Gesamtwertung78%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
So beginnt die Geschichte des jungen Galliers Larax, dessen Geschick der Spieler im Abenteuer-Modus von Celtic Kings Rage of War in die Hände nimmt. Doch noch ist er lange nicht stark genug, um es mit den mächtigen Armeen der Germanen aufzunehmen. Außerdem gibt es auch immer noch die Römer, die ganz Gallien im Jahre 50 v.Chr. besetzt halten (wirklich ganz Gallien?...).
Das ganze folgende Spiel aus dem Hause des bulgarischen Entwicklers Haemimont ist eine recht gelungene Mischung aus Echtzeit-Strategie- und Rollenspiel. Teilweise ist man mit seinem Helden alleine unterwegs, um zum Beispiel Rat bei einem weisen Druiden zu suchen und kurze Zeit später führt man seine Streitmacht gegen eine römische Kohorte. Für das Töten von Gegnern bekommt Larax Erfahrungspunkte. Weiterhin kann man 4 spezielle Gegenstände mit sich tragen, die die Fähigkeiten des Helden erhöhen.
Helden sind auch die einzigen Einheiten, die Armeen effektiv kommandieren können. Nur wenn die Einheiten Larax oder einem der anderen Anführer auf die man trifft, zugewiesen sind, können sie sich in Formationen durch die Landschaft bewegen. Diese Formationen sowie die richtige Mischung der Armee sind in vielen Fällen der Schlüssel zum Sieg. Ein Sturmangriff einer Truppe von Axtkämpfern auf eine römische Patrouille ist in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt. Erst die Mischung aus Bogenschützen, Axtkämpfern und Kavallerie führt zum gewünschten Erfolg.
Wie bei anderen Strategiespielen, gilt es auch bei Celtic Kings ein ausgeglichenes Ressourcen-Management zu Stande zu bringen. Diese werden jedoch nicht von Bauern abgebaut, sondern erreichen die Siedlung in Form von Tributzahlungen von abgelegenen Dörfern. Neben den eigentlichen Aufträgen ist es also ratsam sich um die Sicherung dieser Dörfer und der Transportrouten zu kümmern, um einen stetigen Fluss an Resourcen aufrecht zu erhalten.
Mittels Gold und Nahrung kann man entweder neue Techniken erforschen, um Verbesserungen der Einheiten zu bewirken, oder eben weitere Truppen ausheben.
Um den Ausbau seiner Basis braucht man sich nicht zu kümmern, da von Anfang an eine Siedlung mit allen erforderlichen Gebäuden zur Verfügung steht und diese sich auch nicht erweitern lässt.
Auf den riesigen Karten erwartet den Spieler, im Gegensatz zu den meisten Strategiespielen, eine Vielzahl an Aufgaben, die er auch in beliebiger Reihenfolge angehen kann. Jedoch ist meistens klar ersichtlich in welcher Reihe sie abgearbeitet werden sollten. So wird es bestimmt einfacher sein zuerst die Tributzahlungen an die römische Festung zu stoppen und sich hiernach erst um die Festung selbst zu kümmern.
Im Gegensatz dazu ist der Sound eher durchschnittlich, die Sprachausgabe recht lieblos geworden. Auffällig ist auch, dass unser Held Larax in einem Satz sehr geschwollen, förmlich spricht, um im darauffolgenden schon fast kumpelhaft herüber zu kommen. Auch die Hintergrund Musik ist leider recht eintönig geworden, was der Atmosphäre in vielen Situationen nicht gerade zu Gute kommt.
Wer also Strategie-Spiele mit einer guten Story mag und auf den üblichen Basis in Festung-Ausbau verzichten kann, dem sei Celtic Kings ans Herz gelegt.
Celtic Kings - Rage of War im Test.
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