Dark Planet

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Edgies
Erscheinungsdatum
-
Genre
Strategie
USK
-
Dark Planet [PC , Justgamers]

Gesamtwertung

69%/10

Grafik

Gut

Sound

Ausreichend

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Gut

Dark Planet

Kampf ums Überleben

Startet man DarkPlanet, so wird der Spieler mit einem actionreichen Intro konfrontiert, in dem alle drei Rassen ums nackte Überleben kämpfen. Nach dem Motto „Jeder gegen jeden“ bekämpfen sich die einzelnen Völker. Das Intro sorgt für Spannung und lässt den Spieler auf mehr solcher sehr detaillierten Einheiten hoffen.

Doch leider ist die Story an den Haaren herbeigezogen und klingt kaum glaubwürdig. Zudem kommt die Geschichte des ganzen Spiels im Intro, als auch bei den einzelnen Missionen etwas zu kurz. Etwas unglücklich das Ganze, denn auf der Verpackung ist sie genauestens beschrieben:

„Jahrzehnte nach dem nuklearen Winter auf dem Planeten Natrolis erwachen die Brains, eine der gefährlichsten Kriegerrassen überhaupt, aus dem Winterschlaf. Von jetzt an müssen die außerirdischen Brains gegen die Sorin Lizard und die hoch technisierten Menschen kämpfen, jeder um sein eigenes Überleben zu sichern. Vorräte sind knapp und die einzige Hoffnung auf Rettung besteht darin, sich aufzumachen und nach der Energiequelle zu suchen. Diese Quelle ermöglichst es einer der drei Rassen, sich weiterzuentwickeln und die Macht über die anderen und die gesamte Galaxie zu übernehmen. In diesem Actiongeladenem 3D Echtzeit-Strategiespiel für den PC zählt jede Minute…“

Aha, alles klar

Das Menü ist bei DarkPlanet sehr übersichtlich und einfach gestaltet. Im Hintergrund des Menüs ist jeweils eine Einheit der drei Rassen zu sehen; die Landschaften im Menühintergrund verändern sich sogar und sorgen somit für Abwechslung. Über klar definierte Buttons kommt man schnell zum gewünschten Modus und kann auch sofort loslegen.

Auf in die Schlacht

In den ersten Missionen muss sich der Spieler, wie bei vielen Strategiespielen, erst einmal mit allen vertraut machen und die einzelnen Einheiten, Gebäude etc. kennen lernen. So ist es wohl auch zu erklären, dass die ersten Aufträge etwas fade sind, jedoch wird sich das im Laufe des Spiels noch bessern und spannende Missionen warten darauf, erfolgreich beendet zu werden.

Wie so oft braucht man, um Gebäude bzw. Einheiten zu erstellen, genügend Rohstoffe (Holz, Kristalle und Energie, letzteres ist in geothermalen Schlots zu finden). Hat man nicht genügend, verblassen die jeweiligen Gebäude im Baumenü, um anzuzeigen, dass man diese momentan nicht bauen kann. Aber auch das Upgraden von Gebäuden, wie z.B. dem Hauptgebäude, ist überlebenswichtig. Es ist also wie im echten Leben: Ist man nicht auf dem neuesten Stand der Dinge, kommt man einfach nicht klar. Besonders wichtig sind Silos, um auch weit entfernte Rohstoffe schnell einsammeln zu können, und Leuchten, um den Gegner frühzeitig zu erkennen. Dabei sollte man beachten, dass die Gebäude und Sammelfahrzeuge stets durch Kampfeinheiten abgesichert werden, denn der Computer wird im Laufe des Spiels immer angriffslustiger und führt dies oft mit vielen Einheiten gleichzeitig durch. Nützlich ist hier auch das Verwenden der verschiedenen Kampfformationen. Man sollte die schwächeren Einheiten in der Mitte positionieren und die stärkeren als Schutz um diese Einheiten kämpfen lassen. Bei den Einheiten werden jeweils zwei Kreise angezeigt: Ein Grüner für den Sichtradius und ein roter für den Angriffsradius.

Erfreulich ist der Zoom-Modus, welcher einigen vielleicht aus Warcraft III bekannt sein dürfte. Mit dem Mausrad, falls vorhanden, einfach scrollen und Weg- bzw. Ranzoomen.

Das Gameplay erinnert an Starcraft, besonders durch den Rohstoff Kristall und die Sammler der hochtechnisierten Menschen. Grafik, Sound, Story zusammen ergeben genug Spielspaß um mit jeder Rasse stundenlang vor dem PC zu sitzen. Gerade der Unterschied zu anderen Strategiespielen weckt beim Spieler Interesse. Auch das Handling der Einheiten bzw. der Gebäude, welches keinerlei Probleme bereitet, sorgt für eine einfache Bedienung und Spaß am Spiel.

Sehr Verlassen kommt sich der Spieler bei den einzelnen Aufträgen, sowie Beglückwünschungen nach Erreichen einer Mission vor: statt einem Video bleibt für den Spieler nur ein Text, den er sich durchlesen darf. Wäre es wenigstens einmal eine Audio-Nachricht oder dergleichen, würde man das ja noch durchgehen lassen, aber Ihr werdet wohl auch schnell frustriert sein, wenn Ihr euch vor und nach jedem Auftrag jedesmal einen Text mit dem selben Hintergrundbild durchlesen müsst.

Schön – aber heute nix besonderes

Die Grafik des Intros ist den Machern gut gelungen, wobei vor allem die Einheiten sind sehr detailreich gestaltet sind. Doch leider sind genau diese wunderbaren Einheiten im Spiel selber nur halb so schön dargestellt. Diverse Details sind auf einmal nicht mehr vorhanden und auch bei der Anzahl der Polygone wurde, so sieht es zumindest aus, gespart. Schade, denn wären die Einheiten aus dem Intro auch im Spiel zu finden, so könnte das Spiel, zumindest von der Grafik der Einheiten her, locker mit Blizzards Meisterwerk Warcraft III mithalten.

Die Gebäude jedoch lassen etwas zu Wünschen übrig, denn heutzutage erwartet man schon ein bisschen mehr, als nur einfache Effekte, denn Gebäude, die aus dem Boden hochgezogen werden und nur kleine Effekte, wie z.B. das Öffnen eines Tores haben, sind einfach, für die heutigen Möglichkeiten, zu öde. Selbst beim Ranzoomen fallen keine großartigen Besonderheiten auf. Sehr schön dargestellt wird bei DarkPlanet allerdings der Wechsel zwischen Tag und Nacht. Die Lichter der einzelnen Gebäude kommen gut zur Geltung und sorgen für eine besondere Atmosphäre. Und auch die Wasserspiegelungen und Explosionen sehen durchaus gut aus. Was die Macher von DarkPlanet aber lieber lassen sollten sind die Regentropfen. Sie kommen zwar nicht all zu oft, jedoch ähneln diese eher Regenstrahlen als Regentropfen.

Die Grafik von DarkPlanet ist somit nicht sonderlich berauschend. Zwar sind die Figuren im Intro und die Wechsel zwischen Tag und Nacht im Spiel gut dargestellt, jedoch lässt das Gesamtbild der Grafik zu wünschen übrig. Heutzutage ist es einfach erforderlich eine aktuelle Grafik zu haben, um in den oberen Rängen mitzuspielen. Zwar ist die Grafik von Dark Planet nicht grottenschlecht, jedoch zu veraltet und nicht auf dem neusten Stand.

Sind meine Boxen kaputt?

Beim Sound sollte man meinen, gäbe es nix zu kritisieren, denn das Intro überzeugt mit guter, schneller, actionreicher Musik und im Menü wird der Spieler ebenfalls mit einfallsreichen Klängen begleitet. Alles also in bester Ordnung? Denkt man...

...aber leider sind während dem eigentlichen Spielgeschehen nur eintönige, seltsame Sounds zu hören, welche sich ganz klar von den guten Klängen im Intro und im Menü unterscheiden. Es ist einfach schwer für einen Spieler, ein Spiel durchzuspielen, bei dem man immer wieder das Gleiche hört, es sei denn man kauft sich auch im realen Leben nur Maxi CDs und hört diese dann den ganzen langen Tag.

Fazit

Wäre DarkPlanet vor zwei Jahren auf den Markt gekommen, so wäre es damals bestimmt ganz oben in den Charts zu finden. Doch leider sind die Ansprüche an die heutigen Spielen in Sachen Sound, Grafik und Gameplay sehr hoch gestellt. Meiner Meinung nach hat DarkPlanet alle wichtigen Funktionen eines guten Strategiespiels. Und auch gute Ansätze, um ein erfolgreiches Spiel zu machen, sind bei den Macher von DarkPlanet zu erkennen. Doch der eintönige Sound, der Text-Modus bei den Aufträgen und die etwas öde Grafik fallen dem Spiel zur Last. Trotzdem ist DarkPlanet, gerade durch die nützlichen Funktionen, wie das Zoomen, die Formationen etc. eine gute Abwechslung zu anderen Spielen und für Spieler, die mal eine völlig andere Story mit anderen Kreaturen spielen wollen, durchaus einen Kauf wert. Doch eingefleischte Strategiespielfans, welche nur die Toptitel wie z.B. Command and Conquer oder auch Warcraft III spielen, ist das Spiel nicht zu empfehlen. Diese wären einfach zu enttäuscht.

Dark Planet [PC , Justgamers]

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