Gesamtwertung85%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Ohrenbetäubend knattern die Maschinengewehre der P-51, die sich gerade hinter einer deutschen Messerschmidt in eine gute Schussposition bringt. Der deutsche Pilot versucht mit aller Gewalt den Gegner mit Hilfe von gekonnten Flugmanöver abzuschütteln. Es gelingt ihm nicht und einige Salven der todbringenden feindlichen Geschosse treffen die linke Tragfläche, wodurch die Messerschmidt durchgeschüttelt wird und anfängt zu schlingern. Der amerikanische Pilot setzt zum Todesstoß an und feuert weiter. Er trifft die Kanzel des deutschen Piloten, was zum Absturz der deutschen Messerschmidt führt, und dem alliierten Piloten ein weiteres Fliegerabzeichen einbringt.
Willkommen in den harten Luftgefechten des zweiten Weltkrieges, willkommen im Kriegstheater Europa.
Der totale Krieg!Wir befinden uns mitten im zweiten Weltkrieg, kurz nach dem Einstieg der Alliierten um den Kampf der Festung Europa. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird es darum gehen feindliche Flugzeuge abzuschießen, Versorgungslinien abzuschneiden und Truppenteile zu dezimieren.
Dies kann entweder auf der Seite der Deutschen, Briten oder Amerikaner vollführt werden, was man zu Beginn einer Kampagne festlegen muss. Nun kann der Spieler sich entscheiden, ob er Jagdflieger sein möchte oder ob er lieber mit einem Bomber über die Lande fliegt.
Nun muss noch ein Name eingegeben und die Piloteneigenschaften mittels Fähigkeitspunkte festgelegt werden. Diese sind neu im CFS 3 und unterteilen sich in Sehkraft, G-Belastbarkeit und Gesundheit. Alle diese drei Eigenschaften sind extrem wichtig und keine sollte vernachlässigt werden.
Damit Feindflieger auch schon in größerer Entfernung ausgemachtwerden können, sollte man seine Sehkraft auf ein entsprechendes Niveau steigern, denn was nutzt ein Kampfflugzeug, wenn man die Gegner nicht von den Feinden unterscheiden kann.
Da wir natürlich nicht wollen, dass der eigene Pilot während steilgeflogener Kurven oder riskanten Loopings unmächtig wird, sollten wir die G-Belastbarkeit auch nicht außer acht lassen. Es gibt nichts tödlicheres, als einen Piloten, der mitten im Luftkampf sein Bewusstsein verliert; der Abschuss oder einfach nur Absturz ist dann sicher.
Zu guter letzt wäre da noch die Gesundheit. Dieser Wert entscheidet wieviel unser Flieger an Verletzungen einstecken kann. Wird das Cockpit von feindlichen Geschossen durchschlagen, kommt es schnell zu Treffern im Körper, welche dann blutende Wunden nach sich ziehen. Da unser Alter Ego aber noch zurück zum Stützpunkt fliegen muss - wenn man den Dog Fight überlebt hat - ist es wichtig nicht zu verbluten, bevor man verarztet würde. Dies führt dann logischerweise zum Tod des Piloten und zum Verlust eines Flugzeuges des eigenen Landes.
Die Flugzeugmodelle sind auch vor Kampfspuren nicht gefeit, denn es bleiben bei Treffern Einschusslöcher zurück und Teile können abbrechen. Getroffene Flugzeuge ziehen irgendwann einen grossen Rauchschleier hinter sich her oder fangen an zu brennen.
Im CFS 3 kam, im Gegensatz zum zivilen Flight Simulator, eine neue Grafikengine zum Einsatz. Da sich der Spieler oftmals mit Bodenzielen rumschlagen muss, wurden die Einheiten und Umgebungen wesentlich detaillierter angefertigt. So kann man über dichte Wälder, detaillierte Städte und Wasserfahrzeuge hinwegfliegen. Einzig negativ fällt das Baukastensystem der Grafik auf, denn jedes Stück Landschaft wurde einzeln in einem rechteckigen Feld gebaut und dann aneinander gereiht. Allerdings fällt das nur bei niedrigeren Grafikdetails wirklich auf.
Natürlich verständigen sich die Geschwaderpiloten untereinander. Dies wurde mit exzellenten Sprachaufnahmen realisiert, die Ihr, je nach Fraktion, in Deutsch, typischen Englisch oder amerikanischem Englisch hört. Somit ist es zu hören, wenn Eure Jungs Feindflieger abschießen, Gegner sichten oder selber Hilfe brauchen. Auf übertriebene Todesschreie wurde verzichtet.
Musikalisch hat CFS 3 eigentlich nichts zu bieten, da sich einzig ins Hauptmenü ein bisschen Musik verirrt hat.
Während eines Gefechtes, sei es auf Boden- oder Luftziele gerichtet, fliegt eine Menge Blei umher, und die Flugeigenschaften verschlechtern sich nach fast jedem Treffer. Dieses Verschlechterung hängt jedoch von den getroffenen Bereichen des Flugzeuges ab, das diese in verschiedene Trefferzonen unterteilt sind.
Anfänger sollten zu Beginn davon absehen, den Realismus ganz hoch einzustellen, denn im Luftkampf muss man auf die G-Belastung achten, aufpassen dass keine Gegner von der blendenden Sonnenseite her angreifen und zudem noch seine Ziele bekämpfen. Dabei ist der Spieler dann schon einmal ziemlich beschäftigt und es tauchen schon leichte Gefühle von Streß auf. Dies ist aber für einen CFS Veteranen genau das, was dieses Spiel ausmacht.
Als Flieger muss man nicht nur in der Luft gut sein, sondern auch die Einsatzplanung sollte gekonnt ausgeführt werden. So wird zwischen den Missionen eine Karte eingeblendet, auf dem die aktuellen Geschehnisse angezeigt werden. Der Spieler hat nun die Möglichkeit sein Geschwader an andere Punkte zu versetzen, um dort Patrouillen und Angriffe zu fliegen. Dies lässt einem viele Möglichkeiten beim bestimmen seiner Ziele und Aufgaben. Wer also gerne Einsätze gegen Wasserziele fliegt, sollte sich in der nähe des Meeres stationieren.
Bis auf einige kleine Schwächen in der Grafik und dem Kastenbausystem der Landschaften gibt es hier kaum etwas zu bemängeln. Der reichhaltige Fundus an Flugzeugen, 18 an der Zahl, lassen keine Wünsche übrig.
Dieses Spiel ist für jeden geeignet, der gerne Spiele dieser Art sein eigen nennt. Aber auch Anfänger können getrost zugreifen, da das Spiel einfach im zum bevorzugten Schwierigkeitsgrad hin eingestellt werden kann. Microsoft hat mal wieder bewiesen, dass sie -im Bereich der Flugsimulatoren - noch immer die Nummer eins sind.
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