mit einigen Bäumen ist wirklich nicht das, was ihr euch unter einem zeitgemäßen Titel vorstellen werdet. Und auch die Bombenangriffe können nicht wirklich überzeugen.
Auch wenn die Engine moderne Grafikkarten nicht annähernd fordert und auch keine DirectX10-Anbindung für Windows Vista möglich ist, ist die Grafik alles andere als schlecht. Wesentlich besser hingegen sehen dann doch die Flugzeuge aus, an welchen der Zahn der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes nagt. Hier wurde mit Bumpmapping nicht gespart. Der Sound und die Synchronisation sind in sich stimmig und fügen sich in das Geschehen nahtlos ein.
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Battlestations: Midway im Test.
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