Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Blutrache! Das ist Conans einziger Gedanke, als er nach einem Streifzug ins sein völlig verwüstetes Dorf zurückkehrt. Männer, Frauen und Kinder wurden auf barbarische Art und Weise niedergemetzelt. Deshalb lässt sich unser Held auch nicht lange bitten und macht sich alsdann auf die Socken, um die Schuldigen zu richten. Die simpel gestrickte Storyline von Conan wird im Intro angerissen und führt den Spieler im weiteren Spielverlauf durch eine Vielzahl düsterer Umgebungen.
Gesteuert wird der Testosteronbolzen dabei aus der dritten Person-Perpektive, also ähnlich wie in Tomb Raider. Erspäht Conan einen Feind, fixiert sich die Figur auf den Widersacher und lässt erst wieder los, wenn der Gegner tot am Boden liegt. Gekämpft wird mit verschiedenen Schwertern, Äxten und Morgensternen, wobei der Spieler mit der Zeit immer neue und stärkere Waffen findet. Erledigte Feinde erhöhen außerdem die Erfahrungspunkte des Spielers, mit denen neue Special-Moves eingekauft werden können.
Die zahlreichen zuschaltbaren Angriffsarten existieren in drei Stufen, die sich hinsichtlich ihrer Durchschlagskraft und ihrer erforderlichen Anzahl an Erfahrungspunkten unterscheiden. Somit kann jeder Spieler seinen eigenen Conan erstellen, da man nicht an eine bestimmte Reihenfolge gebunden ist. Speichern darf man erst, wenn man spezielle Speicher-Runen aufgesammelt hat, die in jedem Level verteilt sind. Deren Einsatz liegt dann im Ermessen des Spielers.
Zwar ist das Spiel vorrangig auf Hack ´n Slay ausgelegt, aber übertrieben brutale Effekte wird der Käufer schon alleine wegen der ab16-Altersfreigabe nicht erleben.
Wer auf abgeschlagene Körperteile und Blutexzesse á la Severance hofft, wird enttäuscht sein. Lediglich ein paar Blutspritzer sind zu sehen, was in seiner Wirkung für Non-Gore-Hounds aber völlig ausreicht.
Grafisch wurde Conan in einem recht schicken 3D-Gewand umgesetzt, obwohl die Fähigkeiten der Grafik-Engine leider nicht gänzlich ausgenutzt wurden. Hier und da gibts schon mal abgehackt wirkende Animationen und Clipping-Fehler zu sehen, die den Spielfluss jedoch nicht weiter stören. Schon alleine die schönen Außenwelten und coolen Effekte sind einen genaueren Blick wert.
Die Synchronisation des Titelhelden übernahm erfreulicherweise die deutsche Stimme von Arnold Schwarzenegger, was einen großen Teil der tollen Atmosphäre beibehält.
Ein anderer Sprecher wäre hier einfach unpassend gewesen. Die restlichen Sprecher machen ihre Sache ebenfalls recht gut. Die orchestrale Hintergrundmusik stimmt perfekt auf das Geschehen ein, die Soundeffekte wie plätschernder Regen oder krachende Blitze unterstreichen perfekt die Stimmung des Spiels. Lediglich die Waffeneffekte hätten ruhig ein wenig reißerischer sein könnten.
Conan: The Dark Axe im Test.
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