Gesamtwertung70%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Immer Ärger mit den Nachbarn. Sie stinken, sind laut, unfreundlich und eigentlich kann sie niemand austehen. Dumm nur, dass man immer auch selbst ein Nachbar ist. Unseren Held Woody hat es aber noch schlimmer erwischt. Er muss einen lärmenden, alten Mann mit Bierbauch und Haustieren ertragen, der sich wahlweise als Jäger und als Spanner betätigt. Das läßt Woody sich natürlich nicht gefallen und schlägt zurück. Ob die Streiche Erfolg haben, erfahrt Ihr in unserer Review...
Auf geht es...
Unverhoffter Weise findet sich Woody, in einer Fersehshow wieder. Die Aufgabe: Seinen Bösen Nachbarn mit jeder Menge Streiche den Nerv zu rauben und damit die Einschaltquote zu steigern. Wir schleichen uns daher in Nachbar's Reich und beginnen damit uns allerhand Nützliches zu suchen, um dem Nachbar Steiche spielen zu können.
So ist ein wenig Sekundenkleber auf das Fernglas geschmiert sehr nützlich, um dem Nachbarn das Spannen abzugewöhnen. Waschmittel im Fischfutter läßt den Nachbarn aber genauso verzweifeln, wie eine Bananenschale auf dem Fußboden, ein manipuliertes Stromkabel im Keller oder ein zerplatztes Ei in der Microwelle.
Fies wird es dann, wenn es gilt Haarwuchsmittel ins Duschgel zu schütten, Unkrautvertilgungsmittel in der Gieskanne zu deponieren oder die dritten Zähne in scharfer Flüssigkeit einzulegen. Bei seinem Rundgang durch die fremde Wohnung muss Woody nicht nur darauf aufpassen, dass der Bierbauchfanatiker von nebenan einen erwischt, denn die darauf folgende Prügelei bekommt Woody nicht sonderlich gut sondern er muss auch auf die Haustiere achten. Sowohl Papagei, also auch der treue Hund, geben Alarm, wenn Woody durch ihr Zimmer rennt. Hier bleibt nur lautloses Schleichen, welches aber einfach mit einem Mausklick erledigt ist.
Ein wenig Abschätzen, was der Nachbar als nächstes tut, kann Woody nur, indem er ihn beobachtet oder auf einer kleine Sprechblase am Bildschirmrand achtet. Kann Woody nicht mehr in einen anderen Raum fliehen, bleibt nur noch das Verstecken im Wandschrank oderunter dem Bett.
Neben einem kleinen Tutorial gibt es insgesamt drei Stafeln der Serie 'Böse Nachbarn' mit verschiedenen Folgen. In jeder Folge hat sich der Nachbar wieder neue Aufgaben gesucht, die seine Mitbewohner quälen: Ob Waschtag, Jagd- oder Festmalvorbereitungen. Die Folgen sind sehr abwechslungsreich desigend. In jeder Folge gilt es auch andere Streiche zu absolvieren, nur wenige Gags wiederholen sich. Auch gibt es in jeder Staffel neue Räume in der Wohnung des Nachbarn. Da sich dadurch der Verhaltensablauf von Woody's Widersacher vergrößert und die Streiche leicht anspruchsvoller werden, erhöht sich auch die Schwierigkeit in jeder Episode leicht.
Schafft man es dem Nachbarn mehere Streiche hintereinander zu spielen, flippt dieser völlig aus und es gibt extra Punkte bei der Zuschauerwertung. Nun heißt es, sich zuerst einmal in der Wohnung umsehen und innerhalb eines Zeitlimits eine vorgegebene Menge Streiche zu absolvieren.
Jede Folge kann natürlich beliebig neu gestartet werden, um noch bessere Zuschauerwertungen zu erhalten. Leider hat das Spiel ansonsten keinen Wiederspielwert. So lustig die Streiche auch sind, so innovativ die Idee auch ist, nach höchstens 2-3 Stunden ist das Spiel eigentlich absolviert.
Das liegt auch daran, dass es keinen Editor gibt, um neue Episoden zu basteln. Alle Streiche sind fest vorgegeben und unterschiedliche Kombinationen mit den Gegenständen in jedem Level sind nicht vorgesehen. Es bleibt daher bei einem Spiel, dass sich an den Gelegneheitsspieler richtet und wohl nur für die Mittagspause geeignet ist. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass der Preis des Spieles bei ca. 15 Euro liegt.
Die Grafik ist technischer Durchschnitt. Mehr braucht das Spiel aber auch nicht, denn es erzeugt die Stimmung mit seinem innovativen Spielprinzip. Die Animationen sind für jeden Streich unterschiedlich, leider wiederholen diese sich ständig, wenn sich der Nachbar ärgert, wenn er von den Haustieren auf Woody aufmerksam gemacht wird oder wenn er Woody in der Wohnung erwischt.
Die Räumlichkeiten sind ingesamt aber abwechslungsreich designed. Die Musik und die Soundeffekte sind zwar nicht überragend, schaffen es aber das Gefühl einer Fernsehshow zu vermitteln, indem die typischen Jingle's beispielsweise für's Zuschauerklatschen verwendet werden.
Böse Nachbarn im Test.
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