Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Nach dem Starten des Spiels landet man auch schon im schick präsentierten Hauptmenü, bei dem man neben dem Kernstück des Spiels dem Karrieremodus auch ein schnelles Rennen für Zwischendurch, ein Zeitfahren sowie die freie Fahrt, bei der man sich die Strecken und deren Straßenverhältnisse gut einprägen kann, anwählen darf. Des Weiteren stehen für mehr Spieler der sogenannte Heiße-Stuhl-Modus an einem Rechner mit abwechselndem Fahren sowie ein richtiger Multiplayermodus per Netzwerk und Internet für bis zu acht Spieler zur Auswahl.
Der Karrieremodus präsentiert sich auch gleichzeitig als interessantester aller verfügbaren Modi. Man fängt wie üblich ganz unten auf der sprichwörtlichen Leiter an und darf zunächst seinen Fahrer aus vorgefertigten Äußerlichkeiten wie der Wahl der Fahrernummer, des Helms oder des Geschlechts zusammenstellen. Ein nutzloses, aber dennoch nettes Feature, da man den Fahrer durchaus manchmal zu Gesicht bekommt. Danach gehts zur Auswahl der Rennklasse. Logisch, dass wir diese erst freispielen müssen, denn Übung macht bekanntlich den Meister. Dabei gehts von der 200er, 300er bis zur 1000er Crossroad-Klasse sowie auch zu richtigen Off-Roadern und Buggys, wobei deren Steuerung ziemlich schwammig umgesetzt wurde.
Sind die ersten Rennen absolviert, steigt die Motivation, denn mit jedem gewonnen Event spielt man irgendein kleines Feature frei, sodass man am Ende seiner Karriere Zugriff auf alle verfügbaren Klassen, Wagen und Tuningoptionen hat. Und der Umfang von CRC ist wirklich nicht zu unterschätzen. Bis man alles freigespielt hat, wird man wohl 1-2 Wochen durchaus gut beschäftigt sein.
Viel zu simpel wurde jedoch der Tuningpart umgesetzt: wie in NfS: Underground 2 kann man bei den einzelnen Leistungstufen wirklich nur auf Stufe 1, 2 oder 3 upgraden. Hier wäre wesentlich mehr drin gewesen.
Typisch für ein Rennspiel dieser Sorte ist auch die Definition des Begriffs Schwierigkeitsgrad: damit meint man in CRC nicht nur das Können der KI-Gegner, sondern auch die Anfälligkeit des Wagens auf Schäden, optionale Lenkhilfen, Kameras und Zuhilfenahme von Reparaturen, die auf den einfacheren Graden mitten im Rennen ausgeführt werden können, auf die man in der höchsten Schwierigkeitsstufe jedoch gänzlich verzichten muss.
Grafisch hat sich bei CRC seit der Preview nichts getan, was aber nichts Schlechtes heißt: nach wie vor gefällt die abwechslungsreiche Mischung aus netten Grafikspielereien wie dem Motion-Blur-Effekt, detaillierten Texturen, einem zuschaltbaren Rauschfilter, der das Bild körniger wirken lässt oder dem hübschen Shader-Einsatz auf Wasserflächen und Boliden. Zu bemängeln sind jedoch immer noch die förmlich dahingerotzten Zuschaue an der Straßenseite und die manchmal abrupten Levelabgrenzungen, die sich die Entwickler vor allem bei kleineren Waldabschnitten mithilfe einer platten Textur sehr leicht gemacht haben. Das Schadensmodell kann hingegen hinsichtlich seiner Komplexität überzeugen, obwohl es bei manch anderen Rennspielen wie GTR optisch besser gekracht hat.
Soundtechnisch gefällt uns die Voll- gegenüber der Previewversion wesentlich bessser: nun hören sich die Vehikel endlich kräftiger und wuchtiger an und nicht mehr wie ein kaputter Staubsauger von Siemens. Man wird förmlich in den Sessel gepresst wenn man den Bass seines Surround-Systems aufdreht und jede Unebenheit auf der Strecke wird zum spürbaren Erlebnis. Auch der erfrischende Rock/Metal-Soundtrack von SZEG war nicht komplett in der Previewversion vertreten und nun können wir endlich den Vorwurf zurücknehmen, die Tracks wären unpassend gewählt bzw. würden sich ähneln.
Cross Racing Championship 2005 im Test.
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