Gesamtwertung76%/10 |
GrafikGut SoundMangelhaft |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Bisher war die Wahl für PC-Eishockeyfans recht leicht. Denn außer der bekannten NHL-Serie gab es keine echten Alternativen. Nun will JoWood mit dem Eishockey Manager 2005 den Spieler hinter die Kulissen eines Vereins entführen. In unserem Test erfahrt ihr, ob es der Manager mit der Konkurrenz aus dem Fußballgenre aufnehmen kann.
Multinational
Der DEL Eishockey Manager 2005 ist keinesfalls ein Spiel, das, wie man dem Namen entnehmen könnte, nur in der ersten deutschen Eishockeyliga spielt. Neben allen vier deutschen Ligen stehen dem Spieler auch noch elf weitere Länder zur Auswahl, in deren Ligen man bis ganz nach oben aufsteigen kann, darunter auch Weltmeister wie Kanada, Tschechien oder die Slowakei. In jedem dieser Länder gibt es selbstverständlich mehrere Vereine, in denen man sein Können unter Beweis stellen kann. Unrealistisch aber unterhaltsam egal für welchen Verein man sich entscheidet, mit ihm kann man später in jeder Liga der Welt spielen. Wieso nicht mal mit den Berliner Eisbären die japanische Nationalliga aufmischen?
Wichtige Entscheidungen
Im Menüteil des Spiels wickelt man alle wichtigen Geschäfte ab, die das eigene Team betreffen. Hier schließt man Werbeverträge mit Sponsoren ab, oder erläutert dem Vorstand seine Pläne für die Zukunft. Je nachdem für welches Thema man sich entscheidet, reagiert dieser nämlich verschieden. Sollte das Ansehen im Vorstand einmal ins bodenlose sinken, kann man sich schon mal auf die Suche nach einem anderen Job machen.
Um immer auf dem neuesten Stand der Dinge zu bleiben, muss man ab und zu einen Blick in sein Postfach werfen. Denn hier kommen fast täglich neue Emails von Sponsoren an, die, wenn man Glück hat, einem kurzerhand einen hohen Geldbetrag zukommen lassen, oder von Vereinen aus der ganzen Welt, die um ein Freundschaftsspiel bitten. In der Menüstruktur gibt es auch einen Terminplan, in dem alle wichtigen Ereignisse wie z.B. Spiele eingetragen sind. Wer sich nicht mit Manager-Spielen auskennt, kann sich am Anfang des Spiels das Tutorial dazuschalten, dass dem Spieler alle wichtigen Funktionen nach und nach erklärt. Dies hilft besonders bei der auf den ersten Blick sehr unübersichtlich gestalteten Menüführung.
Spieler-Poker
Das mit Abstand wichtigste für einen Manager ist natürlich seine Mannschaft, um die er sich auch ausreichen kümmern muss.
Sprich ihr Training planen, einen Teil der Mannschaft nächsten Monat ins Trainingslager in die Karibik schicken, oder vielleicht sogar neue Spieler erwerben. Je nachdem wie stark die Spieler sind, je höher ist auch die Einstufung des gesamten Teams. Sollte ein Spieler verletzt werden, oder sich entschließen seine Karriere zu beenden, muss man für Ersatz sorgen, sonst spielt man im nächsten auszutragendem Match in Unterzahl. Vorausgesetzt man hat genügend Geld in der Vereinskasse, kann man sich einen Topspieler zulegen. Wenn man ihm genügend Gehalt anbietet, und er in der Stimmung für einen eventuellen Wechsel ist, ist auch die Chance groß, dass er zusagen wird.
Renovierung erforderlich
Nicht nur neue Spieler kosten Geld. Man sollte auch nicht vergessen die Gunst seiner Fans so hoch wie möglich zu halten. Das erreicht man einerseits indem man regelmäßig Autogrammstunden veranstaltet oder ein Buch herausbringt, dessen Erfolg allerdings nicht immer vorprogrammiert ist. Ebenfalls kümmern sollte man sich um das eigene Stadion samt Umfeld.
Ein luxuriöses Hotel kann beispielweise mehr Besucher anlocken, ein Souvenir-Shop spült das nötige Kleingeld in die Kasse, und damit die neuen Fans auch irgendwo das nächste Spiel verfolgen können, sollte darüber nachgedacht werden, das Stadion um einige Sitzplätze zu erweitern. Diese Bauarbeiten werden selbstverständlich nicht von heute auf morgen fertiggestellt, sondern dauern ihre Zeit.
Jetzt aber los!
Nach dem Menüdschungel erwartet den Spieler endlich das erste Match. Davor noch, muss man als Manager der Presse seine Prognose abgeben, wie das Spiel wohl ausgehen wird. Einen Einfluss aufs Spielgeschehen hat die Aussage allerdings nicht. Während des eigentlichen Spiels kann man nicht aktiv am Geschehen teilnehmen, da die Spieler aber mit der Zeit erschöpfen, muss man die vier einzelnen Blöcke auswechseln. Auf Wunsch kann diese Funktion allerdings auch der Computer übernehmen. Das einzige, was der Spieler dann noch beeinflussen kann, ist der Zeitablauf. Wenn man das komplette Match in Echtzeit verfolgen will, kann man die Zeit per Zeitraffer beschleunigen oder, bei wichtigen Ereignissen wie Shootings verlangsamen. Am Ende bekommt man je nach Ergebnis in der Liga-Tabelle Punkte gutgeschrieben oder verliert welche, was die Position der eigenen Mannschaft in der Tabelle verändern kann.
Ein großes Manko des Spiels ist die Grafik. Zugegeben, die Matches sind nicht der Hauptbestandteil des Spiels, was dem Spieler aber im Stadion erwartet ist gar nicht entzückend. Das einzige, was gut aussieht und darüber hinaus auch noch recht schöne Reflektionseffekte bietet, ist die Eisfläche. Die Zuschauer sind lediglich flache 2D Bitmaps, Animationen gibt es keine, und auch beim designen der Spieler hätte man sich mehr Mühe geben können. Dank der mangelhaften Soundeffekte kommt keinesfalls Eishockeyfeeling wie in EAs NHL-Serie auf. Die einzige Musik, die man während eines Matches hört, ist ständig dasselbe Standardgedudel aus den Stadionlautsprechern.
DEL Eishockey Manager 2005 im Test.
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