Gesamtwertung67%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Die Story
In nicht allzu ferner Zukunft ermöglicht uns der technische Fortschritt weit über unser Sonnensystem hinaus in das All vorzudringen. Im Jahr 2600 hat der größte Teil der Menschheit unseren blauen Planeten verlassen, um in den Weiten des Besalius Sternensystems eine neue Kolonie zu gründen. Das Leben in dieser neugeborenen Siedlung verläuft friedlich, doch als das letzte Shuttle im Jahre 2602 ankommt, werden die Siedler von einer schrecklichen Alien-Rasse angegriffen: den BREED.
Diese Attacken schienen willkürlich, ohne Strategie und Logik, trotzdem hatten sie verheerende Auswirkungen. Der Kolonie bleibt keine andere Wahl als einen Hilferuf zur Erde zu senden . Ein Jahr später mobilisiert die Erde eine große Flotte United Space Corps Kriegsschiffe jedes Einzelne bereit, sein Bestes zu geben. Diese Schiffe machen sich auf die lange Reise zum Besalius System, in der Hoffnung, dass sie nicht zu spät ankommen.
Nach einem Jahr, 2604, erreicht die Flotte Besalius und kämpft gegen die im Sternensystem verteilten Breed. Es ist ein langer, harter Krieg, und die Breed geben nicht kampflos auf. Ihre mangelnde Intelligenz wird durch ihre grausamen Kampftechniken mehr als entschädigt. Der Krieg um die Kolonien frisst irdische Ressourcen, deren Reserven langsam zur Neige gingen.
2624 erklärten die USC Kräfte den Sieg über Besalius, wenn auch mit drastischen Verlusten. Die Kolonie ist zerstört und die Flotte so schwer beschädigt, dass nur die USC Darwin den Weg zurück zur Erde schaffen kann. Müde vom Krieg und gezeichnet von den Schlachten begibt sich das Schiff mit seiner verbliebenen Crew auf die Rückreise zur Erde. Das Kommando führt Saul Richter, eine lebende Legende mit über 200 Siegen gegen die Breed.
Die Veteranen von Besalius erreichen die Erde im Jahr 2625. Doch anstelle von Heldenfeiern wartet eine grausame Überraschung: Die Breed haben die Darwin heimlich überholt, die Erdbevölkerung ausgelöscht und die Kontrolle über unseren Planeten übernommen. Der Krieg um die Besaliuskolonie war also nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver! Ein Plan, um die Streitkräfte von der Erde fortzulocken, so dass einer Invasion nichts mehr entgegenstand. Die Menschen wurden versklavt oder getötet, die Überlebenden in Arbeitslager gesteckt, wo sie die Maschinen der Breed bauen müssen.
Aber die Menschheit ist noch nicht bereit in der Dunkelheit zu verschwinden. Captain Richter manövriert die USC Darwin in den Erdorbit und versteckt sie dort mit einem Tarnsystem. Sauls Plan: gezielte Angriffe gegen die schwache Infrastruktur der Breed. Dadurch sollen die verbliebenen Widerstandskämpfer, unter der Anführerin Carla Alvarez, bei ihren Guerilla-Attacken unterstützt werden. Der Captain will mit seinem Schiff und Carlas Kämpfern das Blatt zum Vorteil der Menschheit wenden...
In den insgesamt 18 Missionen der Einzelspielerkampagne gilt es z.B. Flakstellungen der Breed aus der Luft zu zerstören, Radarsysteme mithilfe von Ingenieuren zu sabotieren oder Eskortierungen durchzuführen. Die meisten Missionen spielt man dabei in der Gruppe, wobei man ständig zwischen den Teammitgliedern hin- und herschalten und somit in jedes Mitglied schlüpfen kann. Besonderen Spaß machen die Aufträge aber erst, wenn die Fahrzeuge ins Spiel kommen. Mithilfe von Landungsschiffen, Jägern und Panzern der Starforce wird den Breed ganz schön eingeheizt. Diese setzen den Angriffen Kampfflieger oder Schwebefahrzeugen entgegen. Wenn man nun die Aufträge mit und ohne Vehikel vergleicht, wird erst klar, wie wichtig die Gefährte für den Spielspaß in Breed sind. Monotone Ballereien ohne richtige Essenz und spannende Attacken aus der Luft und am Boden mit mobilen Untersätzen wechseln sich im Spiel ab wie Tag und Nacht.
Sind Aliens wirklich intelligent?
Auf diese Frage kann wohl kein Mensch eine Antwort geben. Aber auf die Frage hin, ob die Aliens in Breed intelligent sind, kann man nur mit dem Kopf schütteln und ein klares Nein aussprechen. Denn die künstliche Intelligenz in diesem Spiel ist so dermaßen schlecht sowohl bei den Breed als auch bei den Menschen dass dieses Spiel als Abschreckung für künftige Entwickler gelten könnte.
Zum einen existieren viel zu viele sinnlose Wegpunkte, die sich die Programmierer ohne weiteres hätten sparen können und zum andern ist das Einzige, was die Aliens machen, ein wenig unorientiertes Rumgerenne mit einer seltenen Hechtrolle zur Seite. Manchmal stehen sie auch nur dumm in der Gegend herum und schreien förmlich danach, dass man sie doch von ihrem armen, virtuellen Dasein erlösen möge. Nicht anders auch die eigenen Teamkameraden: Wenn man an einem schmalen Abhang steht, kann man Gift drauf nehmen, dass die eigenen Mitglieder wohl grad am Ersaufen sind, da sie einfach blindlings hinterherlaufen und Spielobjekte faktisch nicht wahrnehmen. Das löst in vielen Missionen einfach nur Frust aus, da man nach solchen Aktionen gegen die genauso dämliche Gegnerschar meistens alleine dasteht.
Grafisch ist Breed zweifelsohne sehr schön anzusehen. Die Effekte sind krachend, die Wasserreflexionen einfach spektakulär und die Sichtweite enorm. Hier sticht Breed seinen Konkurrenten Halo aus. Lediglich die Figuren hätten noch mehr Polygone vertragen können. Sie wirken nämlich etwas undetailliert. Akustisch spaltet sich das Spiel aber in zwei große Lager: Neben der doch recht atmosphärischen Hintergrundmusik und den sehr wuchtigen Soundeffekten, begegnet dem Spieler viel zu oft die wohl schlechteste Synchronisation, die es in einem Ego-Shooter je gegeben hat. Die wohl für einige Euro bezahlten Sprecher klingen dermaßen unecht und peinlich lachhaft, dass dadurch ein großer Teil der Atmosphäre verloren geht.
Im Multiplayermodus der Verkaufsversion sind lediglich drei Spielmodi enthalten, die jedem Shooter-Fan mittlerweile zum Halse raushängen dürften: Deathmatch, Team-Deathmatch und TDM Melee. Breed sollte doch vor allem im MP-Modus Halo Konkurrenz machen. Mit drei faden Modi ist dies aber nur als Lachnummer zu bezeichnen. Allerdings sollen weitere Modi per Patch nachgeliefert werden. Naja, wenigstens etwas.
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