CSI - Crime Scene Investigation

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
369 Interactive
Erscheinungsdatum
-
Genre
Abenteuer
USK
12
CSI - Crime Scene Investigation [PC , looki.de]

Gesamtwertung

51%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Mangelhaft

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Befriedigend

CSI - Crime Scene Investigation

Im Jahre 2001 kam eine vom US Sender CBS produzierte TV Serie auf die Mattscheibe, mit dessen grandiosen Erfolg keiner gerechnet hat. Mit CSI – Crime Scene Investigation wurde das Thema Gerichtsmedizin und Spurensicherung spannend für das Fernsehen umgesetzt. Publisher Ubi Soft hat nun das Spiel zur gleichnamigen Serie veröffentlicht. Ob allerdings das Spiel genauso begeistern kann wie die Serie, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Dem Täter auf der Spur

Als neuestes Mitglied der Las Vegas Police Division werdet Ihr zum CSI versetzt. Dies ist eine Einheit, die sich mit der Klärung von Verbrechen aller Art beschäftigt. Begrüsst von Gil Grissom, dem Leiter der Einheit, bekommt der Spieler eine kleine Einführung in die Welt der Polizeiarbeit. Von einer Meldung eines Mordes jäh unterbrochen, geht es zum ersten Fall. Die ersten 20-30 Minuten wird der Spieler von einer weiblichen Stimme mit Hinweisen und Anweisungen versorgt, die einem die grundlegenden Elemente des Benutzerinterfaces erklären sollen. Wenn die Einleitung hinter einem liegt, geht es mit einem Ermittler des CSI an die Arbeit. Während der ganzen Ermittlungen wird der Spieler niemals alleine gelassen, und es steht immer ein Beamter, alles bekannte Gesichter aus der Serie, für Fragen zur Verfügung.

Insgesamt stehen fünf verschiedene Fälle zur Verfügung die es zu lösen gilt. Dabei sind Mord und Brandstiftung nur ein Teil der Verbrechensart. Nicht das Kombinieren ist die Hauptaufgabe in CSI, sondern das Sammeln von Indizien. Jeder Ort, an dem nach Spuren gesucht wird, ist einfach nur ein Standbild der Umgebung. Die einzigen bewegten Elemente sind umherstehende Polizisten und Zeugen. Findet der Hobbyermittler dann etwas, färbt sich der Mauscursor grün. Nun muss nur noch das passende Gerät zum abnehmen der Spur angeklickt werden, woraufhin das Indiz im Inventar zu finden ist. Zu jedem Beweisstück gibt es eine umfassende Beschreibung. Allerdings werden hier die Details nach und nach freigegeben. In der Regel wird sämtliches beschlagnahmtes Beweismaterial in das kriminaltechnische Labor gegeben. Dort werden jetzt alle Zusatzinformationen über die Gegenstände freigeschaltet.

Einige Fundstücke erfordern die Arbeit am Computer. Hier können z.B. Fingerabdrücke untersucht, Strafakten verglichen oder Audio Untersuchungen gestartet werden. Allerdings stehen bestimmte Elemente, wie z.B. das Internet Interface, nur dann zur Verfügung, wenn es benötigt wird. Wenn es um Leichen geht, kommt die Pathologie zum Einsatz. Hier treffen wir auf den Gerichtsmediziner, der einem alle wichtigen Details über den Tod einer entsprechenden Person aushändigt. Dabei werden oftmals CSI typische Zwischensequenzen eingespielt, die das Verbrechen zeigen, oder wichtige Ereignisse im Zusammenhang mit dem Verbrechen. Im Laufe eines Falles stehen dem Freizeitpolizisten auch verschiedene Standorte zur Verfügung, die es zu Besuchen gilt. Hierbei werden dann Personen befragt oder Beweise gesichert. Wenn die Ermittlungen gut vorangehen, stehen auch schon die ersten verdächtigen Personen fest. Um Personen zu einem Verhör vorzuladen müssen diverse Faktoren gesichert; hat der Verdächtige z.B. ein Motiv, die Motivation und die Gelegenheit gehabt. Sind diese Möglichkeiten gegeben, kommt es zu einer Vorladung in das Polizeirevier.

Dabei wird nun im Multiple-Choice Verfahren der mutmaßliche Ganove mit Fragen konfrontiert, die zur Lösung des Verbrechens führen können. Hierbei sei gesagt, dass sich die US Justiz nicht irrt, und deshalb in dem Spiel CSI nur die echten Bösewichter hinter Gittern kommen. Besteht dringender Tatverdacht können auch Gewebeproben genommen werden. Diese unterscheiden sich in Haut-, Blut- und Haarproben.

Während der kompletten Ermittlungen kann man den anderen Mitarbeitern des CSI bestimmte Gegenstände geben, damit sie einem bei der Analyse des Beweismittels helfen. Allerdings sinkt dabei die Bewertung Eures Alter Egos, denn nach jedem Einsatz folgt eine ausführliche Analyse Eures Ermittlungsverhaltens. Anhand dieses Ergebnisses werden nach Abschluss eines Falles Goodies wie Artworks oder ähnliches freigeschaltet. Laut Beschreibung des Handbuches speichert das Programm automatisch im Verlauf des Spieles ab.

Leider scheint nur nach Abschluss eines kompletten Falles der Fortschritt gesichert zu werden. Somit muss ein Fall erst gelöst werden, bevor der Ihr das Spiel beenden könnt, da sonst alle Fortschritte gelöscht werden. Grafische Pracht wird dem Spielwilligen in CSI absolut nicht geboten. Zwar sind die einzelnen Tatorte detailliert angefertigt worden.

Mit wenigen Animation garnierte Umgebungen lassen einem nicht einmal ein müdes lächeln über die Lippen gleiten. Um Beweise zu sichern muss schon sehr genau hingeschaut werden, da einige Gegenstände kaum zu sehen sind und nur durch Zufall von der Maus erwischt werden.

In den wenigen Zwischensequenzen gibt es leichte Probleme mit der Lippensynchronität. Leider ist die Stimme oftmals schneller als der Mund des sprechenden Charakters. Zudem haben die Charaktere nicht wirkliche Ähnlichkeit mit den lebenden Vorbildern. Und schon nach kurzer zeit nervt die sich ständig wiederholenden Animationssequenzen. Positiv fallen allerdings die Fallrekapitulationen, in denen, wie oben beschrieben, wichtige Ereignisse uns Spuren in Sequenzen abgespielt werden

... zwar in vielen Aspekten einem CSI Zuschauer bekannt, dennoch auch nicht spektakulär. Während einer Tatortuntersuchung herrscht absolute Stille, die nur durch Vogelzwitscher oder Ähnlichem unterbrochen wird. Wird ein Indiz gefunden, kommt ein kleiner Musikeinspieler, aber das war dann auch schon das aufregendste, das es zu hören gibt. Laut Verpackung gibt es auch Musik aus dem Spiel, nur irgendwie muss die an mir vorbeigezogen sein, da sie einfach nicht zu hören war. Bei der Sprachausgabe wurde, im Gegensatz zur TV Serie, auf die englischen Originalkommentare zurückgegriffen, die lediglich mit deutschen Untertiteln versehen wurden. Ermittlungsarbeiten sind im wahren Leben wahrscheinlich echt interessant, doch in CSI sorgen sie für gähnende Langeweile und Frust. So passiert es schon öfters, dass Beweismittel einfach vom Spieler übersehen werden und dass dann lange verzweifelt durch die Locations geklickt wird, bis doch noch was zu finden ist . Hierbei fährt der Spieler am besten mit dem Trial&Error Prinzip. Wo die Fälle in der Serie noch spektakulär sind, werden einem hier nur Standardermittlungen ohne überraschende Wendungen geboten. Auch das ständige Wiederholen von Dialogsequenzen treibt den Enthusiasmus nicht gerade voran.

Fazit

Hier zeigt sich wieder einmal das Beispiel von Film bzw. TV Lizenzen: sie taugen einfach nichts. Es wird teures Geld für Lizenzen verballert und für die Produktion ist kein Geld mehr übrig. Ich bin ein absoluter Fan der Serie und habe mich auf das PC Spiel echt gefreut, doch was hier abgeliefert wurde, ist jenseits von Gut und Böse! Simples „Trial&Error durch die Gegend“-Geklicke trifft auf langweilige Kriminalfälle. Leider werde ich jedem, der dieses Spiel auch nur antesten möchte, davon abraten.

Sogar Fans der Serie sollten erst einmal Probespielen, bevor sie den Vollpreis für dieses Stück Software berappen.

CSI - Crime Scene Investigation [PC , looki.de]

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