Counter-Strike, das erfolgreichste Multiplayerspiel aller Zeiten, bekommt dank der Source-Engine endlich ein zeitgemäßes Gewand mit hochauflösenden Texturen, einer realistischen Physik-Engine und neuen Sounds. Wir zeigen euch die markantesten Änderungen im Gegensatz zur Version 1.6.
Im Großen und Ganzen ist Counter-Strike: Source nur die Portierung von Counter-Strike v1.6 auf die neue Source-Engine. Neben neuen Waffenmodellen, einer Physikengine und einer super Grafik wurde an dem Spielprinzig nichts großartig verändert.
Die meisten Standardkarten wurden grafisch aufgemöbelt, am Grundlayout wurde aber nicht herumgeschraubt. Neben einem neuen Baum hier, anderen Kisten da und Fässer anstelle von Kisten wurden die Maps mit ihren Besonderheiten 1:1 übernommen. Doch bei vielen Maps gab es auch einige erwähnenswerte Veränderungen. Leider wurden auch nicht alle Karten in CS:Source mit übernommen, so fehlen populäre und taktisch anspruchsvolle Karten wie de_nuke oder de_train.
Am Waffenverhalten wurde nicht unbedingt groß herumgeschraubt. Einige der Trefferzonen wurden anscheinend angepasst, ansonsten spielt sich die Source-Version so wie Version 1.6. Allerdings wurde das Schild wieder aus dem Arsenal herausgenommen und man kann jetzt fallen gelassene Granaten und Rüstungen aufsammeln.
Die Physikengine leistet ganze Arbeit, denn alles verhält sich realistischer als vorher. Granaten beschleunigen nicht mehr bergauf, die Gegner sacken nach dem tödlichen Schuss realistisch zusammen und umgeschossene Fässer rollen nach den Gesetzen der Physik durch die Gegend.
Diese Fässer können sowohl zum eigenen Vorteil eingesetzt werden, in dem man sich hinter ihnen versteckt, können aber auch eine Behinderung darstellen. Schießen die Counter-Terroristen zum Beispiel auf der Karte de_aztec die Fässer vor dem Holztor der Terroristen korrekt um, hat man als Terrorist seine Probleme, vernünftig aus dem Tor herauszukommen und den ersten CT, der sich auf der gegenüberliegenden Seite aufhält, umzunieten.
Besonders eindrucksvoll sind die Glaseffekte. Solltet ihr auf eine Fensterscheibe schießen, so springt diese und erst beim Durchgehen oder weiterem Schießen auf die Scheibe zerfällt diese in ihre Einzelteile, realitätsgetreu, versteht sich.
Interessant ist auch die Tatsache, dass ihr einen Computer in seine Einzelteile zerlegen könnt. Ihr habt die Möglichkeit die Grafikkarte, CPU oder auch die RAM-Module aus diesem heraus zu brechen.
Jetzt aber zu den Änderungen der Maps im Einzelnen:
De_Aztec
Die erste Änderung bei de_aztec ist wohl der CT-Startplatz in der Nähe des Bombenplatzes A. Durch den Weg ganz rechts an der Wand entlang, ist es möglich einfach auf die Säulen an der rechten Seite zu gelangen.
Über die kleine Treppe auf der linken Seite könnt ihr sehr schnell auf die Kiste daneben und über diese auf dieses kleine Haus kommen. Von der Kiste oder dem Häuschen habt ihr einen perfekten Überblick über den Bombenplatz, was euch weitere taktische Möglichkeiten eröffnet.
Die nächste große Änderung ist das Wasser. Dieses sieht nicht nur um Längen besser aus als das Alte, sondern auch beim Springen in das Wasser ist Vorsicht geboten, denn jetzt hat es allerlei Unebenheiten, da kann der möglicherweise rettende Sprung ins Wasser schnell ins Auge gehen.
Außerdem wurden die Donner beim Überqueren der Brücke und dem Hochlaufen der Treppe an der rechten Seite im Wasser entfernt. Die Brücke knarzt nun nur noch leicht beim Überqueren.
Leider ist die Map nun voll von unsichtbaren Mauern, die besonders den leidenschaftlichen Springern unter den Spielern schnell den Spaß verderben, denn einige taktisch kluge Positionen wären ohne die Mauern zu erreichen.
De_Cbble
Bei de_cbble wurden bis auf die Grafik und dem Hinzufügen von dem einen oder anderen Baum eigentlich nichts verändert. Da Bäume allerdings keine taktischen Herausforderungen sind, lassen wir die Beschreibung der Standpunkte lieber.
Dies sind auch schon alle Änderungen an der Map, denn die Kisten stehen auf den ersten und auch auf den zweiten Blick immer noch so wie in Version 1.6.
De_Chateau
Bei Anblick dieser Karte fragte ich mich am Anfang ehrlich, ob es sich hierbei um die neue Version handelt, oder ich versehentlich Version 1.6 gestartet habe. Zugegeben, die Karte sieht definitiv besser aus als ihre Vorgängerin, aber ansonsten gibt es kaum Änderungen. Die Einzige ist wahrscheinlich, dass ihr, wenn ihr vom Terroristenstartpunkt aus den ersten Ausgang links nehmt, ihr neuerdings auch alleine in das Fenster vor euch und auf den Felsen zu eurer Rechten kommt. Vorher benötigtet ihr immer die Hilfe einer Teammates.
De_Dust
Die neue Version dieser Traditionsmap dürfte vielen bereits aus der Beta-Version bekannt sein. Auch hier wurde eigentlich nichts am Layout geändert. Auch sind keine neuen taktischen Finessen hinzugekommen, weshalb wir uns mit einem Screenshot an dieser Stelle begnügen wollen.
De_Dust2
Die auffälligste Änderung ist wohl, dass auf der ganzen Karte nun ein leichter Schleier liegt, ähnlich wie Nebel. Die größte Layoutänderung ist wohl der Bombenplatz B. Das berühmte Loch in der Wand wurde vergrößert und die Kisten auf der linken Seite, welche gerne als Versteck vor stürmenden Gegner genommen wurden, wurden verändert. So steht hier nur noch eine Kiste, anstatt zwei.
Dazu wurden in der Mitte einige Kisten an der rechten Seite entfernt und eine große Palme auf der linken Seite hinzugefügt. Auch der Ausgang aus den Katakomben ist etwas vergrößert worden und bietet von beiden Seiten bessere Einsichten.
De_Piranesi
Ich gestehe, dass ich die alte Version dieser Karte nicht unbedingt viel gespielt habe. Allerdings sieht die Map anscheinend immer noch so aus wie die alte Version. Auch hier wurden wohl nur einige Bäume und Fässer hinzugefügt.
CS_Havanna
Auch in dieser Version ist die, noch relativ neue Karte, CS_Havanna wieder dabei. Am Layout wurde, wie bei den meisten Karten, nichts geändert. Einzig und alleine neue Fässer und kaputte Autos wurden hinzugefügt, sonst gleicht die Karte ihrer Vorgängerversion.
CS_Italy
Diese Karte gehört definitiv zu den Oldies unter den Maps. Diese Map erfreut sich besonders auf öffentlichen Servern einer großen Beliebtheit und hat auch so lange nach ihrer Veröffentlichung noch immer eine große Fangemeinde.
Die wohl markanteste und schmerzhafteste Änderung ist die Entfernung einer Kultfigur: Dem Italy Huhn! Leider hat dieses nicht den Einzug in die neue Version geschafft. Dafür könnt ihr nun ordentlich Obst auf dem Marktplatz zerballen. Schlechter Ersatz! Ansonsten wurden einige Sprungelemente herausgenommen, so ist es auf dem Marktplatz nicht mehr möglich, auf den kleinen Dächern der Häuser herumzulaufen.
Und im Tunnel hinauf zum Versteck der Geiseln wurden die Kisten auf der einen Seite durch einen Baum ersetzt, welcher selbstverständlich nicht die Deckungsmöglichkeiten der alten Kisten gewährt.
CS_Office
Wirklich markante Änderungen sind hier eigentlich Fehlanzeige. Auffällig ist der neue Startplatz der Counter-Terroristen, welcher auf einen Parkplatz getrimmt wurde. Warum dort riesige Container herumstehen wird ein Rätsel bleiben, Parken kann man so sicherlich nicht. Allerdings lässt sich auf dieser Map, dank der vielen Fenster, besonders schön die neue Physikengine in Bezug auf Glasscheiben testen.
Fazit
Festzuhalten ist sicherlich, dass das Spiel um einiges schöner geworden ist. Wie angekündigt haben die Entwickler lediglich die alte Version auf die neue leistungsfähige Engine portiert. Leider sind dabei einigte bekannte Karten, aus welchen Gründe auch immer, außer Acht gelassen worden.
Dennoch vermittelt Counter-Strike: Source ein anderes Spielgefühl als Counter-Strike Version 1.6. Lediglich mit eingebautem Wallhack, welcher sich einfach über die Konsole aktivieren lässt.
Aber trotz einiger Bugs, Unstimmigkeiten und immer noch lediglich zwei Models (Ein CT und ein T) muss man sich fragen, wieso Valve diese Version als Vollversion verkauft. Für mich ist es immer noch eine umfangreiche Beta, nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe, wie viele andere, dass die fehlenden Karten, Models und vielleicht einige Änderungen mit einem der nächsten Updates nachträglich eingebaut werden.
Counter Strike: Source im Test.
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