Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Das Leben ist hart, besonders für Profi-Killer. John Jack, Meister des geräuschvollen Tötens, findet sich an einen Stuhl gefesselt und von Berufsschlägern bedroht, die ihn mit einer Kettensäge zu einem Döner-Spieß verarbeiten wollen. Schon früh merkt man, wie in Contract J.A.C.K. der Hase läuft anders als Cate Archer, Heldin der restlichen No one lives forever-Spiele, befreit sich Jack mit ein paar rechten Harken, anstatt sich mit Köpfchen aus der Situation zu mogeln. Zu seinem Inventar werden in den folgenden Missionen ausnahmslos großkalibrige Waffen gehören, das Agentenspielzeug einer Cate Archer wie explodierenden Lippenstift oder Roboterpudel sucht man hingegen vergebens. Seine Vorgehensweise ist auch alles andere als graziös. So werden bei verschlossenen Türen kurzer Hand die Schlösser weggeschossen und Schleichpassagen sind unerwünscht. Klingt alles negativ, macht aber einen Heidenspaß, sich einfach mal ungestört auszutoben!
Die Adventure-Einlagen halten sich in Contract J.A.C.K. in Grenzen. Gelegentlich müssen ein paar Schalter umgelegt oder Feuer gelöscht werden, die meiste Zeit aber verbringt man mit dem Durchlöchern von Gegnern und dem Werfen von Granaten. Und dazu hat man genug Möglichkeiten, da Gegner meistens in Gruppen auftreten. Diese verstecken sich dann bei Feindkontakt hinter Ecken oder Fässern und werfen Tische um, hinter denen sie in Deckung gehen können. Dadurch kann es an manchen Stellen bei Feuergefechten zu Munitionsmangel kommen, macht aber nichts, weil der Vorrat danach den liegen gebliebenen Waffen toter Gegner sei Dank schnell wieder aufgefrischt werden kann.
Einen erheblichen Beitrag zur Lebenserhaltung tragen zudem Medipacks und Körperpanzerung bei, die je nach Schwierigkeitsgrad in den Missionen zu finden sind.
Die eigentliche Kampagne dauert an sich nur wenige Stunden. Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad reichen vier bis fünf Stunden aus, um die komplette Story durchgespielt zu haben. Dabei wird man sich so gut wie nie langweilen. Die abwechslungsreichen Missionen führen den Spieler zu Orten auf der ganzen Welt und sogar darüber hinaus. Angefangen in Tschechien fliegt man kurz vor Schluss auf einen Abstecher zum Mond, um einen verschollenen Wissenschaftler zu finden. Allerdings läuft dabei alles sehr linear ab und überhaupt spielt sich jede Mission wie die vorherige. Einzige Lichtblicke sind der Einsatz eines bewaffneten Motorschlittens und Mofas in ein paar Missionen.
Trotz des kurzen Spielvergnügens ist Contract J.A.C.K. für Fans ein Muss. Die dem Spiel beiliegenden Editoren ermöglichen das Erstellen eigener Missionen oder ganzer Mods. Letztendlich liegt es also an der Fangemeinde, den 'No one lives forever-Mythos aufrecht zu erhalten.
Mit insgesamt 15 Maps und vier Spielmodi kommt der Mehrspieler-Part daher. Neben den üblichen Spielmodi Deathmatch und Team-Deathmatch sind auch die Varianten Weltuntergang und Zerstörung möglich. In Weltuntergang versuchen Team rot und Team blau jeweils als erstes eine Weltuntergangs-Maschine zu bauen, indem sie die dazu nötigen Bauteile auf den Maps finden. Bei Zerstörung treten ebenfalls zwei gegnerische Teams gegeneinander an, wobei ein Team bestimmte Ziele sprengen und das andere Team das verhindern muss. Alles nette Ideen, aber nicht wirklich prickelnd. Hinzu kommt, dass viel zu wenig Internet-Server zu finden sind. Wer also mit anderen Leuten spielen will, sollte Freunde zusammen trommeln und über LAN auf die fröhliche Hatz gehen.
Die Grafik, die noch aus No one lives forever 2 stammt, wirkt trotz einiger Verbesserungen etwas angestaubt. Manchen Texturen ist anzumerken, dass der Zahn der Zeit auch an ihnen nicht vorbeigeht. Umso gelungener sind dafür die Animationen. Getroffene Gegner purzeln elegant eine Treppe runter, was ab und zu aber dazu führt, dass man nicht weiß, ob er nun tot ist oder sich nur mit einer geschickten Rolle in Deckung bringen will. Auch der Sound und die Effekte erfüllen ihren Zweck. Einen ebenfalls guten Job haben die Synchronsprecher gemacht. Manche Figuren wurden eventuell etwas lahm synchronisiert, aber das Gesamtbild kann sich sehen lassen.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Contract J.A.C.K. im Test.
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