Gesamtwertung43%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Wie die meisten Spiele des Wirtschafstsimulationsgenre, bietet auch Deep Sea Tycoon 2 verschiedenen Spielmodi, zwischen denen der Zocker wählen darf. Man hat also die Möglichkeit, sich dem kurzen, aber durchaus lehrreichen Tutorial hinzugeben, oder sich direkt ins Abenteuer zu stürzen. Alle, die ohne Zeitdruck und Missionsziele spielen wollen, entscheiden sich jedoch für den so genannten Sandkastenmodus. Während des Tutorials werden dem geneigten Spieler die elementaren Dinge des Spiels erläutert.
Zu Beginn jeder Spielrunde besitzt der Zocker ein dickes Bankkonto, mit dem er dann seine ersten Schritte als Unterwasserparkmanager in die Wege leiten kann. Bevor man seinen Park eröffnet, müssen erst die nötigen Attraktionen, wie etwa Schildkrötenfarmen oder Delphinbrutstätten, gekauft und in dem zur Verfügung stehenden Raum platziert werden. Natürlich darf man auch die Futterstätten für seine Tiere nicht vergessen. Denn gesunde und vor allem lebende Tiere sind Garanten für volle Kassen. Öffnet man schließlich seinen Park, so kann man zusehen, wie die ersten Unterwasserfreaks die einzelnen Attraktionen ansteuern. Je begeisterter sie von Tieren und ihren Gehegen sind, desto mehr Bilder schießen sie und desto mehr Geld landet in der Kasse des Managers. Durch das so erwirtschaftete Kapital, kann man seinen Park ausbauen, sich neue Attraktionen bzw. Tiere, wie etwa Seepferdchen und Wale, leisten, um so noch mehr Besucher anzulocken und noch mehr Geld verdienen.
Im Abenteuermodus, der das Herzstück des Spiels darstellt, kann man dann sein erworbenes Wissen auf die 30 spielbaren Missionen anwenden. Leider sind eben jene Aufgaben sehr schnell gelöst, da sie kaum Ansprüche an den Spieler stellen. Beispielweise muss man während einer der ersten Missionen einfach einige Schildkrötenfarmen errichten, dazu Futterstellen und letztlich einige Schildkröten züchten. Die Aufgaben bleiben eigentlich immer auf Tutorialniveau, was natürlich auch die Komplexität des Spiels in Frage stellt.
Und tatsächlich, in Deep Sea Tycoon 2 gibt es keine unzufriedenen Besucher oder etwa Wale, die ausbrechen wollen. Es gibt keine unvorhersehbaren Ereignisse, wie etwa Naturkatastrofen oder gar plötzlich erstarkende Konkurrenz, die man nur durch taktisches Wirtschaften überstehen könnte. Und auch die Ausbaumöglichkeiten sind äußerst eingeschränkt. Es gibt nur eine handvoll Attraktionen, nur wenige Tiere und das Aufbauprinzip ist immer das Gleiche, nämlich erst eine Brutstätte errichten, dann eine Futterstelle und zu guter Letzt das dazugehörige Tier züchten.
Dadurch mutiert auch der Sandkastenmodus, der das freie Spiel darstellt, schnell zum Tutorial ohne Hilfestellungen. Man verwendet einfach sein Startkapital, um zügig einen fertigen Park zu errichten und zuzusehen, wie sich die Besucher amüsieren. Lediglich die auswählbare Locations bringen etwas Abwechslung ins Spiel. Denn Deep Sea Tycoon 2 scheint eher ein Titel zur Stressbewältigung, als eine Wirtschaftssimulation zu sein. Man sitzt vor seinem Bildschirm, wird von hypnotischer Musik umhüllt und schwelgt in der beruhigenden Unterwasserwelt.
Nebenbei baut man hier und da mal eine neue Attraktion und sieht wieder den Besuchern beim Geldausgeben zu. Die verschiedenen Orte sind dabei wirklich humorvoll und einladend gestaltet worden. Gern platziert man die Kamera an einen Fisch oder einen Besucher, um ihm dann durch die Unterwasserwelt zu folgen.
Grafisch ist das Spiel zwar nicht mehr wirklich auf der Höhe der Zeit, denn Clipping-Fehler und fehlerhafte Darstellungen der Taucher und Tiere sind nicht selten, dafür weiß es aber dennoch durch eine schöne und beruhigende Atmosphäre zu gefallen. Die Umgebungen laden zum Verweilen und Genießen ein und auch der Soundtrack trägt seinen Teil zur gelungenen Unterwasseratmosphäre bei.