Gesamtwertung45%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Publisher Blackstar Interactive vertreibt unter ihrem Label vorzugsweise Spiele, welche nicht zum Vollpreis in die Läden kommen. So auch Crazy Designer, das ab sofort zu einem fairen Preis von 29.99 in den Regalen steht.
Ihr seid anfangs ein kleiner, erfolgloser Designer, der sich mit seinem vorhanden Geld kaum selbst über Wasser halten kann. Euer Geld verdient Ihr durch das Einrichten von Wohnung und Häuser Eurer Kunden. Ziel des Spiels ist es, innerhalb von zwanzig Jahren, zum erfolgreichsten Designer der Welt aufzusteigen.
Mit einem bescheidenen Anfangskapital packt Ihr zunächst eine der insgesammt 45 Missionen an, die Euch im Laufe des Spiels zur Verfügung stehen.
Euer Spiel beginnt, nachdem Ihr im relativ simpel aufgebauten Hauptmenü zuerst einen Firmennamen überlegt, unter dem Ihr später Eure Aufträge annehmen könnt. Daraufhin folgt leider schon die erste herbe Enttäuschung des Spiels. Die sogenannte Lobby, in der Ihr eure Aufträge annehmen könnt wirkt ziemlich schnell dahindesigned. Schlecht animierte Charaktere welche in der Lobby umherlaufen vergeben die verschiedenen Missionen, die zudem leider nicht durch allzuviel Abwechslung glänzen. Euer Missionsziel, und das in jedem Auftrag, beschränkt sich auf das Erreichen einer bestimmten Punktzahl. Ebenso abwechslungslos verläuft das Einrichten der Wohnungen eurer Kunden ab. Diese sagen Euch welche Vorlieben sie in Hinsicht auf Form, Farbe und Stil der Möbel haben und vergeben Punkte wenn Ihr ihren Geschmack getroffen habt.
Habt Ihr das Missionsziel erreicht, bekommt ihr als Belohnung eine Menge Geld, welches bei eurem nächsten Auftrag wieder verwendet werden kann.
Zur Hilfe stehen euch dabei über 1200 Gegenstände und Möbel, die alle unterschiedliche Eigenschaften in Form, Farbe und Design besitzen. Hier kommt man zum Herzstück des Spiels. Möbel und anderer Wohnungseinrichtungen können jederzeit im Echtzeit-Shopsystem ein- und verkauft werden.
Auch beim Intro gaben sich die Entwickler sichtlich wenig Mühe. Schlechte Qualität und eine nicht mehr zeitgemässe Grafik dämpfen den Spielspass schon bevor er überhaupt richtig begonnen hat.
Alles in allem bietet Crazy Designer grafisch nur knapp durchschnittliche Kost, die selbst vor wenigen Jahren keinen vom Hocker gerissen hätte. Schade eigentlich.
Der Sound
Wenigsten beim Sound wurde etwas mehr Wert auf zeitgemässe Umsetzung gelegt. Die Tracks sind überwiegend ruhig und langsam gehalten und passen daher gut zur insgesammt eher langsamen Art des Spiels. Die Hintergrundmusik wirkt nicht zu aufdringlich und kann auf Wunsch auch abgeschaltet werden.
Einziges Manko sind die etwas spärlich gesäten Soundeffekte, welche nur selten zum Einsatz kommen. Mehr als das mit der Zeit nervige Geräusch einer Klospülung bekommt man in den meisten Missionen nicht zu hören. Bei der enormen Anzahl von Gegenständen die den Weg ins Spiel gefunden haben, wären hier einige Effekte mehr möglich gewesen.
Technisch gesehen sind weder die Grafik noch die Soundeffekte auf dem neusten Stand und können mit heutigen Titeln nicht mithalten. Wer allerdings kurzweiligen Spielspass für den kleinen Geldbeutel sucht, könnte gefallen an Crazy Designer finden.
Sollte Blackstar allerdings weiterhin qualitativ schlechte Titel auf den Markt bringen, lässt sich das kürzlich angemeldete Insolvenzverfahren des Publishers nur schwer aufhalten.
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