Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Erneuter Grafikbombast!
Wohl jeder weiß, dass Crysis noch immer einer der schönsten Shooter überhaupt ist - Warhead tritt demnach in bequeme Fußstapfen und kann auf der bewährten Engine aufbauen. Kein Wunder also, dass der Detailgrad in sämtlichen Bereichen nach wie vor beeindruckend ist: Eine überzeugende Vegetation mitsamt lebendiger Kleintiere, geniale Effekte und hervorragende Texturen wissen auch nach einem knappen Jahr noch zu begeistern. Schade nur, dass sich ab und an kleinere Grafikfehler eingeschlichen haben. Dafür hat Crytek aber auch endlich die Performance entscheidend verbessert. Wie flüssig Warhead bei uns über den Screen lief, zeigt Euch auch das Video.
Nach wie vor überzeugend!
Wer einmal in der legendären Panzermission aus Crysis gesteckt hat, weiß, was das Wort Mittendrin-Gefühl bedeutet: Wild hämmernde Maschinengewehre, wuchtige Explosionen und unverständlich durcheinander sprechende Nordkoreaner. In Crysis Warhead gibt es das gleiche Paket, da ein Großteil der Waffen und Fahrzeuge auch soundtechnisch unverändert übernommen wurde. Die zwei neuen Knarren - Mini-MPs und Granatwerfer - liegen äußerst gut im Ohr und gesellen sich zum überzeugenden Ensemble an Effekten hinzu. Auch die teils dynamisch agierende Hintergrundmusik weiß zu gefallen, tritt aber zu keiner Zeit störend in den Mittelpunkt. Zwar kann man bei Warhead leider keine anderen Sprachpakete auswählen, aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn die deutsche Synchronisation und die optional koreanisch sprechenden Gegner können im Großen und Ganzen begeistern.
Bequemer Anzug...
Ihr dirigiert Psycho in typsicher Shooter-Manier durch die Dschungel- und Eislandschaften. Die Fähigkeiten Eures Nanosuits wählt Ihr dabei mit gedrückter mittlerer Maustaste und der jeweiligen Richtung, in die Ihr Euren Nager im Minimenü bewegt - das Ganze klappt ohne unnützes Tastenwirrwarr und ohne aus dem Spielfluss zu reißen problemlos. Ein Paradebeispiel ist die Maximum Strength, die das Zittern beim Zielen der Vergangenheit angehören lässt. Merkt Ihr, dass der Schuss auf die Distanz daneben gehen könnte, aktiviert Ihr innerhalb einer Sekunde die Spezialfähigkeit und könnt ohne zig Versuche den Garaus machen. Komfortabler und schneller geht es einfach nicht. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, Munition automatisch aufzusammeln, statt wie noch zuvor einzeln mitgehen zu lassen. Das bleibt aber jedem Spieler selbst überlassen, wie er Crysis Warhead spielen möchte.
Leider nur ein Addon!
Wer nach der Ankündigung glaubte, mit Crysis Warhead echte Neuerungen vorzufinden, wird enttäuscht sein: Gerade einmal zwei neue Waffen und Fahrzeuge, das gleiche Setting und dieselben Gegner. Crytek bezeichnete den Titel als eigenständige Erfahrung im Crysis-Universum - in Wahrheit ist Warhead mehr ein Addon mit - natürlich - frischen Missionen und einem neuen Protagonisten, den man als Nebencharakter aus dem Original kennt. Selbiger bleibt dank zahlreicher Zwischensequenzen zwar nicht so farblos wie sein Vorgänger Nomad, ist aber trotzdem meilenweit davon entfernt, eine eigene, echte Charaktertiefe zu besitzen. Das kann man dem Titel vorwerfen oder auch nicht, je nach eigenem Belieben. Manche dürften sich nämlich nicht um die Geschichte scheren, denn das Gameplay, die dichte Atmosphäre und vor allem die Action stimmen zu jeder Zeit, auch wenn die Ankunft der extraterrestrischen Widerlinge längst nicht mehr so beeindruckend daherkommt wie noch im Original. Selbige agieren nun nicht mehr so offensiv wie noch vor einem knappen Jahr, sind aber nicht ganz so intelligent wie die Nordkoreaner. Die Suche nach einer geeigneten Deckung gehört mittlerweile zum guten Ton, Flankenangriffe tun es leider noch nicht - die Feinde hier beherrschen beides äußerst gut, neigen jedoch zu seltenen KI-Aussetzern. So explosiv wie Warhead beginnt, so schnell ist auch wieder vorbei: Knapp sieben Stunden haben wir im Dschungel verbracht, ehe wir den Abspann bewundern durften.
Nanosuit leicht gemacht...
Crysis Warhead schlägt sich überraschend gut beim Spagat zwischen Herausforderung und Einsteigerfreundlichkeit. Auf dem einfachsten aller Schwierigkeitsgrade wird es Neulingen zwar längst nicht so einfach gemacht, wie man es vielleicht vermuten dürfte, doch angesichts der oftmals zahlreichen Taktiken, sich eines Bösewichts zu entledigen, beißen sich selbst Anfänger hier durch. Fortgeschrittene sollten gleich mit dem mittleren Schwierigkeitsgrad beginnen. Gespeichert wird automatisch an vielen Stellen des Spiels zusätzlich dürfen aber noch nach Belieben eigene Spielstände angelegt werden. Crysis Warhead gibt hier kein Limit vor.
Kritische Kriege...
Crysis Wars, der Mehrspielermodus des Titels, wird auf einem zweiten Rohling ausgeliefert und grenzt sich so nicht nur sicht-, sondern auch fühlbar von Warhead ab. Kein Wunder, so bietet es doch auch genügend Inhalte. Vor allem die Multiplayer-exklusiven Waffen und Gadgets wie der TAC-Nuklearwerfer oder der Molekularbeschleuniger MOAC sind nette Dreingaben zum bekannten Sortiment. Obendrauf gibt es natürlich genügend Karten für die drei Spielmodi Instant Action, Team Instant Action und Power Struggle. Während sich erstere Zwei als klassische Deathmatch-Modi mit Nanosuit-Bonus präsentieren, ist der Power Struggle-Modus eine Vermischung von Counter-Strike (Waffenkauf) und Battlefield-Elementen (Vehikel, große Maps). Das Ganze macht, wie man auch in unserem Video sehen kann, eine Menge Gaudi. Einzig der etwas unübersichtliche Serverbrowser gibt Anlass zur Kritik - zudem müsst Ihr Euch vorher ein Mehrspielerkonto einrichten.
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Crysis Warhead im Test.
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