Devil May Cry 4

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Capcom
Entwickler
Capcom
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
16
Devil May Cry 4 [PC , looki.de]

Gesamtwertung

86%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Devil May Cry 4

Eine echte Augenweide!

Capcom hat sich sichtlich um eine möglichst saubere Portierung bemüht: Die Optik des Spiels lässt sich nun von 640x400 bis auf höchste HD-Auflösungen skalieren, zusätzlich lassen sich diverse Details an- und ausschalten. Das ist längst nicht bei jeder Konsolenumsetzung eine Selbstverständlichkeit - wir erinnern hierbei an die technisch dürftige PC-Fassung von Resident Evil 4, bei dem der Spieler lediglich die Auflösung verändern konnte. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Je nachdem welche Grafikkarte in Eurem Rechner verbaut ist, könnt Ihr Euch zudem zwischen dem DX9- und DX10-Modus entscheiden. Gravierende Unterschiede gibt es hierbei aber nicht, was aber lediglich Zocker freuen dürfte, die auf DirectX 9 zurückgreifen. 10er-Puristen werden mit besseren Effekten belohnt, wobei es das dann aber auch schon gewesen ist. Um Devil May Cry 4 flüssig zu spielen benötigt Ihr übrigens keine Hardware aus der Hölle. Abseits der PC-spezifischen Kriterien sieht der Titel nach wie vor klasse aus: Butterweiche Animationen, überaus detaillierte Charaktere, überzeugende Effekte und schmackhafte Umgebungen verwöhnen das Auge bis zum Schluss - einzig der Schneeabschnitt hätte noch imposanter ausfallen können. Außer ein paar netten Bump-Mapping-Effekten ist dieser Level dem Vergleich mit den anderen Szenarien leider nicht gewachsen.

Sound zum Satthören!

Als äußerst rockig und abgedreht präsentiert sich die Hintergrundmusik bei den Schnetzeleien. Sicherlich ist dies nicht jedermanns Geschmack, wir hatten jedoch unsere (Metzel-)Freude am Soundtrack, der zum stylischen Dämonenkiller wie die Faust aufs Auge passt. Dazwischen lässt immer mal wieder ein orchestraler Score von sich hören. Dementsprechend satt sind auch die Effekte. Schade: Auf eine deutsche Synchronisation muss man nach wie vor verzichten - da bleiben für Spieler, die des Englischen nicht vollends mächtig sind, nur die deutschen Untertitel. Kein Grund aber zur Trauer: Die englischen Stimmen können vollends überzeugen - charismatisch lassen Nero und Dante einen One-Liner nach dem Anderen ab.

Gamepad hui, Tastatur pfui...

Gleich vorweg: Streicht die Tastatursteuerung bitte gleich aus Eurem Gedächtnis. Auf solche Verkrampfungen kann man schon nach wenigen Minuten getrost verzichten. Ehrlicherweise können wir nicht verstehen, wieso nicht auch über das Keyboard eine vernünftige Bedienung möglich gewesen wäre - die Aktionsbandbreite ist schließlich recht übersichtlich. Besser greift Ihr zu einem Gamepad, am Besten direkt zum Xbox 360-Controller: So lässt sich die Dämonenhatz ohne lästige Buttonkonfiguration direkt prima spielen - eine Rumble-Funktion gibt es natürlich auch. Da schmerzt es umso mehr, dass die Kamera nicht immer da ist, wo man sie haben möchte - dennoch: Dies kommt nur in seltenen Fällen vor.

Dämonen killen ist geil!

Devil May Cry 4 ist von Anfang bis Ende ein pompös und stilistisch perfekt abgestimmtes Meisterwerk mit zwei hundsgemein coolen Hauptcharakteren. Die Anzahl und Qualität der Cutscenes ist beachtlich und wirkt zu keiner Zeit ermüdend, da der Titel immer wieder neue Highlights aus dem Lauf ballert. Daran hat sich auch in der PC-Version nichts geändert. Ab einem bestimmten Punkt der Handlung könnt Ihr Euch außerdem entscheiden, ob Ihr den neu hinzugestoßenen Nero, oder doch lieber den alteingesessenen Dante spielen wollt. So oder so: Die Action ist erstklassig, das Gegner- und Leveldesign abwechslungsreich und die Bossgegner beeindruckend. Das Beste: Der Wiederspielwert ist enorm und ständig wird man wieder vor den Monitor gelockt. Hinzu kommen die PC-exklusiven Spielmodi 'Turbo' und 'Legendary Dark Knight': Bei Ersterem schickt Ihr die Viecher mit einem Heidenspeed ins Jenseits, beim Zweiten stellt Ihr Euch einer höllischen Übermacht, die es so lang wie es geht zu überleben gilt. Alles in allem ist Devil May Cry 4 ein Pflichtkauf für Fans im Speziellen und Freunde gepflegter Action im Allgemeinen.

Insgesamt machbar!

Gegenüber den teils beinharten Vorgängern hat man den Schwierigkeitsgrad in Devil May Cry 4 entscheidend zurückgefahren - das soll aber nicht heißen, dass Ihr hier einfach durchspaziert. Nach wie vor fordern die Kämpfe zuweilen alles ab. Frei speichern dürft Ihr übrigens auch in der PC-Fassung nicht - stattdessen gibt es hier und da automatisch generierte Checkpoints, die es aber gerade für Anfänger häufiger hätte geben können.

Fazit

Dante und Nero erfreuen sich auch auf dem Rechenknecht an einer grandiosen Qualität - wenn man Devil May Cry 4 auf dem PC spielt, vergisst man für diese Zeit die schlechten bis ganz schlechten Konsolenumsetzungen, die man als PC-Zocker bisher schon alles über sich ergehen lassen musste. Capcom hat sich sichtlich Mühe gegeben, die Dämonenkiller nicht zur Windows-Gurke verkommen zu lassen. Stattdessen wird auch auf den Desktop-Monitoren ein Feuerwerk der Sinne entbrannt: Optik und Sound sind hervorragend, die überragend geschnittenen Zwischensequenzen aus einer anderen Welt und auch in Hinblick auf die Story gibt es genug Gründe für ein zufriedenes Grinsen. Wer den Titel also bisher noch nicht gespielt hat, sollte spätestens jetzt zuschlagen. Für Besitzer der Konsolenfassungen gibt es aber trotz der zwei neuen Spielmodi keinen Anlass zur Neuanschaffung.

Devil May Cry 4 [PC , looki.de]

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