Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Davilex, berühmt-berüchtigt für ihre Autobahn Raser-Serie, hat wieder einmal zugeschlagen. Wiederum sollen die Gelegenheitsspieler die Möglichkeit erhalten ihrem Spieltrieb freien Lauf zu lassen. Alles in einem Game fernab von nervtötenden Regeln, lästigen Vorschriften und hohen Kosten. Einfach anmachen und Spaß haben - das ist die Devise.
Genau unter diesem Motto - nämlich anmachen - steht das komplette Spielprinzip. Wir übernehmen einen coolen, waghalsigen Buggy- oder Jeepfahrer, um an den schönsten Orten der Welt den Mädchen mal so richtig zu zeigen was Sache ist. Viele von uns kennen das noch aus ihrer unbeschwerten Jugend. Gerade erst den Führerschein in der Hand, da musste schon auf dem nächsten Parkplatz einer beliebigen Fast-Food-Kette ein kleines Rennen ausgetragen werden. Dieser Trend - der sich ja in Amerika besonderer Beliebtheit erfreut - ist irgendwo nachzuvollziehen und hat sowohl auf Mann als auch Frau eine magische Faszination. Adrenalin und Motorenöl sind ja nicht erst seit The Fast and the Furious eine sehr erotische Mischung.
Give it to me, baby!
Auf genau diesen Zug springt Beach King Stunt Racer auf und versetzt uns in die Lage, wunderschönen Mädchen mit unseren Kunststücken zu begeistern. Die weiblichen Spieler bleiben allerdings auf der Strecke, da man zwar Beach King allerdings nicht Beach Queen werden kann - die Welt ist schlecht. Beach King Stunt Racer ist ein kompaktes, simples Fun-Rennspiel. Es bietet daher auch nicht dutzende, verschiedener Spielmodi, sondern glänzt durch Einfachheit.
Es gibt einen Trainings-Modus, in dem man sich die Strecken ganz in Ruhe anschauen kann, einen Highscore-Mode, wo es nur um das Punktesammeln geht, und den Beach King-Modus, wo wir dann versuchen die Blicke der scharfen Mädels auf uns zu ziehen. Ziel in letzterem Modus ist es durch waghalsige Stunts und Tricks innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine bestimmte Anzahl an Punkten und Gegenständen zu erreichen.
Ich bin der König des Strands!
Als angehender Beach King müssen wir zu allererst einen Fahrer auswählen. Die Anwärter auf den Titel können nicht unterschiedlicher sein. Da gibt es den gutaussehenden, leicht dümmlichen Surfer, den dicken, gefrässigen Jamaikaner und den alkoholabhängigen, schmierigen Barbesitzer.
Das Aussehen mag zwar krasse Gegensätze aufweisen, aber keine Sorge letztendlich fahren sich alle Teilnehmer identisch. Folglich können die Stunts ohne Probleme bei allen auf dieselbe Art und Weise durchgeführt werden, so dass der Wiederspielwert mit den anderen Charakteren nicht an der Technik, sondern an der Perfomance liegt. Die ist nämlich - wie halt das Aussehen - bei allen individuell. Da steigt der Surfer bei einem lang anhaltendem Flug seines Buggys kurzerhand aus dem Vehikel, um ein wenig Luftsurfen zu betreiben oder der Barbesitzer springt leicht torkelnd aus seiner Maschine, um sie in der Luft herumwirbeln zu lassen. Hatte ich schon erwähnt, dass man es hier mit dem Realismus nicht ganz so eng sieht?
Jeder dieser Junggesellen bestreitet sein eigenes Match in dem Beach King Contest. Es lassen sich also nicht für andere Charaktere Rennstrecken erspielen. Das geht nur für den ausgewählten Fahrer und ereignet sich bei der einen oder anderen Map als recht knifflig. Nicht nur, dass wir den örtlich ansässigen Mädels mit unseren Stunts etwas zeigen wollen, so dass sie am Ende dermaßen beeindruckt sind und unseren Wagen mit ihren... ähm, Händen reinigen, wir müssen auch für die anspruchsvollen Damen Diamanten einsammeln, die quer über die Karte versteckt sind und damit ihre Zuneigung vervollkommnen - es gibt halt Nichts umsonst.
Die Punkte zu unserem Sieg können wir durch Stunts ergattern, das sollte nun auch dem letzten Wesen mit Sonnenstich klar geworden sein. Die Frage ist allerdings was für Stunts sind möglich und wie gut ist hier das Gameplay. Immerhin gibt es ja gerade in dem Bereich eine harte Konkurrenz, die bei dem alteingesessenen Tony Hawk anfängt und bei dem noch jungen Titel Crashday noch lange nicht aufhört.
Davilex hat hier auf ein gutes Mittelmaß zwischen Qualität und Quantität gesetzt. Die Führung des Fahrzeugs ist durchweg kontrollier- und vorhersehbar. Es gibt keine unnötigen Schikanen, die einem den Einstieg in das Spiel erschweren, so dass sich auch der unbedarfte Spieler ohne weitere Bedenken an das Spiel wagen kann.
Die Reichhaltigkeit an Stunts ist ebenso gegeben. Neben den grundlegenden Flips und Turns, Slides und Jumps, lassen sich auch Spezial-Stunts und Super-Stunts ausführen, die fernab von sämtlichen Regeln der Physik liegen. Diese Einlagen sind von Charakter zu Charakter unterschiedlich, bringen aber dieselben Punkte und haben demnach auch denselben Effekt. Dennoch sind sie schön anzuschauen und in jedem Fall ein Highlight des Spiels.
Brauchen wir dann für den einen oder anderen Stunt noch ein wenig Geschwindigkeit oder wollen wir uns schnellstmöglich weitere Punkte sichern, dann gibt es auf der Karte für diese Zwecke Special Items.
Diese lassen sich durch ein einfaches Passieren einsammeln und werden in den meisten Fällen automatisch oder sofort eingesetzt. Da gibt es beispielsweise den Multiplikator, der die Punkte des nächsten Stunts multipliziert - wer hätte das gedacht -, oder den Time Freeze, der die tickende Uhr anhält und uns damit mehr Zeit verschafft.
One-way ticket to Bali
Es gibt vier Städte, die jeweils in drei Gebiete unterteilt sind. Zum Anfang ist nur ein kleiner, überschaubarer Teil der Stadt befahrbar und nach erfolgreichem Absolvieren des Parcours dürfen wir zusätzlich im nächsten Stadtviertel unser Können unter Beweis stellen. Wenn man nun ein wenig kombinieren kann, dann weiß man sofort, dass sich gerade die Diamantensuche in dem erweiterten Streckenabschnitt aufgrund der zunehmenden Größe des Levels als sehr widrig erweisen kann. Aus diesem Search&Find entwickelt sich dann mit der Zeit die Motivation.
Unsere Suche wird in jedem Fall durch das gelungene Level-Design erleichtert. So sind die Städte idyllisch schön, farbenfroh und strotzen vor versteckten Höhlen, einsamen Plätzen und hochliegenden Plateaus. Die Grafik reißt zwar insgesamt keine Bäume aus, ist aber für dieses Rennspiel als adäquat anzusehen.
Zusätzlich zu all den Features kann sich der Spieler auch noch eine weitere Stadt erspielen und einen vierten Charakter. Ibiza - die Bonus Map - ist von Anfang an im Menü namentlich erwähnt, auch wenn man die Stadt dann noch nicht auswählen darf. Der geheime Fahrer werden wir Euch natürlich nicht verraten. So viel kann man aber auf jeden Fall schon verraten: Er hat den Rhythmus im Blut und weiß die Frauen auf seine ganz eigene Art zu überzeugen.
Hat man eine Stadt komplett abgeschlossen und die jeweiligen Anforderungen erfüllt, dann kommt man in den Genuss der Zwischensequenzen. Diese sind zwar recht kurz, aber dafür umso lustiger. Gerade der Zusatzcharakter kann hier mit äußerst humorvollen Einlagen für Lacher sorgen.
Beach King Stunt Racer im Test.
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