Gesamtwertung63%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Verbrechensbekämpfung ist eine akribische Suche und Analyse von Beweisen wer sich dieser Meinung anschließt und das auch noch spannend findet, der ist wahrscheinlich Fan der erfolgreichen US-Serie C.S.I., zu der Ubi Soft im vergangenen Jahr ein eher biederes aber nichts desto trotz erfolgreiches Adventure auf den Markt gebracht hat. Mit C.S.I. Dark Motives steht nun der Nachfolger in den Läden haben Hobby-Detektive Grund zur Freude?
Erfolgsstory CSI
Eigentlich produziert CSI-Vater Jerry Bruckheimer Kinohits wie Armageddon und König Arthur, doch mit seinem zweiten Ausflug in die Welt der TV-Serien landete der Popcorn-King einen Überraschungserfolg, der bereits eine Ablegerserie in Miami hervorrief. Doch nicht nur in den USA sind die Ermittlungen des Las Vegas Crime Lab gern gesehen, auch der deutsche Sender VOX freut sich über solide Quoten und Publisher Ubi Soft über ordentliche Verkaufszahlen seines im letzten Frühjahr veröffentlichen CSI-Spiels. So sehr, dass die Franzosen ihr bestehendes Lizenzabkommen verlängert haben und bereits an einem dritten Titel, basierend auf der Ablegerserie aus Miami, arbeiten. Doch eines nach dem anderen, denn mit Dark Motives steht zunächst einmal der zweite Teil in den Läden und ähnelt seinem Vorgänger fast wie ein Ei dem anderen.
Dem Täter auf der Spur
C.S.I. steht für Crime Scene Investigation und wie der Name andeutet, geht es vor allem um die Spurensuche am Tatort für die Aufklärung der verschiedensten Verbrechen von der Sabotage eines Stunt bis zur Brandstiftung. Nicht immer muss jemand dabei das zeitliche segnen, aber einen Täter gibt es in jedem Fall und wie es sich in der Theorie gehört, lösen immer die Indizien das Rätsel. Wie in Dreamcatchers Law & Order geht es also vornehmlich um die genaue Untersuchung des Tatorts und der wenigen anderen Locations, die ihr besuchen dürft.
Zumeist sind das Wohnungen oder Büros von Verdächtigen, die sich erst mit Durchsuchungsbefehl öffnen lassen und dafür müssen erst einmal Anhaltspunkte gefunden werden. Also, Augen auf in den statischen, um 360° drehbaren Orten: Mal ist es ein Stofffetzen, mal eine Scherbe, die den passenden Hinweis liefert. Entweder ihr durchsucht das Objekt bzw. die betreffende Stelle mit dem richtigen Werkzeug gleich vor Ort, oder sammelt es erst ein und kombiniert dann fröhlich in eurem Inventar: Fingerabdrücke lassen sich ebenso sichtbar machen wie Blutflecken und verstecke Schriftmuster.
Teamarbeit
Um andere Dinge kümmert sich dann aber doch lieber das Labor: Ihr zieht einfach die gesammelten Gegenstände, darunter Staub- und Flüssigkeitsproben, Dokumente und Abdrücke über euren freundlichen Kollegen und er gibt euch hilfreiche bis weniger hilfreiche Analysen. Oft legt ihr wieder selbst Hand an: Im Computer werden Fingerabdrücke und DNA-Sequenzen verglichen, unter dem Mikroskop schaut ihr euch Fliegenlarven und andere Proben an. Oft sind die vermeidlichen Analysen aber nur eine Farce: Ein einfacher Click auf den Such-Button bringt eine Antwort oder eben nicht.
Auch die Kombination von Gegenständen beruht eher auf wildem ausprobieren als auf messerscharfem Verstand. Zum Glück steht stets ein Teamkollege mit hilfreichen Kommentaren zur Seite, den man auch mal um Rat fragen kann. Das gibt zwar Punktabzug bei der Bewertung und die Antwort ist auch nicht immer so konkret wie man es sich wünscht, aber immerhin besser als nichts. Neben eurem Partner und dem Weißkittel im Labor stehen der Pathologe Dr. X und Captain Brat zu euren Diensten bei letzterem holt ihr euch Durchsuchungsbefehle und Vorladungen für Verhöre. Außerdem scheint er der einzige zu sein, der mit einem Computer umgehen kann, denn auf Anfrage sucht er aus dem Internet die Speisekarte eines Restaurants oder den Hintergrund einer Firma. Insgesamt sind alle Serien-Darsteller im Spiel vertreten, teilweise denn such mit ihrer Original-Synchronstimme.
Einbahnstraße
Die solide deutsche Sprachausgabe ist vor allem insofern wichtig, als dass ihr zahlreiche Gespräche mit Zeugen und Verdächtigen führt. Das Programm hält dabei automatisch alle Fakten fest und notiert quasi im Hintergrund in der entsprechenden Akte. Die Dialoge selbst sind jedoch so linear wie der Rest des Spiels jede Frage, die ihr stellen könnt, solltet ihr auch stellen. Nicht nur deshalb fühlt man sich bei Dark Motives wie schon im ersten Teil in einer Einbahnstraße: Es müssen alle Aktionen in einer gewissen Abfolge durchgeführt werden; fehlt ein Element, geht es nicht weiter. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn man bereits weiß, dass ein Verdächtiger gelogen hat, man ihm diese Frage aber noch nicht stellen darf, weil ein Indiz noch nicht gefunden wurde.
Der Tipp des Kollegen offenbart meist nur, dass man doch einen bestimmten Ort nach Beweisen durchsuchen sollte. Ob man auf den verwaschenen Bildschirmen aber ein Objekt übersehen hat oder einfach nur nicht das richtige Spürgerät mit dem richtigen Inventar kombiniert hat, bleibt offen. Wahlloses rumsuchen und ausprobieren ist dann oft die Folge. Apropos verwaschen: Die vorgerenderten Standbilder von Dark Motives strotzen nun wirklich nicht vor Details und dazu noch ziemlich leblos. Auch können längst nicht alle Orte um 360° gedreht werden, so dass es insgesamt nur wenig Bildschirmplatz zu erforschen gibt. Die Charaktere sind ebenfalls nicht sonderlich gelungen, da sie über kaum Animationen verfügen. Lippensynchrone Sprachausgabe ist den Kameraden eh fremd.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
C.S.I. 2 - Dark Motives im Test.
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