Gesamtwertung73%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Keine Lust mehr auf Alltags-Rennsimulationen? Ist dir GTA zu kompliziert und realistische Rennspiele sprechen dich einfach nicht an? Dann solltest du auf jeden Fall mal einen Blick auf Crazy Taxi werfen, denn es macht seinem Namen alle Ehre. Wir haben uns die PC-Version des Dreamcast-Titels genauer angeschaut...
Crazy wie eh und je?
Eigentlich war Crazy Taxi als reines Sega Dreamcast Spiel geplant, doch vermutlich wegen des eher mittelmäßigen Erfolges der Dreamcast ist das Spiel nun auch für den PC zu haben. Abstriche in Sachen Technik sind also schon mal vorprogrammiert. Allerdings sollte man sich deshalb nicht gleich abschrecken lassen, denn Crazy Taxi bringt erfrischend neue Spielinnovationen und zeigt wie Fun-Rennspiele wirklich aussehen müssen.
Crazy Taxi bietet 3 verschiedene Modi mit jeweils 3 weiteren Einstellungsmöglichkeiten in punkto Zeit. Der Arcade- und Original Modus unterscheiden sich nur dadurch, daas man in einer anderen Stadt unterwegs ist, sonst bieten sie keine Unterschiede. Etwas ganz anderes bekommt man dafür im Crazy-Box Modus geliefert. Hier lernt man die sogenannten Crazy Manöver. Das sind besonders hilfreiche Manöver wie z.b. der Crazy Dash. Bei diesem Manöver schaltet man schnell von dem Rückwärts- in den Vorwärtsgang und gibt sofort Gas. Dadurch erzielt man eine viel bessere Beschleunigung und spart kostbare Zeit. Denn in allen Modi muss man ständig gegen die Zeit kämpfen, wobei man in den beiden Modi Arcade und Original noch selber bestimmen kann, ob man lieber nach den normalen Regeln spielt, d.h dass man 1 Minute Zeit hat, aber diese durch Aufsammeln neuer Fahrgäste immer wieder erhöhen kann oder man spielt nur feste 3,5 oder 10 Minuten und versucht diese voll auszunutzen.
Am Ende entscheidet dann das Geld, welches man verdient hat, wie hoch man in der Rangliste steht. Zudem wird noch eine Klasse ausgerechnet, die einem anhand des Gewinnes die Fahrkünste analysiert. Die Fahrkünste sind ein wichtiger Aspekt, wenn es um den Fahrpreis geht. Ein Kunde zahlt extra viel Trinkgeld wenn ihm während der Fahrt auch etwas geboten wird. So muss man versuchen den anderen Autos in der Stadt auszuweichen, um die Ecken zu driften oder weite Sprünge hinzulegen. An viel Realität ist man hier nicht gebunden, was auch gut ist, denn die rasanten Fahrten durch die Stadt würden nicht einmal halb so viel Spaß machen wenn das Taxi kaputt gehen könnte, da dies sehr schnell der Fall wäre.
Überhaupt wurde bei Crazy Taxi sehr drauf geachtet, dass nichts zu realistisch ist. So wird auf km/h und Drehzahlanzeige verzichtet, um dem Spieler noch mehr Spaß zu vermitteln, ohne dass er sich auf irgendwelche Instrumente konzentrieren muss. Einzig und allein der Sinn für Abkürzungen und gute Reflexe werden bei Crazy Taxi benötigt, was für Hardcore-Spieler wahrscheinlich zu wenig ist. Als Dreamcast Umsetzung gibts natürlich reichlich Abstriche in Sachen Technik.
Aber das klar noch für Konsolen ausgerichtete Menü hätte man noch verbessern können. Nicht einmal die Maus kommt hier zum Einsatz. So muss man sich umständlich per Tastatur durch das Menü kämpfen. Dafür ist die Tastenbelegung frei wählbar, was bei Konsolenumsetzungen nicht immer der Fall ist. Besonders auffallend ist dafür der gute Soundtrack und die Soundkulisse.
Während der Fahrt schallen erstaunlich gute Rock und Surf-Beats aus dem Radio. Zudem wird man ständig mit flotten Sprüchen des Fahrers und der Fahrgäste bombardiert.
Nun aber zum Schlechtestem von allem, die Grafik. Klar ist, dass die Sega Dreamcast wenig in Sachen Grafik für heute Zeiten verträgt. Dies sieht man an Crazy Taxi besonders gut. Zwar sieht das eigene Taxi noch recht ansehnlich aus, dafür aber die anderen Autos um so schlechter. Diese sind meistens einfach nur eckige Klötze mit unterschiedlichen Texturen drauf. Auch die Stadt selbst ist eher trostlos und sehr kantig geraden und kommt an ein GTA3 auf gar keinen Fall dran. Andere Charaktere wie Fußgänger oder Fahrgäste sind zwar recht gut animiert, aber heben sich dafür vom Aussehen nicht besonders ab - sogar wenn man davon absieht, dass sich das Aussehen der Fußgänger alle par Meter wiederholt.
Crazy Taxi im Test.
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