Gesamtwertung85%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Im Jahr 2003 begeisterte der polnische Entwickler Techland die Gamer-Gemeinde und die Fachpresse gleichzeitig: mit Chrome schufen sie einen Ego-Shooter, der dank seines innovativen Drogen-Einpump-Features, der spannenden Missionen sowie der schönen Grafik auf ganzer Linie überzeugen konnte. Auch in unserem Test räumte das Spiel satte 85% ab. Nun erscheint mit SpecForce der zweite Teil der Söldner-Story. Wir verraten Euch anhand der Verkausversion, ob SpecForce Chancen auf die Pole Position hat.
Wie schon im Vorgänger übernimmt man auch in SpecForce den Part des gewissenhaften Kopfgeldjägers Logan. Dieser nimmt nun seinen Job so ernst wie nie zuvor und hat sich deshalb der sogenannten SpecForce angeschlossen, einem Elite-Team aus Kopfgeldjägern und anderen schlimmen Gesocks. Wie diese arbeiten, unterliegt natürlich wie immer der Geheimhaltungsstufe G14.
Die Missionen in SpecForce können überzeugen: mal müsst Ihr Stellungen ausheben, gegnerische Basen oder Versorgungseinrichtungen in die Luft jagen, Viren in Systeme einschleusen oder Codes hacken.
Abwechslung wird ganz groß geschrieben. Leider verhindern im Moment noch einige ärgerliche Bugs den Spielspaß. In einer Mission bleibt zum Beispiel ein Vorgesetzter manchmal an Objekten hängen.
Diesen braucht man jedoch für den weiteren Verlauf. Was nun? Da bleibt nur ein Neustart der Mission und ein beherzter Biss in die Tastatur. Patch bitte!
Was unverändert geblieben ist, ist das Transfersystem von Gegenständen. Hat man zum Beispiel einen Gegner erledigt, wird dessen Leiche auf seinen Inventarinhalt untersucht und gegebenenfalls davon erleichtert.
Gegenstände werden dann einfach per Drag&Drop also Rüberziehen und Fallenlassen oder Doppelklick ins eigene Interface übertragen, und stehen dem Spieler bei genügend Inventarplatz von nun an zur Verfügung.
Unter anderem gibt es Healthpacks, Waffen, Munition und Aufladepäckchen für die Rüstung. Diese Art der Inventarverwaltung ist wie beim Vorgänger einfach und unkompliziert, wie auch die typische Ego-Shooter-Steuerung des Spiels an sich.
Grafisch hat sich seit dem Vorgänger außer wesentlich verbesserter Explosionseffekte nicht viel getan, dennoch kann SpecForce durch weitläufige und komplett begehbare Levels und eine hohe Weitsicht überzeugen.
Gras und Laub wiegt sich im Wind hin und her, was einem zwar erst richtig auffällt, wenn man für einen Moment inne hält, aber dennoch ein lebhaftes Landschaftsbild erzeugt.
Nicht so gelungen sind hingegen das Charakterdesign und deren Animationen sowie das relativ blasse und monotone Farbspektrum des Spiels: viele Farben außer Dunkelgrün, erdigem Braun und metallischen Grau bekommt man in SpecForce nicht zu Gesicht. Auf der einen Seite gibt dies dem Spiel zwar einen realistischeren Touch, auf der anderen Seite wirkt dann aber auch alles wie aus einem einheitlichen Guss, was hier nicht unbedingt positiv auffällt.
Akustisch schneidet das Sequel auf jeden Fall besser ab als sein Vorgänger. Die etwas abgedämpften und nicht wirklich berauschenden Schusseffekte von Chrome wurden nun fast gänzlich runderneuert und erzeugen vor allem bei Teammissionen ein klangvolles und wuchtiges Gesamtbild.
Auch die ganz kleinen Details wie wehenden Wind oder Vogelgezwitscher fügen sich perfekt ins Klangbild ein. Übrigens gibt es wie beim Vorgänger in der deutschen Fassung von SpecForce auch eine deutsche Synchronisation. Und diese klingt sogar richtig gut.
Der Multiplayermodus von SpecForce macht Spaß, ist aber vom Umfang her sehr dünn geraten. Es gibt nur die üblichen Spielmodi Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture The Flag und vergleichsweise wenig Maps zur Auswahl.
Mit einer Mindestspieleranzahl von vier Leuten machen die Gefechte aber dennoch Laune, vor allem auch wegen den benutzbaren Fahrzeugen.
Chrome: SpecForce im Test.
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