Gesamtwertung85%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Mit bösen Vorahnungen, die immer stärker werden, je näher er dem Schloss kommt, kehrt er zurück, um seinen Großvater William Gordon zu ehren, der ihm so viel bedeutet hat. Wahrscheinlich glaubt er deshalb als einziger nicht, dass William Selbstmord beging. Samuel beginnt mit eigenen Nachforschungen über die letzten Tage in Williams Leben.
Ab hier darf der Spieler ins Geschehen eingreifen. Als Samuel Gordon gilt es in Black Mirror, etliche Rätsel zu lösen, Gefahren zu überwinden und am Ende natürlich die ganze Wahrheit herauszufinden. Das Spiel ist ein reinrassiges Point&Click-Adventure, und lässt sich sehr einfach und intuitiv mit der Maus steuern. Die Tastatur benötigt man nur im Hauptmenü.
Sobald Samuel einen Gegenstand aufgenommen hat, erscheint dieser in Eurem Inventar, in der unteren Bildschirmhälfte, welches erst dann sichtbar wird, wenn Ihr mit der Maus darüber fahrt. Die Handhabung des Inventars ist sehr einfach. Wollt ihr einen Gegenstand verwenden, klickt ihr mit der linken Maustaste darauf, woraufhin dieser an euren Zeiger gebunden wird. Wollt Ihr Euch die Sachen im Inventar genauer ansehen, genügt ein Klick auf die rechte Maustaste.
Trifft unser Protagonist auf Personen, so kann er diese nach bestimmten Themen, die in der unteren Leiste anhand von Symbolen gekennzeichnet sind, befragen. Manchmal kommt es auch vor, dass Samuel eine Frage gestellt wird, auf die er unterschiedliche Antworten geben kann. Einen Einfluss auf den Fortlauf der Geschichte hat dies allerdings nicht.
Was einige eingefleischte Adventure-Spieler jedoch vermissen werden, ist eine Erinnerungsfunktion, an das, worüber mit bestimmten Personen gesprochen wurde. Hilfreich wäre hier so eine Art Tagebuch oder Notizblock gewesen, wie es sie zum Beispiel in Post Mortem gab.
Glücklicherweise passiert das jedoch nicht so oft, da viele Rätsel mit gesundem Menschenverstand und einer Prise Logik relativ leicht zu lösen sind. Selbst sicher vor dem Tod ist man nicht: bei einigen Passagen kann unser Held sogar das Zeitliche segnen. Aber die Entwickler sorgten zum Glück dafür, dass dies im Falle eines Falles den Spielern nicht die Tour versaut. Denn man kann gütigerweise jederzeit abspeichern.
Bei der Grafik gibt es abgesehen von den stocksteifen Animationen der Charaktere, die schon in unserer Preview bemängelt wurden, eigentlich nichts zu meckern. Die abwechslungsreichen Locations sind allesamt wunderschön düster und detailliert gestaltet, und erwecken, dank unzähliger animierter Effekte, einen lebendigen Eindruck.
Sehr schön umgesetzt wurde auch der akustische Bereich: neben den grandiosen Sprechern, allen voran natürlich Johnny Depps deutsche Stimme David Nathan, begeistern auch die hervorragenden Soundeffekte und die bedrohliche Musik während der Abenteuer. Vögelgezwitscher und loderndes Feuer sind nur ein kleiner Auszug. Etwas nervig ist aber, dass die Sprecher manchmal die Dialoge etwas zu sehr in die Länge ziehen. Zum Glück kann man einzelne Zeilen jederzeit überspringen.
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