Gesamtwertung78%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Um das Kampfgeschehen noch etwas aufzumischen, sorgten die Entwickler für Abwechslung: Priester heilen eure im Kampf verwundeten Einheiten und sogar eure Nachschubwege müssen gesichert werden. Für eure Einheiten benötigt ihr Gold sowie Nahrung, um deren Existenz zu sichern und sie vorm Hungertod zu bewahren. Deshalb schickt man am besten gleich ein paar Lastenesel mit seinen Einheiten an die Front, damit die mangelnde Nahrung nicht zu sehr an der Kampfkraft der Einheiten nagt.
Das geschieht recht einfach und zwar mittels der Minimap, die in Celtic Kings allerdings gar nicht so mini ist. Die muss man nämlich immer extra aufrufen und einmal aufgerufen, bedeckt sie den ganzen Bildschirm. Dafür steht euch dann die ganze Karte zur Verfügung. Ein Klick auf ein Dorf, ein weiterer auf die versorgende Festung und die Nachschubwege sind gesichert.
Um euch noch eine schnellere Produktion eurer Armeen zu ermöglichen, gibt es auf vielen Multiplayer- und Einzelspieler-Karten weitere Festungen, die allerdings nicht so stark besiedelt sind. Da ihr für die Ausbildung eurer Einheiten jeweils immer einen freien Bürger pro Einheit benötigt ist eure erste Festung also immer die wichtigste, da sie meist die doppelte Bevölkerungszahl hat wie die kleineren, zu Beginn unbesetzten Festungen. Doch ermöglicht euch das auch eine Niederlage und den Verlust einer kleineren Festung auszugleichen, da ihr immer noch genug Möglichkeiten habt starke und kampftüchtige Armeen auszubilden.
Einen großen Vorteil haben die geschickten Feldherren unter euch, die es schaffen ihre Soldaten möglichst lebendig nach Hause zu bringen. Anhand der von euren Soldaten erledigten Gegner gibt es nämlich weitere Erfahrungspunkte und schnellere Levelaufstiege. So ist eine kampferprobte Armee mit 50 Kämpfern meist genauso viel Wert wie eine Armee mit 150. Es lohnt sich also!
Dass Celtic Kings nicht ganz realistisch ist, beweisen die Priester. Die heilen eure Einheiten oder verfluchen den Gegner. Wenn man sich mehr als einen Priester leisten kann, kann man in einem Stonehenge sogar spezielle Beschwörungen vollbringen, um den Gegner vor einem großen Angriff vehement zu schwächen. Doch Vorsicht: Der Gegner macht das genauso!
Neben den Stonehenges gibt es noch andere, nicht einnehmbare Objekte auf der Karte. Darunter sind beispielsweise Teutonenzelte, in denen meist eine Horde Barbaren haust, die jeden näher kommenden Feind sofort angreift Friedensverhandlungen sind hier Fehl am Platz. Wer es schafft die Barbaren zu beseitigen, wird in Zukunft jedoch auf die Hilfe der Teutonen zählen können, eine Art römischer Frieden also. Stetig werden neue Teutonen im Zelt erstellt, so dass ihr pro Zelt bis zu 20 Teutonen zur Verfügung habt. Bei acht Zelten unter eurem Kommando also eine beachtliche Zahl.
Des Weiteren gibt es noch so was wie Kultstätten, in der magische Gegenstände zur Benutzung bereit stehen. Diese geben euch Vorteile im Kampf oder nehmen nahe stehenden Gegnern mit einem Schlag große Teile der Lebensenergie.
In der Multiplayer Variante habt ihr die Wahl zwischen Galliern, Iberern, Römern und Karthagern. Zwar sind die beiden letztgenannten das Herz der Kampagne doch haben sich die Entwickler mit den beiden Nebenvölker genauso viel Mühe gegeben. Somit ist jedes Volk gleichwertig. Jedes hat seine Vor- und Nachteile und ermöglicht euch so verschiedene Taktiken. Die einen setzen mehr auf Kavallerie, die anderen mehr auf Fußsoldaten. Dabei steht es euch frei entweder mit und gegen den Computer zu spielen oder zusammen mit Freunden oder Clankollegen in die Schlacht zu ziehen.
Doch agiert der Computer Gegner gar nicht so dumm: Nach und nach erobert er die Dörfer und Festungen rund um seine Heimatstadt um genug Ressourcen und Bürger für seinen finalen Schlag gegen eure Hauptfestung zu sammeln.
Soundtechnisch setzt Celtic Kings ebenfalls keine neuen Maßstäbe. Der Sound ist zumindest im Bezug auf den Soundtrack in Ordnung, ansonsten hört man bei Schlachten immer dieselbe sich wiederholende Schleife von klirrenden Schwertern, zurrenden Bogen und dumpfen Stößen auf den Schilden.
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