Gesamtwertung58%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Seit Monaten fesselt allwöchentlich CSI: Miami mehrere Millionen Zuschauer an die Mattscheibe. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die Spin-Off-Serie von CSI: Crime Scene Investigation eine eigene Spielumsetzung spendiert bekommt. Ob das Detektivspiel rund um Detective Horatio Caine und seine Crew ebenfalls das Zeug zum Erfolgsgaranten besitzt, klären wir in unserer Review.
Auf drei CDs erscheint CSI: Miami und stellt mit 1,3 GB Festplattenspeicher so manchen Egoshooter in den Schatten. Wer jetzt eine endlose Anzahl an Kriminalfällen und Spielszenarien erwartet, der täuscht sich.
Bloß fünf Morde warten auf kaufwillige Hobbydetektive. Als frisch eingestellter Ermittler begebt Ihr Euch an der Seite des CSI-Teams auf die Suche nach Hinweisen, geht wichtigen Spuren nach und durchlöchert Verdächtige mit Fragen. Apropos Fragen, der Großteil aller Käufer dürfte sich nach zehn Minuten nur noch eine stellen: Wann hat das Grauen endlich ein Ende?. Der immer gleiche Ablauf bei Ermittlungen und die künstlich gestreckte Spieldauer dürften die Spieler reihenweise niederstrecken. Schwester, intubieren!
Monotone Mörderjagd
Die aus der Feder eines Krimiautors stammenden Fälle sind einerseits gut durchdacht und bieten so manche überraschende Wende, andererseits hapert es gewaltig an der Umsetzung. Jeder der fünf Fälle, so unterschiedlich ihre Hintergrundgeschichte auch sein mag, läuft gleich ab.
Tatort untersuchen, Indizien sammeln, Beweise analysieren und vergleichen, eine Vorladung oder Hausdurchsuchung beantragen und letztendlich den Täter dingfest machen. Die besondere Kombinationsgabe eines Sherlock Holmes ist dabei nicht einmal erforderlich.
Über zufällig am Tatort gestolperte Hinweise werden per Mausklick eingesammelt, auf Spuren wie Fingerabdrücke oder Blut untersucht und im Labor von der reizenden Assistentin Valera untersucht. Zu wem gehört dieser Schuhabdruck, welche Wurstfinger passen zu diesem Fingerabdruck und was hält die Welt im Innersten wohl zusammen?
Sowohl Computer als auch Mikroskop kennen auf alles eine passende Antwort. Die eigenen grauen Zellen werden höchstens mal bei der Zusammensetzung einer zerbrochenen Scheibe oder eines zerrissenen Bildes etwas beansprucht.
Zweifellos braucht man für CSI: Miami gute Nerven und das nicht wegen zu hoher Spannung, sondern um nicht zu verzweifeln. Bei Befragungen klickt man sich durch vorgegebene Fragen und erhält als Antwort lieblos synchronisierte Sätze in englischer Sprache und mit deutschen Untertiteln.
Zeugen oder Tatverdächtige bedürfen mitunter mehrerer Besuche, da sich nach jedem neu ausgewerteten Hinweis wieder neue Fragen auftun.
Dieses Frage-und-Antwort-Spiel gelangt im fünften und somit letzten Fall zu endgültiger Perfektion, indem alle in den vorherigen Mordfällen aufgetretenen Personen erneut auftauchen.
Da sprudeln Wörter und Namen aus dem Mund eines jeden Verdächtigen wie Wasser aus einem Brunnen. Ist auch diese Informationsflut überstanden, hat man sich den hart erarbeiteten Titel Meisterdetektiv wahrlich verdient.
Für wen eignet sich das Spiel?
Zugegeben, bisher gleicht der Test einer Hinrichtung - allerdings ist der Gefangene auch nicht ganz unschuldig.
Neben den bereits ausgiebig behandelten Mängeln am Spielablauf, der sicherlich Geschmackssache ist, gibt es auch klar greifbare Kritikpunkte an Sound und Grafik.
Überwiegend emotionslose Zeugenaussagen passen in kein Detektivspiel, Dialoge laufen niemals lippensynchron an, Tatorte wirken lebloser als das Mordopfer und Texturen verfügen über einen geringen Detailgrad. Die Mängelliste ist lang.
Für welche Zielgruppe also eignet sich CSI: Miami überhaupt? Nicht jeder Fan der Serie wird von dem Spiel begeistert sein, wer aber Spaß an Puzzles und Spurensuche hat, könnte vielleicht mal einen Blick wagen. Der Rest macht lieber einen großen Bogen um die Spielumsetzung.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
CSI: Miami im Test.
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