Gesamtwertung69%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Dass Ubisoft mit Die Siedler Aufstieg eines Königreiches im letzten Jahr eine durchaus gelungene Fortsetzung des wuseligen Aufbaustrategiespiels gelang, steht außer Frage. Mit zeitgemäßen Verbesserungen, altem Spielprinzip und knuffiger Grafik schaffte man es die Kluft zwischen alteingesessenen Siedler-Liebhabern und Neulingen zu schließen und zudem frischen Wind in die angestaubte Serie zu bringen. Eine hohe Wertung konnte jedoch nicht erzielt werden, da es an Spieltiefe, fordernder KI und Komplexität mangelte; doch diese Kanten will man nun mit dem jüngst erschienenen Addon Reich des Ostens abrunden. Ob es gelang, verraten wir euch im Looki-Review.
Welcome To Bollywood!
Nach dem Sieg über den roten Prinz verschlägt es den Spieler nun weiter in den Fernen Osten. Unterstützt von der Protagonistin Saraya schlägt man sich so durch lediglich acht neue Kampagnenmissionen, die allesamt im Herzen Indiens angesiedelt sind und durch eine ansprechende Story miteinander verknüpft sind.
Dabei gilt es jedoch nicht nur die gestellten Aufgaben zu erfüllen, sondern auch mit neuen Problemen, wie der noch intensiveren Dürrezeit oder dem Monsunregen, der angrenzende Transportwege blockiert und Flussübergänge zeitweise unpassierbar macht, fertig zu werden. In der Theorie sicherlich ein strategisch anspruchsvolles Element, jedoch werden sich erfahrene Spieler schnell an die neuen Umstände anpassen und ihren Spielstil dementsprechend mehr oder minder geringfügig ändern. Weitere Schwierigkeiten dürften indes nicht auftreten; die Missionen verlaufen ähnlich linear wie im Vorgänger ab und beschränken sich so auf wenig anspruchsvolle Ziele.
Zu wenig Neues
Wer sich von der Erweiterung zahlreiche neue Gebäude, neue Einheiten und vielleicht sogar die ein oder andere spieltechnische Änderung gewünscht hat, wird bitter enttäuscht werden. Mit dem Brunnen und dem Handelsposten sind lediglich zwei neue Gebäude hinzugefügt worden, die auf den ersten Blick recht nützlich erscheinen, wirklich notwendig sind diese jedoch nicht. Auch der altbekannte Geologe, der seinen Weg zurück ins Spiel gefunden hat, bereichert dieses nicht gerade.
Zugegeben, können durch ihn und eine Handvoll Goldmünzen erschöpfte Rohstoffvorkommen wieder aufgefüllt werden, was sicherlich an einigen Stellen im Spiel eine Wende herbeiführen kann, warum man es dem Spieler jedoch so einfach macht, bleibt fraglich.
Ansonsten beschränkte man sich bei weiteren Neuerungen lediglich auf einige Verschönerungsobjekte, die das aufgebaute Dorf einem neuen Glanz erstrahlen lassen. Dies ist zwar schön anzusehen, wenn ein Gegner jedoch mit einer ganzen Armee heranrückt und die Siedlung zu zerstören droht, wenig hilfreich.
Weiterhin kann auch die neue Heldin Saraya mit ihren neuen Fähigkeiten nicht überzeugen. Diese scheinen nämlich taktisch gesehen komplett auf die Neuerungen wie dem Geologen ausgelegt zu sein. So treibt sie durch das Einfordern von Tribut zusätzlich Geld in die leeren Kassen, wodurch wiederum ausreichend Bezahlung für den Geologen vorhanden ist.
Die Siedler: AeK - Reich des Ostens im Test.
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