Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Eine echte Augenweide!
Capcom hat sich sichtlich um eine möglichst saubere Portierung bemüht: Die Optik des Spiels lässt sich nun von 640x400 bis auf höchste HD-Auflösungen skalieren, zusätzlich lassen sich diverse Details an- und ausschalten. Das ist längst nicht bei jeder Konsolenumsetzung eine Selbstverständlichkeit - wir erinnern hierbei an die technisch dürftige PC-Fassung von Resident Evil 4, bei dem der Spieler lediglich die Auflösung verändern konnte. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Je nachdem welche Grafikkarte in Eurem Rechner verbaut ist, könnt Ihr Euch zudem zwischen dem DX9- und DX10-Modus entscheiden. Gravierende Unterschiede gibt es hierbei aber nicht, was aber lediglich Zocker freuen dürfte, die auf DirectX 9 zurückgreifen. 10er-Puristen werden mit besseren Effekten belohnt, wobei es das dann aber auch schon gewesen ist. Um Devil May Cry 4 flüssig zu spielen benötigt Ihr übrigens keine Hardware aus der Hölle. Abseits der PC-spezifischen Kriterien sieht der Titel nach wie vor klasse aus: Butterweiche Animationen, überaus detaillierte Charaktere, überzeugende Effekte und schmackhafte Umgebungen verwöhnen das Auge bis zum Schluss - einzig der Schneeabschnitt hätte noch imposanter ausfallen können. Außer ein paar netten Bump-Mapping-Effekten ist dieser Level dem Vergleich mit den anderen Szenarien leider nicht gewachsen.
Sound zum Satthören!
Als äußerst rockig und abgedreht präsentiert sich die Hintergrundmusik bei den Schnetzeleien. Sicherlich ist dies nicht jedermanns Geschmack, wir hatten jedoch unsere (Metzel-)Freude am Soundtrack, der zum stylischen Dämonenkiller wie die Faust aufs Auge passt. Dazwischen lässt immer mal wieder ein orchestraler Score von sich hören. Dementsprechend satt sind auch die Effekte. Schade: Auf eine deutsche Synchronisation muss man nach wie vor verzichten - da bleiben für Spieler, die des Englischen nicht vollends mächtig sind, nur die deutschen Untertitel. Kein Grund aber zur Trauer: Die englischen Stimmen können vollends überzeugen - charismatisch lassen Nero und Dante einen One-Liner nach dem Anderen ab.
Gamepad hui, Tastatur pfui...
Gleich vorweg: Streicht die Tastatursteuerung bitte gleich aus Eurem Gedächtnis. Auf solche Verkrampfungen kann man schon nach wenigen Minuten getrost verzichten. Ehrlicherweise können wir nicht verstehen, wieso nicht auch über das Keyboard eine vernünftige Bedienung möglich gewesen wäre - die Aktionsbandbreite ist schließlich recht übersichtlich. Besser greift Ihr zu einem Gamepad, am Besten direkt zum Xbox 360-Controller: So lässt sich die Dämonenhatz ohne lästige Buttonkonfiguration direkt prima spielen - eine Rumble-Funktion gibt es natürlich auch. Da schmerzt es umso mehr, dass die Kamera nicht immer da ist, wo man sie haben möchte - dennoch: Dies kommt nur in seltenen Fällen vor.
Dämonen killen ist geil!
Devil May Cry 4 ist von Anfang bis Ende ein pompös und stilistisch perfekt abgestimmtes Meisterwerk mit zwei hundsgemein coolen Hauptcharakteren. Die Anzahl und Qualität der Cutscenes ist beachtlich und wirkt zu keiner Zeit ermüdend, da der Titel immer wieder neue Highlights aus dem Lauf ballert. Daran hat sich auch in der PC-Version nichts geändert. Ab einem bestimmten Punkt der Handlung könnt Ihr Euch außerdem entscheiden, ob Ihr den neu hinzugestoßenen Nero, oder doch lieber den alteingesessenen Dante spielen wollt. So oder so: Die Action ist erstklassig, das Gegner- und Leveldesign abwechslungsreich und die Bossgegner beeindruckend. Das Beste: Der Wiederspielwert ist enorm und ständig wird man wieder vor den Monitor gelockt. Hinzu kommen die PC-exklusiven Spielmodi 'Turbo' und 'Legendary Dark Knight': Bei Ersterem schickt Ihr die Viecher mit einem Heidenspeed ins Jenseits, beim Zweiten stellt Ihr Euch einer höllischen Übermacht, die es so lang wie es geht zu überleben gilt. Alles in allem ist Devil May Cry 4 ein Pflichtkauf für Fans im Speziellen und Freunde gepflegter Action im Allgemeinen.
Insgesamt machbar!
Gegenüber den teils beinharten Vorgängern hat man den Schwierigkeitsgrad in Devil May Cry 4 entscheidend zurückgefahren - das soll aber nicht heißen, dass Ihr hier einfach durchspaziert. Nach wie vor fordern die Kämpfe zuweilen alles ab. Frei speichern dürft Ihr übrigens auch in der PC-Fassung nicht - stattdessen gibt es hier und da automatisch generierte Checkpoints, die es aber gerade für Anfänger häufiger hätte geben können.
Devil May Cry 4 im Test.
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