Gesamtwertung85%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Story
Das Jahr 2075: Unsere Erde ist ein verwüsteter und zerstörter Planet. Statt in einer goldenen Zukunft zu leben, in der uns die Technologie alle Sorgen abnimmt, besitzen wir kaum noch mehr als die Kleidung, die wir am Leib tragen. Wir kämpfen um unser tägliches Überleben. Ein neues dunkles Zeitalter ist hereingebrochen, und es gibt nur wenige Leute, die überhaupt wissen, wie man die einfachsten technischen Geräte bedient.
Eine handvoll mächtiger und korrupter Mega-Konzerne, wie die gnadenlose Grathius Corporation, kontrolliert die verbleibende Technologie und treibt die Forschung voran. Die Konzerne nutzen ihre Machtstellung gnadenlos aus, um die Bevölkerung zu versklaven und ihren Willen weltweit durchzusetzen. Dazu bedienen sie sich ihrer überaus brutalen Werkschutztruppen, die sich beschönigend Friedensmilizen nennen, trotz ihrer Strategie von Furcht, Machtausübung und Gedankenkontrolle.
Um gegen die Unterdrücker zu kämpfen, haben sich kleine, aber wild entschlossene Gruppen von Widerstandskämpfern formiert. Sie untergraben die Bestrebungen der Konzerne, wo sie nur können. Wir befinden uns jetzt in einer Situation, wo der Widerstandskampf in seine heiße Phase eintritt. Die Konzerne haben begonnen, auf der höchsten Ebene miteinander zu kooperieren. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus...
Als Flynn Haskell, seines Zeichens Anführer einer kleinen Gruppe von Widerstandskämpfern, die kurz davor steht, einen schweren Rückschlag zu erleiden, setzt man sich mit den Schergen der Mega-Konzerne auseinander und durchlebt dabei so manche gefährliche Situationen.
Alles wirkt normal... zwei Angestellte gehen ihrer alltäglichen Arbeit nach. Doch schon bald schlägt die Stimmung um, denn von draußen sind ein paar Grathius-Soldaten zu hören, die sich Zutritt zum Hauptgebäude verschaffen wollen. Man muss nicht schlau sein, um zu wissen, dass man sich mit diesen unangenehmen Typen lieber nicht anlegen sollte.
Einer der beiden Angestellten, namens Baxter, ist besonders nervös, denn er ist Mitglied einer Widerstandsbewegung, die gegen Grathius vorgeht. Nur zu dumm, dass er ausgerechnet bei der Entdeckung einer ganz großen Sache gestört wird. Nur an den Widerstand denkend, übergibt er seiner Kollegin Eve eine Diskette, auf der die brisanten Neuigkeiten gespeichert sind, und sagt ihr, sie solle zu einem gewissen Flynn Haskell gehen, eben unseren Alter Ego.
Kurz darauf ist Baxter Geschichte und nur Sekunden später steht das Gebäude in Flammen, denn Baxter war so pfiffig, eine Bombe zu aktivieren, bei der ein Großteil der Soldaten umkommt. Unter diesen Umständen konnte Eve leicht fliehen und begibt sich nun auf den schnellsten Weg zu Flynn, den sie gleich mit dem Geschehenen konfrontiert...
Der Einstieg in die Welt von Devastation fällt nicht besonders schwer, da die Steuerung sehr intuitiv und relativ schnell erlernt ist. So werden sich auch Anfänger und Genreneulinge gleich zurecht finden.
Die Missionen von Devastation sind hinsichtlich ihrer Aufgaben und ihrer Austragungsorte sehr abwechslungsreich und komplex. Mal gilt es beispielsweise, verschiedene Laserschlösser zu knacken, Tanklastzüge in die Luft zu sprengen, Teammitglieder vor dem Tod zu retten oder gegnerische Helikopter vom Himmel zu holen. Interessant wird es aber in dem Augenblick, in dem ihr die sogenannten Brüter benutzen dürft. Diese gewähren euch bei ausreichender Verteidigung der Brutkammern nahezu unendlich viele Leben, denn wenn ihr einmal sterben solltet, regenerieren diese euren Körper und ihr dürft wieder im Kampf mitmischen. Allerdings stehen die Brüter dem Spieler erst ab einem gewissen Zeitpunkt zur Verfügung, je nachdem, wie weit man im Einzelspielermodus von Devastation gekommen ist. Jedoch besitzen auch eure Feinde diese Art der Wiedergeburt, die von ihnen ausreichend genutzt wird. Deshalb ist die oberste Devise: erst die Brutanlagen der Feinde zerstören, um somit leichter voran zu kommen.
Ein großes Manko bei Devastation ist der relativ kurze Singleplayermodus, den selbst Anfänger mitsamt seiner insgesamt 22 Missionen in gerade einmal 10 Stunden durchgespielt haben dürften. Da bleibt dann nur noch der sehr spaßige Mehrspielermodus, da es keine Extras oder dergleichen gibt, die einen dazu bewegen könnten, das Spiel noch einmal durchzuspielen.
Hier kommen wir auch schon zum zweiten Minuspunkt von Devastation: es mangelt dem Spiel an spielerischen Innovationen. Alles kommt einen als schon mal gesehen vor. Als besonderes Beispiel wären die Brüter zu nennen, die den Titel wegen des ewigen Respawnens an ein Unreal Tournament Botmatch erinnern, bloß dass dies hier Teil des Story ist. Dies mögen einige vielleicht erfrischend neu finden, jedoch zeugt dies meines Erachtens nach von Ideenlosigkeit.
Ohne vernünftige Argumente währet ihr gegen die Feinde verloren, deshalb habt ihr in Devastation die Auswahl zwischen insgesamt 29 Waffen. Diese reichen von einfachen Schrotflinten und Sturmgewehren, über Scharfschützengewehre und Laserwaffen bis hin zu Kuriositäten wie der Spreng-Ratte oder dem Harpunengewehr, das explosive Harpunen verschießt. Beim Design der Waffen haben sich die Entwickler wirklich viel Mühe gegeben, denn die Animationen sind wirklich butterweich und die Spezialeffekte begeistern. Außerdem dürft ihr Handfeuerwaffen wie Pistolen oder Uzi´s auch im Akimbo-Style, das heißt beidhändig, tragen. Dazu gibt´s noch kleinere Gadgets, wie z.B. den so genannten GPS-Decodierer (nein, das hat nichts mit dem Straßenverkehr zu tun), mit dessen Hilfe ihr Laserschranken knackt und verschiedene Sicherheitscodes herausfindet.
Im Gegnerrepoitoire von Devastation sind fiese Wissenschaftler, brutale Grathius-Wachen oder gut ausgebildete Söldner enthalten, die dank der guten KI sowohl in Deckung gehen, als auch auf weite Distanz gute Schützen sind. Ebenfalls gelungen ist die KI der Widerstandskämpfer, die euch fast nie im Weg stehen und gut im Kampf agieren.
Weiterhin nutzt das Spiel eine aktuelle Version der Karma-Physik-Engine, die dafür sorgt, dass Spielfiguren und Einrichtungsgegenstände physikalisch korrekt fallen, wie es im echten Leben auch der Fall wäre, was natürlich auch etliche neue strategische Möglichkeiten mit sich bringt. Z.B. könnt ihr ein Fass mit einem gezielten Schuss zum Rollen bringen, ein zweiter Schuss lässt es explodieren, was besonders vom Vorteil ist, wenn einige Gegner in dessen Nähe sind.
Spaßiger Multiplayer
Devastation bietet euch insgesamt drei bereits aus anderen Ego-Shootern bekannte Spielmodi wie Street War, Team Street War (Jeder gegen Jeden, Team gegen Team), Capture the Flag (Flaggen sammeln) sowie einen für Devastation entwickelten, neuen Modus namens Territories. In diesem müsst ihr mit euren Teamkollegen in die gegnerische Basis eindringen, deren Verteidigungsanlagen zerstören und die Punkte vernichten, bei denen die gegnerischen Teammitglieder nach einem Tod neu aufgestellt werden. Danach gilt es nur noch die restlichen Spieler zu eliminieren, die noch im Spiel sind.
Weiterhin könnt ihr euch aus insgesamt 50 Spielerfiguren euren Favoriten auswählen, darin enthalten sind alle im Spiel vorkommenden Akteure.
Nachdem ihr alles nach euren Belieben konfiguriert habt, kann´s auch schon losgehen - und das sehr heftig. Denn der Multiplayermodus von Devastation erweist sich als wahrer Motivationsregen: nichts macht mehr Spaß, als sich mit Freunden in den optisch sehr abwechslungsreichen Arenen Spreng-Ratten, Granaten und Gewehrsalven um die Ohren zu hauen. Weiterhin könnt ihr euren Mitspielern dank Karma Physik Engine kleine Fallen, wie z.B. die bereits erwähnten explodierenden Fässer stellen.
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