Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Als nichts ahnender Wanderer befinden wir uns auf dem Heimweg nach Burg Rabenhorst, doch sind wir nicht irgendein Wanderer, sondern Thorwald von Rabenhorst, Sohn von Hagen von Rabenhorst, Erbe des Familienguts und Nachfolger seines Vaters. Wir sind in den ersten Missionen mit Thorwald von Rabenhorst unterwegs. Doch sind wir nicht die einzigen, die das Heimatland unseres Helden einmal beherrschen wollen.Unser böser Nachbar, Alrich von Drachenfels, trachtet ebenfalls nach dem Familienerbe und nach dem Grund und Boden, auf dem unsere Burg und unsere Siedlungen stehen.
Alrich lockt Thorwald und seine Leibwache in eine Falle, aus der nur wenige entkommen konnten. Thorwald versucht nun seinen Vater vor dem bevorstehenden Angriff zu warnen, Burg Rabenhorst zu verteidigen und Alrich von Drachenfels zur Verantwortung zu ziehen.
Auf diesem Weg schreitet ihr in der ersten Kampagne langsam in den spannenden Missionen voran und bekommt auch Hilfe von alten Freunden der Familie, wie Bartholomäus, der Thorwald mit seiner Axt zur Seite steht. Zudem bieten euch Helden wie Thorwald oder Bartholomäus die Möglichkeit, Einheiten in einem Banner um den Helden zu versammeln, die solange sie im Banner sind einen Kampfboni erhalten.
In den Missionen warten auf euch nicht nur gut inszenierte Burgenbelagerungen und die Verteidigung der eigenen Burg, sondern auch abwechslungsreiche rollenspielähnliche Missionen, in denen ihr kleinere Quests erfüllen müsst. In einer Mission sollen wir beispielsweise einen Mönch um Hilfe bitten, der der Familie Rabenhorst schon immer treu ergeben war. Eigentlich kein Problem, Kloster sind ja für jeden offen. Wäre dieses Kloster bloß nicht genau in der Burg unseres Erzfeindes, Alrich von Drachenfels.
In dessen Burg gilt es nämlich vor den Wachen unentdeckt zu bleiben. Commandos-Fans sollte diese Mission sofort anlocken, müssen wir doch wie in dem 2. Weltkriegsspiel versuchen aus den Sichtkegeln der gegnerischen Wachen fernzubleiben. In der Stadt selber erhalten wir auch Hilfe von einem Bettler, der uns gegen einen kleinen Lohn durch die Stadt lotst, was die Suche nach dem Kloster vereinfacht.
Ähnlich abwechslungsreich sind auch die weiteren Missionen. In einer der Missionen haben wir keine Burg, müssen aber eine andere einnehmen um Thorwalds Schwester, Svea von Rabenhorst, aus dem dortigen Burggefängnis zu befreien. Hierfür heuern wir kostenaufwendige Söldner an. Um an genug Geld zu kommen, müssen wir kleinere Quests erledigen, wie beispielsweise einen geldgierigen Stadthalter zu beseitigen, der die arme Bauernbevölkerung terrorisiert.
Doch natürlich kommt bei all der Abwechslung der Missionen der Burgenbau nicht zu kurz. Um eine Burg zu errichten, benötigt es lediglich den richtigen auf jeder Map vorgegebenen Platz. An dieser Stelle errichten wir einen Burgfried, der das Herzstück unserer Burg darstellt.
Um diesen herum, bauen wir mächtige Wälle aus Stein, die wir mittels der im Burgfried verfügbaren Forschungen weiter upgraden können und so beispielsweise mit Zinnen versehen, die zugleich das Bauen von Türmen in der Mauer und die Besetzung der Burgmauern mit Bogenschützen ermöglichen.
Habt ihr einmal eine gut ausgebaute Burg, ist es jedoch nicht allzu leicht diese vor den anstürmenden Gegnerhorden zu verteidigen. Leider liegt nämlich eure Siedlung vor der Burg, außerhalb der Reichweite eurer auf den Mauern positionierten Bogenschützen.
Hinzu kommt noch: Die Siedlung liefert euch die Rohstoffe und erhöht das sowieso geringe Einheitenlimit drastisch, brennen eure Gebäude ab, verliert ihr also die Möglichkeit einen erfolgreichen Ausfall per Burgtor oder Geheimgang im Falle eines Angriffs zu wagen.Des Spielers Burg ist also sozusagen die letzte Zufluchtsstätte. Um es nicht so weit kommen zu lassen, seit ihr zu Schlachten auf offenem Feld und vor eurer Siedlung gezwungen. Habt ihr eine gut ausgebaute Burg, genügend Ressourcen und eine schlagkräftige Armee, könnt ihr endlich der gegnerischen Burg trotzen und diese mit eurer Armee angreifen. Doch leider ist der Kampf nicht immer so leicht, wie man es sich gerne wünschen würde. Einheiten verlaufen sich öfter gerne mal oder bleiben stecken.
Um aber auch genug Bogenschützen, Schwerkämpfer oder berittene Helebardenträger zu rekrutieren, müssen wir den Rohstoffvorrat aufstocken. Damit wir das erreichen, müsst ihr eine Siedlung vor eurer Burg errichten. Natürlich möglichst nahe eurer Stein- und Erzvorkommen.
Diese sind auf der Map vorgegeben und nur einmal für euch vorhanden. Doch kein Problem: Bis auf die Holz liefernden Bäume, die übrigens auch nach wachsen, sind die Rohstoffvorkommen unbegrenzt. Auch das Geld wird durch eure Leibeigenen erwirtschaftet.
Mittels des Steuereintreibers und der Forschung Steuerschraube können wir festlegen, wie hoch die Steuer auf unsere Leibeigenen sein soll. Je nach erhobener Steuer arbeiten eure Leibeigenen mehr oder weniger effektiv. Um euren Geldvorrat aufzustocken, könnt ihr auch auf dem Marktplatz überschüssige Rohstoffe verkaufen.
Doch sind die Leibeigenen zu mehr als zum Steuern zahlen und Rohstoffe sammeln gut. Mittels der Zisterne in der Burg könnt ihr brennende Gebäude löschen und ein Abbrennen bis auf die Grundmauern verhindern. Das zu verhindern geht recht bequem: über einen Schieberegler bestimmt ihr, wie viele Leibeigene den Brand löschen sollen.
Ist der Brand gelöscht, geht es genauso bequem wieder zurück an die Arbeit. Genauso funktioniert es sonst auch ohne Brand: per Schieberegler weist ihr euren Leibeigenen neue Arbeiten zu. Doch um gegnerische Gebäude erstmal in Brand schießen zu können, benötigt ihr auch die entsprechenden Forschungen für eure Bogenschützen.
Ohne Wissenschaft soll es bekanntlich ja keinen Fortschritt geben, für uns heisst das Ausbleiben lohnender Forschungen mindestens einen verlorenen Vorteil gegen unseren Herausforderer. Für das Upgraden eurer Einheiten oder das Einheitenlimit, steht euch gleich eine ganze Palette von möglichen Forschungen zur Verfügung, die je nach Nutzen mehr oder weniger kosten.
Auch neue Kampfeinheiten werden über die verschiedenen Forschungsmöglichkeiten realisiert: Um Armbrustschützen auszubilden, benötigt ihr die Forschung für die Armbrust. Armbrustschützen bieten dem Spieler besonders im Kampf Einheit gegen Einheit einen Vorteil, denn sie durchschlagen mit ihren Bolzen leichter die feindlichen Rüstungen, können jedoch keine Brandpfeile verschießen.
Das Forschen geschieht dabei ähnlich bequem wie das restliche Verwalten eurer Gefilde. Ein Menü reicht für alles, was ihr machen wollt. Dort habt ihr über Buttons die Möglichkeit zwischen Forschungen, Einheiten, Siedlungsgebäuden und Burggebäuden zu wechseln.
Somit bleibt euch das suchen nach einzelnen Gebäuden erspart und alles wird zentral von euch erledigt. Lediglich die Einheiten erscheinen in dem für sie vorgesehenen Ausbildungszentrum. Alle Militäreinheiten werden dabei in Burggebäuden ausgebildet, nur die Belagerungsmaschinen werden in der Werkstatt zusammen genagelt, welche nur in der Siedlung gebaut werden kann.
Wer sich mit menschlichen Gegenspielern messen will, der versucht seinen Glück im Multiplayermodus für bis zu 4 Spieler. Dort drehen sich alle Gemetzel gegen euren Gegenspieler oder den Computer um eure Burg. Auf dem Marktplatz könnt ihr sogar Turniere abhalten, um Ritter anzulocken, die gegen einen Lohn in eure Armee eintreten.
Einmal in eurer Armee, kämpfen Einheiten unter dem Banner der Ritter effektiver. Gehen euch mal die Multiplayer Karten aus, müsst ihr wohl erstmal auf den Modus verzichten: Der Zufallsgenerator liefert nur flache, einseitige und wenig spannend gestaltete Maps. Ein Mapeditor ist derzeit nicht vorhanden, schade.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
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